11. April 2006 - 17:34 Uhr
Kein Spaß für deutsches Free-TV: Die deutsche Version yon YouTube.com ist online. Nicht sehr ideenreich, weil es das YouTube-Konzept 1:1 ins Netz hebt. Aber die Zukunft, definitiv, Die Leute haben daran anscheinend jetzt schon mehr Spaß als an einem mediokren Comedy-Abend bei SAT1.
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11. April 2006 - 14:17 Uhr
Angriff aus dem Netz, digitale Revolution, neue Geschäftsmodelle? Alles richtig, alles drin:
“Lost” für umme
– der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney plant einem Zeitungsbericht zufolge Fernsehserien wie “Desperate Housewives” und “Lost” gratis ins Netz zu stellen. Laut “Wall Street Journal” will das Unternehmen damit seine Werbeumsätze ankurbeln. Zehn Werbekunden für das Projekt seien bereits gefunden, darunter Unternehmen wie Ford, Procter & Gamble und Unilever. Die Filme können laut “WSJ” nicht herunter geladen werden, sondern sollen im “Streaming”-Modus konsumiert werden. Damit will Disney verhindern, dass die Zuschauer die Werbeunterbrechungen überspringen. (kress.de)
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10. April 2006 - 11:45 Uhr
Allmählich muss man sich Sorgen machen, wie man kommende Saison an seine dringend benötigte Dosis Fußball kommt. Arena beim Versuch gescheitert, sich auf die gute alte D-Box aufzusatteln, Telekom wiederum nur via VDSL mit Lichtgeschwindigkeit, Premiere irgendwie gar nicht oder auch doch…
…vermutlich steige ich wieder auf die gute alte Sportschau um.
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9. April 2006 - 18:33 Uhr
Seit zwei Tagen lese ich nix anderes mehr als Olli Kahn, und das wird sogar einem Fußballfan wie mir langsam zu viel. Noch dazu, wo es an diesem Wochenende wirklich genügend andere interessante Themen gegeben hätte.
Mal ins Blaue spekuliert: Wie viele der Olli-Kahn-Gedächtnisgeschichten sind wohl irgendwelchen Live-Tools geschuldet, bei denen minutengenau festgehalten wird, welche Geschichte gerade geklickt wird?
Auf der anderen Seite: Irgendwas muss dran gewesen sein an dieser Inszenierung, wenn sogar die für gewöhnlich sehr seriöse SZ die Kahn-Lehmann-Geschichte in der Samstagsausgabe zum Aufmacher macht. Und vielleicht bin ich ja auch einfach nur zu konservativ. Aber ich habe echtes Bauchweh damit, wenn sogar (nahezu alle) ernstzunehmenden Medien in diesem Lande suggerieren, es habe die vergangenen Tage nichts Wichtigeres gegeben als die Besetzung des deutschen WM-Tors.
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6. April 2006 - 13:09 Uhr
Nichts revolutionäres – aber eine schöne Idee, wie man Bilder(galerien) so anbieten kann, dass sie Lust aufs Klicken machen und gleichzeitig auch noch eine echte optische Ergänzung fürs Layout sind. Überhaupt, ich mag die edle, aufgeräumte und unaufgeregte Art der FAZ, ihre Inhalte zu präsentieren.
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5. April 2006 - 11:43 Uhr
Natürlich weiß man um die von Kulturpessimisten gerne beschriebenen Gefahren von Quotenhörigkeit und dem – vermeintlich – damit verbundenen Qualitätsschwund. Trotzdem: Quote ist per se nichts schlechtes, solange man keine dauerhafte Nabelschau betreiben will. Jeder von uns, der schon mal in einem elektronischen bzw. digitalen Medium gearbeitet hat, kennt das Dilemma: Der böse Zuschauer will einfach nicht unseren Geschmack annehmen.
Und nachdem dieses Thema uns vermutlich bis ans Ende unseres Berufslebens weiter verfolgen wird, freut man sich dann doch mit einem gewissen Maß an Schadenfreude darüber, dass die Debatte nach dem Publikumsgeschmack demnächst auch die Print-Kollegen verstärkt erreichen wird. Wenn sie konsequent sind, die Kollegen, dann werden sich die Zeitungen in den kommenden Jahren kräftig verändern.
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4. April 2006 - 16:45 Uhr
“Diese Blogs aus den Redaktionen sind eines bestimmt nicht: cool. Ich stelle mir vor, wie die ARD in zehn Jahren eine Blogredaktion einführen wird. «Ich höre da was, ist da einer von Euch an dem Thema dran?»
(Harald Schmidt in der Netzeitung über Blogs aus “richtigen” Redaktionen; via Netzjournalist, danke!)
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4. April 2006 - 16:30 Uhr
Wäre man zynisch, könnte man daraus eine hübsche kleine Serie machen – eine Blogo-Novela sozusagen. Regelmäßige neue Folgen sind garantiert und der Plot hat alle Zutaten, die man braucht. Drama, Leidenschaft, Untergang. Dummerweise vermutlich aber kein Happy-End. Das reicht zwar dann nicht für ordentlich Quote, aber womöglich einen Grimme-Preis (merke: gute Quote = kein Preis, schlechte Quote = Preis, erst gute Quote, dann Preis = künftig schlechte Quote und Absetzung).
Wie auch immer, die Blogo-Novela “Zeitungssterben” präsentiert heute in freundlicher Zusammenarbeit mit den “Ruhr Nachrichten” die nächste Folge:
Von der Bildfläche verschwinden
wird bald die “Buersche Zeitung” im Ruhrgebiet. Die “taz” berichtet, dass die Zeitung (Auflage: rund 8.000 Exemplare) demnächst eingestellt wird. Allen Mitarbeitern sei gekündigt worden, der Verleger und Eigentümer Kurt Bauer habe angekündigt, dass das Unternehmen zum 30. September den Betrieb einstellt. Die Einstellung hängt mit dem Sparkurs der “Ruhr-Nachrichten” (“RN”) zusammen. Die “RN” haben ihren Lokalteil für Gelsenkirchen eingestellt, für den mit der “Buerschen Zeitung” kooperiert wurde. Die “RN”, die im Verlagshaus Lensing-Wolf erscheinen, haben auch die Lokalredaktionen in Gladbeck und Bottrop dichtgemacht. Im nächsten Jahr soll laut der “taz” auch die Lokalredaktion in Bochum geschlossen werden. (Quelle: kress.de)
PS: Warum ich das Ableben einer 8000-Auflage-Zeitung blogge? Weil das vielleicht tausendfach wirksamer ist, als alle Bemühungen, auf Panels etc. die durchaus unschöne Lage vieler Regionablätter und den gleichzeitig wachsenden und aus dem Web resultierenden Leidensdruck in der Theorie zu schildern.
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