Zeitung im Selbstzerstörmodus

Gerade eben wollte ich ernsthaft eines meiner niederbayerischen Lokalblätter als E-Paper kaufen. Draußen schneit es wie doof, meine Lust, in den nächsten Laden zu fahren, ist bei Null — und außerdem könnte mich die Geschichte, um die es geht, wirklich interessieren, ich würde sie gerne irgendwo archivieren. Und dafür ist das e-Paper-Format ja ohnehin besser geeignet als ein Stück Papier, das irgendwann vergilbt und ziemlich unübersichtlich in Stapelform in Baumarktregalen im Kellerarchiv landet.

Zwei Klicks also, um ans Ziel zu kommen, Abrechnung via Click&Buy — das schien mir ein akzeptabler Weg, ums an Ziel zu kommen (eingedenk der manchmal etwas arg merkwürdigen Bezahlvorgänge bei anderen Anbietern). Und beinahe, aber eben nur: beinahe hätte ich auch auf den Kaufen-Button geklickt, wäre mir nicht noch was nur so mittelgroß gedrucktes aufgefallen:

Ach, ich darf mir die Zeitung quasi nur ausleihen? Danach geht sie dann in Selbstzerstörmodus?

Und irgendwie werde ich das Gefühl ja nicht los, dass der Verlag den Satz, den er da auf der selben Webseite bringt, ziemlich ernst meint: