Archiv für Oktober 2006


US-Zeitungen verlieren – dramatisch

31. Oktober 2006 - 12:39 Uhr

Keine wirkliche Überraschung, nur eine Bestätigung: Die US-Zeitungen haben so viel Auflage verloren wie seit 1991 nicht mehr. Und passend dazu teilt die NYT mit,  ihre (immer noch vorzügliche) Online-Ausgabe habe nunmehr erstmals mehr Leser als die gedruckte Ausgabe. Medienrealitäten, 2006.

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Meinten Sie Broadcast?

31. Oktober 2006 - 10:34 Uhr

Im Nachgang zu den BBC-Radio-Newspods mal auf der ARD-Radio-Seite geschaut, ob sich was Vergleichbares findet, eine Art ARD-Podcast-Portal sozusagen. Hab die intensivere Recherche dann aber aufgegeben, als beim Suchbgriff “Podcast” die Frage “Meinen Sie Broadcast?” zu Beginn der Ergebnisseite kam.

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Alles über Kaffee

31. Oktober 2006 - 10:29 Uhr

Alles über Kaffee titelt das FaktenFaktenFakten-Magazin in dieser Woche und Antenne Bayern überrascht uns am selben Tag mit einem Zweiminüter über die unglaublich gefährlichen “Dämmerungseinbrecher”, die immer dann “blitzschnell” zuschlagen, wenn es dämmert, und das vor allem in der jetzigen Jahreszeit, wo es mehr und schneller dämmert als sonst und die Dämmerungseinbrecher deswegen noch gefährlicher sind, uaaah. Und dann wundern wir uns alle darüber, dass Medien irgendwie ein bisschen an Relevanz verloren haben und generell gerne als ein wenig beliebig abgetan werden können.

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Youtube.de

30. Oktober 2006 - 10:34 Uhr

Das hier werden sie bei YouTube nicht so ganz gerne sehen. Glaub ich.

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BBC Newspod

28. Oktober 2006 - 10:41 Uhr

Jeden Tag hörenswert: der BBC Radio Newspod. Eine Art Best-of aus den täglichen BBC-Radioprogrammen, der BBC-Ideologie der ständigen Verfügbarkeit von Inhalten konsequent folgend als Podcast zur Verfügung gestellt. Strategisch hochgradig gut und zukunftsorientiert, inhaltlich über jeden Zweifel erhaben.

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Crisis? Wot Crisis?

26. Oktober 2006 - 7:57 Uhr

Es gibt jetzt inzwischen ein paar Zeitungen, die zumeist von Agenturen gelieferte, ziemlich unregelmäßig aktualisierte und nach den Grundsätzen der Beliebigkeit zusammengestellte TV-Nachrichten-Schnipsel einkaufen und sie dann online stellen.

Der Verlegerverband nennt das dann IP-TV und meint deshalb, man sei gut aufgestellt und es gebe doch, verflixt noch mal, gar keine Zeitungskrise.

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Sender vs. YouTube

25. Oktober 2006 - 16:59 Uhr

Eines der spannendsten Duelle der letzten Monate: Die meisten deutschen TV-Sender lassen (Quelle: kress) derzeit ihre Rechtsabteilungen mögliche Konsequenzen gegen YouTube prüfen. War nicht anders zu erwarten, schließlich gibt es gegen digitale Fluten nur zwei Wege, entweder klagen oder sich die neuen Plattformen in Form von Kooperation selber zunutze machen. Eine Menge Sender in den USA sind den letzteren Weg gegangen, es wird interessant sein zu beobachten, wie das anstehende Hase-Igel-Duell mit den deutschen TV-Betreibern ausgehen wird.

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Zeitungen, neu erfunden

24. Oktober 2006 - 10:40 Uhr

Längere Zugfahrten haben einen Vorteil: Man liest lieber Zeitung als Laptop. Weswegen mir gestern endlich mal eine “Österreich” in die Finger gefallen ist und ich Zeit und Muße hatte, das Ding mal zu studieren.

Vorweg: Österreich ist für mich der Inbegriff der Problematik von Zeitungen. Angekündigt war immerhin so eine Art Neuerfindung des Tageszeitung. Herausgekommen ist ein buntes Sammelsourium von Dingen, die in dieser Zusammensetzung alles andere sind als neu oder aufregend. Dem Wahn der knallebunten Infografik ist der Focus schon vor 15 Jahren verfallen, dafür braucht´s Österreich nicht. Über kleine, handlichere Formate redet man auch schon lange genug. Nichts neues also auch das. Inhaltlich kommt Österreich ziemlich unentschlossen des Wegs. Ein bisschen Welt kompakt, ein bisschen Magazin, viele kurze, bunte Häppchen, aber das alles bedauerlicherweise auch für ein Boulevardblatt mit reichlich wenig Substanz. Das heißt, halt, eigentlich will Österreich ja gar kein wirkliches Boulevardblatt sein – aber was ist es dann?

Möglicherweise steht also Österreich exemplarisch für die Zeitungsproblematik. Während die Entwicklung im Netz rast und jeden Tag neue, manchmal spannende, manchmal unspannende Dinge passieren, sind Zeitungen irgendwie ein Verschiebebahnhof von Stilmitteln geworden.  Farbiger wirds nicht mehr, der zeitliche Rückstand gegenüber den elektronischen Medien ist auch nicht mehr aufzuholen; demzufolge es wohl die inhaltliche Substanz sein wird, die über ihr Wohl und Wehe entscheidet. Man sollte jedenfalls keinem Blattmacher glauben, wenn er behauptet, die Tageszeitung mal eben neu erfunden zu haben.

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Online wirkt

23. Oktober 2006 - 17:47 Uhr

Um fast 60 Prozent legt die Online-Werbung auch in diesem Jahr wieder zu. Zugegeben, immer noch von einem niedrigeren Niveau als viele andere kommend, dafür aber im immer noch ungebrochen atemberaubenden Tempo. The trend is your friend.

Und wer sagt´s jetzt den Verlegern, die bei den Medientagen die Auffassung vertraten, die Verlage hätten ihre Hausaufgaben genmacht und von einer Zeitungskrise könne mithin keine Rede sein?

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Medientage, Berichterstattung

23. Oktober 2006 - 9:21 Uhr

Erstaunliche Dinge in der Berichterstattung über die Medientage gelesen: “Verdrängt das Internet das Fernsehen?”, fragen die einen fünfspaltig aufgebrezelt, während sich die anderen ernsthaft der Feststellung widmen, man müsse sich dem Internet als neuen Vertriebskanal widmen. Und einer ist sogar ernsthaft der Meinung, das Radio werde der eigentliche, wirkliche und ganz große Gewinner der Digitalisierung sein.

Nunja…in ein paar Tagen haben sie sich alle wieder eingekriegt und dann diskutieren wir wieder etwas ernsthafter. Bis zu den nächsten Medientagen. 

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