Archive for Februar, 2006
Fernsehen + Radio = Spaß
Wer heute abend Bayern vs. Milan schauen will und ein Radio bzw. einen Rechner mit halbwegs anständigen Speakern in der Nähe hat, dem sei zur Maximierung des Vergnügens folgende Vorgehensweise empfohlen:
1. Fernseher einschalten
2. Ton abdrehen
3. Radio einschalten (B5 aktuell, Günther Koch und Eddy Endres)
4. Spaß haben
Wer nicht in Reichweite von B5 wohnt: Livestream bei BR-online oder anderen Player downloaden, der B5 überträgt.
Nicht irritieren lassen: Fernsehbilder sind langsam. Während der Ball bei SAT1 noch in der Luft schwebt, ruft Koch schon: Uuuuunnnd…..VORBEIIIIIIII!!!
Zurück in die Zukunft
Warum funktioniert das Thema Online bei den meisten Regionalzeitungen eigentlich so gar nicht? Hier findet sich eine gute Antwort auf diese Frage, auch wenn zugestanden sei: Das ist heftig, sogar für Regionalzeitungsverhältnisse.
Immerhin, man (wieder-)entdeckt viele Dinge, die man seit Jahren für zurecht ausgestorben hielt.
Träume, mobile Schäume
Glaubt man dieser Geschichte hier, sind die Träume von mobilen (Fernseh- und Online)Medien auf chicen UMTS-Handys dann leider doch nur Schäume.
Wärs nicht schon in den Kommentaren hier erwähnt worden, würde ich jetzt die Geschichte erzählen, als ich vor einigen Jahren gemeinsam mit dem Kollegen Mike bei einem von uns geleiteten Seminar beinahe von einer wütend sabbernden Meute hingerichtet wurde, nur weil wir deren Visionen von ADAC-TV in der Nackenstütze des Golf VII und dem Download des entsprechenden Programms aufs VW-UMTS-Handy nicht ganz folgen wollten/konnten.
Aber Marketing- und Telco-Leute sind notorische Optimisten. Berufskrankheit, denke ich.
GEZ abschaffen
Ok, das Layout ist ein Verbrechen an der Menschheit. Aber alles andere an dieser Seite ist mir momentan sympathisch.
(Danke an Atti als Hinweisgeber).
Immer wieder Google
In den Startlöchern steht
“Google Local“. “Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Thema”, so Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel in “Euro am Sonntag” (kommende Ausgabe). Für sein Gelbe-Seiten-Portal habe Google beim Magdeburger Unternehmen GeoContent aktuelle Luftbilder für das gesamte Bundesgebiet erworben. Das Unternehmen werde neben den üblichen Hinweisen wie Restaurants oder Gewerbe auch “zusätzliche Daten” wie etwa Fahrplanauskünfte integrieren, so Keuchel. Hintergrund: Ursprünglich sollte “Google Local” bereits im Vorjahr starten.
(aus: Kress.de)
Der kleine MAX
Der kleine MAX hat sich verlaufen und möchte dringend von seinem Papa wieder abgeholt werden. Achtung, ich wiederhole… der kleine MAX kann am MESSE-Eingang abgeholt werden…
DJS 2006
Noch vier Wochen, dann geht´s an der DJS weiter. Die 7. Klasse bereits, die sich mit mir rumschlagen muss. Interessanter Gedanke dabei: Wenn ich dieser nächsten Klasse weitgehend dasselbe Material an die Hand geben würde wie meiner ersten Klasse, der seligen 39 B, dann würden die mich für völlig zurückgeblieben halten. Bewegtbilder damals noch sehr sparsam, mehrfach konvertiert, mit externen Playern. Blogs waren ein Randphänomen, das im Unterricht keinerlei Erwähnung wert war. Und Podcasts? Gabs noch nicht mal. Wenn ich heute vor eine Klasse treten würde, ohne Blogs und Podcasts und Citizen Media und Mobile Media zu erwähnen, nimmt mich der Schulleiter sanft an der Schulter und wirft mich aus dem Fenster.
Um dies in eine Relation zu setzen: Meine erste Klasse an der DJS hatte ich vor drei Jahren. Das, was ich denen damals erzählt habe, müssen die heute leider völlig in die Tonne treten. Völlig veralteter Quatsch. Das zeigt, wie rasant sich die Dinge in den letzten Jahren weiter entwickelt haben, diesmal allerdings – gottlob – mit deutlicher weniger Ballyhoo begleitet als zu seligen New-Economy-Zeiten.
