Noch ne Debatte

Das Schöne an Blogs ist, dass man jederzeit alles publizieren kann, was man so möchte. Selbst dann, wenn man eine Geschichte in einem anderen Blog kommentieren möchte und die Kommentarfunktion gerade geschlossen ist. Bei Notebook Onlinejournalismus entspinnt sich jedenfalls gerade mal wieder eine neue Debatte rund um das Thema Blogs vs.klassischer Journalismus, die eigentlich zum Gähnen wäre, würde sie nicht zeigen, dass etablierte Journalisten das Thema Blogs anscheinend immer noch nicht verstanden haben. Was man ganz wunderbar ja auch an den unzähligen missratenen „Redaktionsblogs“ sieht.

Folgendes wollte ich jedenfalls als Kommentar zu dieser Debatte im NOJ loswerden:

Du liebe Zeit, wenn ich etwas nicht mehr hören kann, dann das Genöle des klassischen Journalisten über Blogs. Was soll der Mist eigentlich? Die Leute haben ein günstiges und einfaches Mittel an die Hand bekommen, um selbst zu publizieren und zu produzieren. Und, what´s the problem?

Im Übrigen: Meine Wahrnehmung über den Zustand des klassischen Journalismus ist leider ziemlich exakt die, die Fabian geschildert hat. Ziemlich verlottert, das. Wäre der Zustand des Journalismus besser, gäbe es für alternative Formen des Publizierens gar keinen so großen Markt, keinen so großen Bedarf.

Und apropos Bedarf: Ich habe mit großem Interesse Ergebnisse gelesen, die der Reader Scan bei einigen deutschen Tageszeitungen hevorgebracht hat. Man kann vielleicht über die Methodik von Reader Scan streiten, aben wenn es reihenweise Seiten gibt, die eine Lesequote von 0,0 Prozent aufweisen, dann steht doch zuminest eines fest: dass Journalisten über Jahrzehnte konsequenterweise an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigearbeitet haben.

Darüber würde ich mir ein paar warme Gedanken machen. Und nicht darüber, was Blogs alles anrichten.