Archiv für September 2006


VISDP

17. September 2006 - 15:25 Uhr

Eigentlich wollte ich vorhin an dieser Stelle ein paar lobende Worte über VISDP los werden. Hatte mir letzte Woche ein Probeabo bestellt und die dann zugesandte Ausgabe ebenso wie die anderen, die ich zuvor mehr oder minder lose in die Hand bekommen hatte, für ziemlich witzig befunden. Und gerade hatte ich begonnen, mich auf die nächste Ausgabe zu freuen…

Thomas Mrazek schreibt nun, aus dem Heft werde nun eine reine Onlinepublikation, die ausschließlich per PDF versendet werde. Und das, obwohl man mir erst vorgestern schrieb, nach Ablauf des Probeabos wandle sich dieses dann in ein reguläres um? Merkwürdig, das. Wir werden sehen.

Nachtrag, 18.9.: Tatsächlich. VISDP ist schon wieder tot, zumindest als Printobjekt. Interessante Ökonomie, wenn man dann noch Probeabos anbietet und verschickt.

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Dobre den, SZ

16. September 2006 - 15:38 Uhr

Online kostet Geld und bringt nicht viel und lenkt überhaupt von dem ab, was man eigentlich machen möchte. Nämlich Zeitung. Muss doch irgendwie möglich sein, diesen Online-Krempel kostengünstig zu entsorgen. Wenn man so denkt, und offensichtlich denkt man mancherorts in München so, dann kommen schon mal ziemlich eigenartige Gedankenspiele raus.

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Was dieses Blog will

15. September 2006 - 23:13 Uhr

Gerade eben gefunden:

JakBlog

Das Blog zum IT-Recht, Onlinerecht, Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und angrenzenden Rechtsgebieten; informiert mit Beiträgen, Urteilen und Links.
www.blog-cj.de/

Google ist echt komisch, manchmal.

 

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Das Schicksal einer Tageszeitung

15. September 2006 - 15:27 Uhr

Heute rausgegriffen, nicht weil es um die RP als solches geht, sondern weil es sich um eine Meldung handelt, wie wir sie oft gelesen haben in den letzten Jahren und sinngemäß bezogen auf regionale Tageszeitungen noch viel öfter lesen werden. Notabene: Die RP hat sich unlängst erst an einem kleinen Düsseldorfer Lokal-TV beteiligt:
 

Stellen abbauen will die Düsseldorfer Tageszeitung “Rheinische Post“: 65 der rund 650 Arbeitsplätze sollen voraussichtlich zum Jahresende wegfallen. Die Mitarbeiter wurden über den drastischen Einschnitt bereits auf einer Betriebsversammlung informiert. (…) Der Verlag begründet den Stellenabbau mit rückläufigen Anzeigenerlösen, auf die man rechtzeitig reagieren müsse. (kress.de)

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Was der Papst sagte

15. September 2006 - 13:54 Uhr

Alle Welt redet plötzlich über einen Satz, den der Papst bei seinem Besuch in Regensburg mehr beiläufig fallen ließ; ein Zitat eines byzantinischen Kaisers. Dieses Zitat schlägt plötzlich Wellen und weil man sich so gar nicht an diesen einen Satz erinnern kann, der noch dazu bei einem der weniger öffentlichen und spektakulären Auftritte beim Papst-Besuch fiel, würde man ihn gerne noch mal sehen/hören.

Ganz einfaches crossmediales Denken macht´s möglich – man liest die Geschichte bei Spiegel Online und hat den entsprechenden 50-Sekünder als Video sofort griffbereit. So einfach geht das. Simples wie gelungenes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten Journalisten inzwischen offen stehen. Web ist viel, viel mehr als HTML.

Nachtrag: Das bringt einen natürlich auf die Idee, mal nachzusehen, wie dieses Thema von anderen gelöst wird. Focus Online bringt ebenfalls ein Video zum Thema, allerdings ist man dort nicht im Besitz des Originalzitats, weswegen man eine klassische NiF mit ein paar Auftextbildern produziert hat. Gibt Fleiß- und auch Bonuspunkte für den guten Willen; relevanter und interessanter ist aber der Spiegel-Beitrag. n-tv hat gar keine Bewegtbilder, dokumentiert aber wenigstens die umstrittene Passage im Wortlaut; N24 tut nicht einmal das. Bezeichnend übrigens, dass die Bewegtbilder bei Online-Angeboten von Printobjekten zu sehen sind, während sich die Fernsehangebote in vornehmer Zurückhaltung üben.

