Archive for Februar, 2007
Abgesang auf den Hobbyjournalisten
Die Readers Edition funktioniert nicht und sie wird es auch nie tun. Ich habe das hier schon ein paar mal geschrieben und ich bin beileibe nicht der einzige. Journalismus ist nun mal keine Spielwiese für begabte Hobbyschreiber, sondern – wenn man es richtig macht – harte und gelegentlich auch komplizierte Arbeit. Deswegen muss man ja nicht wieder zum alten, monologisierenden Prinzip zurückkehren, aber jeden schreiben und filmen zu lassen, was er eben will, das zu sammeln und irgendwo zu publizieren, das ergibt dann bestenfalls eine Ansammlung von Texten oder Filmen, aber es ergibt keinen Journalismus. Im schlimmsten Fall ergibt es den Versuch, kostenlose Inhalte zu generieren und selbst dran zu verdienen; das, was man so uncharmant AAL nennt.
Und wieso die RE nicht nur für Journalisten, sondern auch für den ganz normalen Nutzer keinen Klick wert ist, steht ausführlich hier beschrieben.
Der schönste Claim…
Den besten Claim, den man als Zeitung nur haben kann, leistet sich mal wieder das gedruckte Satire-Wunder:
Titanic – garantiert ohne Blogs.
Zeitungen und Videos (2)…
…und…äh….einem Beleg, warum Videos als Selbstzweck…äh….nicht immer….also…
(Danke an Thomas Mrazek)
Zeitungen und Videos…
….alles zum Thema in einem Journalist-Artikel von Thomas Mrazek. (Zugegeben: Ja, ich geb da auch meinen Senf dazu).
Wer braucht schon Zeitungen…?
Premierarena
Premiere ist jetzt dann Arena. Oder umgekehrt. Oder so. Zwei sind jedenfalls einer zuviel auf einem derart engen Markt.
Zu Vanity Fair…
…hat inzwischen fast jeder fast alles gesagt. Und viel kann man zu ihr auch nicht sagen, außer, dass die Mechanismen von Hypes immer wieder erstaunlich sind.
Wegen diesem Ding war jetzt die ganze Branche in heller Aufregung? Till Schweiger auf dem Titel – und der inhaltliche Knaller ist das “Geständnis”, dass Schweiger irgendeine Pillengeschichte bestätigt, die Lauterbach schon vor hundert Jahren in seinem Buch und die dann auch in der “Bild” lustvoll…irgendwann Anfang 2006 war das.
Noch langweiliger als Park Avenue, und das heißt was.
Rabatte und Privilegien und VIP-Status
Angesichts solcher Anpreisungen und dem Fokus darauf, dass man als Journalist und dem entsprechenden Rabattkärtchen Presseausweis allerlei Vergünstigungen einstreichen kann und wahlweise einen priveligierten oder gar einen VIP-Status erhalten kann, sollte man sich über ein latentes Schmarotzer-Image von Journalisten nicht so sehr wundern. Und auch nicht darüber, dass mit der Vergabe der Rabattkärtchen inzwischen deutlich restriktiver umgegangen wird.
7 Zeilen, 3 Fehler
In einer siebenzeiligen Meldung drei eklatante, sachliche Fehler machen – ein echtes Kunststück, das nicht viele vollbringen. Insofern: Gratulation, “journalist”, die Zeitung “von Journalisten für Journalisten”.
Muss ich mir jetzt Sorgen um unseren Berufsstand machen?
Auflage Tageszeitungen
Gerade die neuesten Auflagezahlen der 20 größten Tageszeitungen in Deutschland aus dem 4. Quartal 2006 gelesen.
Und nein – zugelegt hat keine. Keine einzige.