Drüber beim „Universalcode“ steht jetzt ein Interview, das ich Ihnen gerne ans Herz legen würde. Ich habe mich mit Julius Tröger unterhalten, nicht nur, weil er in New York gerade eine „Nerdhospitanz“ (er nennt das selber so) absolviert. Sondern weil ich es interessant finde, wie da jemand ganz ohne jegliches Aufsehen und langes Gerede all das versucht umzusetzen, von dem ich (und vermutlich nicht nur ich) denke, wie  Journalisten eines neuen Typs entstehen. Jemand, der vieles ausprobiert, keine Berührungsängste auch mit komplexer Technik und neuen Erzählformen hat – und dennoch immer noch Journalist ist. Einer, für den Technik einfach nur ein Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck ist. Für den immer noch die gute Geschichte zählt, für die Technik einfach nur ein Hilfsmittel ist, so wie es früher meinetwegen Stift, Notizblock und Schreibmaschine waren.

Julius Tröger. (Foto: Scott Klein, Editor of News Applications, Propublica.org).

Und vor allem mag ich, dass er völlig undogmatisch an die Dinge herangeht. Keiner von denen, die mit allem, was sie tun, den Grabenkrieg zwischen digital und analog befeuern. Es ist ja nicht so, dass ein Onliner per se ein besserer oder schlechterer Journalist ist. Es ist nur – anders.

Das Interview mit Julius gibt´s hier, direkt daneben steht sein überaus lesenswerter Crashkurs für Journalisten, die sich vielleicht doch mal mit dem Thema Programmierung beschäftigen wollen.

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