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Nischenmärkte

14. September 2006 - 17:05 Uhr

Gastvorlesung an einer Fachhochschule, 250 kommende Medienleute im Saal. Ein Exkurs durch das Thema Digitalisierung, im Vorbeigehen die Begriffe YouTube und RSS fallen gelassen. Sie sagten keineswegs jedem etwas – und das muss keineswegs an mangelnder Intelligenz liegen. Nur daran, dass die Dinge von denen wir auch auf dieser Seite immer wieder gerne reden, Zukunft sind – und noch weit entfernt von einem Massenmarkt.

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Altherrenwitz beim Kress

13. September 2006 - 17:33 Uhr

Liebes kress-Team, es ist inzwischen ja unübersehbar, dass ihr einen gewissen Hang zum gepflegten Altherrren-Witz habt. Die Nummer, die ihr gerade live auf eurer Seite habt, ist allerdings nicht mal als ein solcher zu erklären. Es ist ja schon wenig originell, jeden Monat einen Liebling des Monats wählen zu lassen; das macht der Erfinder des selbigen, H. Schmidt, schon seit etlichen Jahren nicht mehr. Dass ihr Lisa Plenske als einen solchen vorschlagt, na gut, dass ihr Eva Herman mit dazu nehmt und sie dabei fälschlicherweise mit zwei “n” schreibt, sei euch auch noch verziehen. Aber dass ihr in diese Auswahl auch noch Yvonne Wussow und Natascha Kampusch nehmt, das ist einfach nur noch unglaublich dumm.

Großartiger Branchendienst seit ihr, Gratulation!

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Weil´s alle tun

13. September 2006 - 13:29 Uhr

Eva Herman hat ein Büchlein geschrieben (schreiben lassen), das an Harm- und Belanglosigkeit vermutlich kaum zu übertreffen ist. Jetzt schreiben alle darüber, weil alle darüber schreiben.

Die erste Auflage mit 50.000 Exemplaren ist übrigens ausverkauft, war heute zu hören. 

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Web 3.0

13. September 2006 - 10:54 Uhr

Schon das zweite Mal in zwei Tagen, dass ich auf Kongresse zum Thema Web 2.0 gestoßen bin – wenn´s erst mal soweit ist, steht der Hype kurz vor dem Überkochen und insofern unterscheidet sich zwonull nicht wirklich von einsnull. Damals hätte man mühelos täglich zu irgendwelchen Kongressen stiefeln können und die Anfragen, die nahezu täglich kamen, ob man nicht irgendwo als Panelist auftreten könnte, waren ungezählt. BTW: Die Kongresse erstaunten mich immer wieder – da bezahlten die Leute einen Haufen Geld, um dann irgendwie belämmert aus der Wäsche zu schauen, wenn man ihnen nicht exakt das erzählte, was sie hören wollten.Die Gefahr besteht übrigens bei den Kongressen, die ich jetzt ausfindig gemacht habe, nicht. Das Podium ist, sagen wir mal so – sehr zwonull-affin. Und man darf, wie es sich bei Zwonull so gehört, das Programm selbst mitbestimmen.

Der Punkt ist, dass sich Web 2.0 (whatever this means) spätestens ab jetzt verändern wird. Es verliert seinen ursprünglichen, radikalen und wenn man so will basisdemokratischen Charakter. Stattdessen wird es in Beschlag genommen von der Kommerzialisierung, Web 3.0 sozusagen. Der sozialromantische Gedanke, man teile nahezu alles miteinander, mache den Weg für fließende Informationen und explodierendes Wissen und demokratisches Publizieren für jedermann frei, wird bei Zwonull genauso scheitern wie bei einsnull.  Und einiges andere wird auch scheitern – nämlich all jenes, was sich einfach mal das Label Zwonull draufgepappt hat, leider aber irgendwie nicht bis zum Ende gedacht ist. Auch in dieser Beziehung ist der Unterschied zwischen Zwo und Eins gar nicht so groß wie gerne behauptet wird.

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Marktführer

13. September 2006 - 9:36 Uhr

Bei allem, was man an Spiegel Online durchaus kritisieren kann – nimmt man sich mal die drei neusten (Re-)Launches der Branche vor, dann weiß man, warum die Hamburger Marktführer sind. So sehr sich Ö24 und N24 mit Neustart und Relaunch auch ins Zeug legen, SPON bleibt unangetastet. Was ganz sicher auch auf die für Online-Redaktionsverhältnisse enormen Ressourcen dort zurückzuführen ist. Aber so tickt nun mal auch journalistische Ökonomie: Erfolg erfordert Investition, und Investition heißt eben auch Investition in Journalismus. Und, so bizarr das klingen mag: Klasse ist schön und gut – wenn man es mit dem Marktführer aufnehmen will, braucht man eben aber auch Masse.

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