Was mir noch in dem Zusammenhang einfällt: Auch unser Journalisten-Nachwuchs ändert sich. In meiner ersten Klasse hat mir ein Schüler am zweiten Tag auf den Kopf zugesagt, dass “Leute wie ich” mit ihren abgedrehten Visionen und ihrem Gequatsche von einer vermeintlichen radikalen Medienwelt daran schuld seien, dass sie keine vernünftigen Jobs mehr bekämen. Bei meiner letzten Klasse im vergangenen November gab´s dann immerhin schon eine Bloggerin, was Podcasting ist, wussten fast alle – und niemand kam auf die Idee, in mir jemanden zu sehen, der nach dem Konsum bewusstsseinserweiternder Substanzen wirres Zeug redet (wofür ich übrigens durchaus dankbar war).
Und künftig? Künftig – und das hat nichts mit mir, als vielmehr mit dem eigentlichen Thema zu tun – wird nicht nur an der DJS, sondern an jeder ernstzunehmenden Ausbildungseinrichtung für Journalisten das Thema Multimedia einen völlig anderen Stellenwert bekommen (müssen). Wer Journalisten in diesem Bereich nicht wirklich fit macht, entlässt sie ziemlich unvollständig ins Berufsleben. Die Zeiten, in denen Multimedia ein Wurmfortsatz der Ausbildung waren, sollten vorbei sein. Ob das freilich auch für das Selbstverständnis von etablierten Journalisten und klassischer Redaktionen gilt, würde ich aus heutiger Sicht bezweifeln – noch.
Anyway, am 27.März gehts los und natürlich wird auch über diese Woche wieder die eine oder andere Anmerkung hier zu finden sein.
GEZ oder: Einhabichnoch…
Das ist auch mal ne spannende Variante. Auf meine letzte Antwort an die GEZ hat der Laden heute ganz was Neues gemacht: einfach den letzten Brief nochmal rausgelassen, die Androhung von 1000 Euro Ordnungsgeld (I´m not kidding..), Gerichtsvollzieher und Zwangsvollstreckung mit dazu gepackt – und wieder abgeschickt. Lustig.
Ich vermute, die haben einen Baukasten im Keller, aus dem die ihre Briefchen zusammensetzen. Das mit dem Ordnungsgeld kam mir bekannt vor, ich glaube, das hatten wir vor rund einem halben Jahr schon mal.
Zugegeben, ich bin momentan etwas ratlos. Wie soll ich mit jemand kommunizieren, der immer nur maschinell erstellte Briefe als Antwort schickt? Weiß jemand was?
Natürlich wisst Ihr nix und wenn Ihr was wüsstet, würdet Ihr es mir nicht sagen. Ihr wollt ja noch ein bissel was zum Lachen haben, oder?
Na gut. Spielen wir das Spiel halt noch etwas weiter. Karl Valentin ist mit sowas berühmt geworden.
Warum Journalisten mit “Bild” nicht gemeinsame Sache machen sollten
Klar gehört es für den seriösen Journalisten zum common sense, über “Bild” die Nase zu rümpfen. Und ebenso klar gehört es zum guten Ton, sich regelmäßig darüber auszulassen, wie blöd doch die Leute…
Das ist ebenso müßig wie langweilig.
Interessanter und diskussionswürdig finde ich diesen Ansatz:
“(…)Auch für viele Journalisten gehört BILD längst zur Pflichtlektüre, wie eine Untersuchung des Medienwissenschaftlers Carsten Reinemann von der Universität Mainz ergab. Er ermittelte schon 2003, dass rund zwei Drittel der befragten Journalisten neben Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung täglich auch BILD lesen, um “die Anschluss- und Konkurrenzfähigkeit der eigenen Berichterstattung beim Publikum sicherzustellen”. Boulevard-Magazine, selbst die der öffentlich-rechtlichen TV-Programme wie “Brisant” in der ARD und das ZDF-Pendant “Hallo Deutschland”, greifen am frühen Abend regelmäßig die Themen auf, die das Blatt schon am Morgen “auf den Markt geworfen” hatte. (…)
Horst Müller (53) ist Professor für Redaktionspraxis an der Hochschule Mittweida (FH), im Fachbereich Medien – und hat das treffend beobachtet. Also, wenn wir schon über “Bild” lamentieren – dann sollten wir uns schon auch mal ans eigene Näschen fassen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Natürlich müssen wir die “Bild” lesen. Aber uns die Agenda von ihr diktieren lassen, das müssen wir wirklich nicht.
Den ganzen Beitrag gibt´s hier.
Zeit-los
Die Ausgabe zum 60. Geburtstag der Zeit ist da, und ich weiß endlich, warum ich sie so selten lese: geschätzte 327 Seiten Umfang, erwartete Lesedauer ca. 3 Wochen. Verstehen davon werde ich davon etwa 3 bis 4 Seiten.
Trotzdem Glückwunsch.