Archive for April, 2007
VJ´s bei Zeitungen
Hochauflösende Videopodcasts, Fotografen als VJ´s, bewegte Bilder als echter Mehrwert für Printmedien – was bei uns bisher nur rudimentär versucht wird, ist in den USA selbst bei Branchengrößen wie der Washington Post inzwischen gang und gäbe. Und es ist keine allzu gewagte Prognose zu behaupten, dass in einigen Jahren auch bei uns ein durchschnittliches 3000-Euro-VJ-Equipment in jeder durchschnittlichen Tageszeitungsredaktion rumstehen wird.
Mehr dazu hier.
Der kommunale Haushalt und die Gerichtsreportage als solche
Gerade mal wieder ein paar Blicke auf die Aus- und Weiterbildungsangebote für Journalisten geworfen, einmal querbeet durchs ganze Land sozusagen. In der Tat sehr schön: Der kommunale Haushalt, die Gerichtsreportage, der Kommentar, das Feature (nix gegen das Feature, zu dem Thema durfte ich selbst mal einen ganzen, echten Buchbeitrag verfassen), Layout für Tageszeitungen, Kommentar II, Feature für Fortgeschrittene, Medienethik, Medienethik II…
…noch Bedarf für mehr…?
…das Interview, die Glosse, Nachrichtentexten, Moderationen, Sprechen fürs Radio, Sprechen fürs Fernsehen, Photoshop, Recherchieren im Internet. Und noch ganz vieles anderes.
Komisch, irgendwie fehlen mir da ein paar essentielle Dinge. Kann das sein, dass die old school auch bei Aus- und Weiterbildungsthemen irgendwie ein bisschen dominat ist?
Vanity leer
Alle machen sich gerade über Vanity Fair sowohl gedruckt als auch in der Onlineausgabe lustig, sogar solche, die sonst nie und nimmer einer Meinung sind. Also ist man nochmal gnädig und schaut, trotz Erfahrungen, die einem das Gegenteil gebieten würden, nochmal auf der Onlineseite des Magazins nach…
Und was passiert? Verblüffend, diese Zuverlässigkeit. Totalabschuss des Rechners, wie immer. Präzise wie ein Uhrwerk.
Weswegen hier erstmal nix mehr über Vanityfair.de zu lesen sein wird. Dieses ständige Neustarten des Rechners nervt irgendwann.
Joost
Nach einigen Monaten des mehr oder weniger intensiven Beta-Testens würde ich mich fast festlegen wollen: Eine Geschichte wie joost ist die Zukunft des Fernsehens. Weil es ähnlichen Prinzipien folgt wie Skype: it works, so hat Skype mal anfangs beschrieben, wieso man sich für diese Form der IP-Telefonie entscheiden sollte. It works, das gilt auch für joost. Die Navigation ist selbsterklärend, die interaktiven Tools sind naheliegend, nerven nicht rum, wenn man gerade mal nicht kommunizieren will. Und überhaupt läuft das Teil erstaunlich stabil. Aus den Zeiten, als ich noch aktiv am Mäxchen rumgeschraubt habe, weiß ich, dass das die Grundlage von allem, aber leider nicht immer selbstverständlich ist.
Inhalte, natürlich. Die wird joost brauchen, niemand schaut schließlich auf einen Schirm aus reinem Selbstzweck. Aber die wird joost bekommen über kurz oder lang. Und dann kann sich Premiere schon mal nach einem geeigneten Bestattungsort umschauen.
Spon-Teaser (5)
Zur Pause lagen sie noch hinten, nun führen die Bremer: Ein Däne und ein Schwede haben für die Grün-Weißen die Tore geschossen.
Prima. Und wenn euch mal die Ideen ausgehen, hier noch ein paar Standards:
- Ein blonder und ein dunkelhaaariger Spieler.
- Ein schlauer und ein dummer Spieler.
- Ein 20jähriger und ein 30jähriger Spieler.
- Ein Linksfuß und ein Rechtsfuß
- Pat und Patachon.
- Dick und Doof.
Download mit Versandkosten
Liebe Freunde beim kress und bei brigitte.de, seit heute nachmittag stehe ich vor einem Rätsel. Wieso fallen für einen “Hörbuch-Download” Versandkosten an und wieso wollt ihr mir den Download nach Hause schicken? Ist der Download dann schöner verpackt, sehen die rund 100 MB dann besser aus? Wieso sind “einige Produkte” (Downloads) nach Deutschland nicht lieferbar?
Und kann ich mir die dann auch ins Wohnzimmerregal stellen?
Knut ist kein Bär
In echt ist Knut ein Ei. Leider.
(PS: Sachma, Stefan, musste das wirklich sein, uns auch noch diese Illusion zu rauben??)
Pressemitteilungsdeutsch
Ich liebe Pressemitteilungen. Dieses verschwurbelte Deutsch und die einmalige Kunst zur heillosen Selbstüberhöhung haben meistens was realsatirisches. Heute ein besonders chices Exemplar vor die Augen bekommen: In fünf Zeilen dreimal die Formulierungen “deutlich übetroffen”, “deutlich über Plan” und “deutlicher Anstieg”. Selbstverständlich, ohne dabei auch nur eine einzige Zahl zu nennen, weder in Prozenten noch absolut.
Wunderbar. Als geübter Leser von Pressemitteilungen weiß man, was als nächstes dann ansteht. Exitus Blattschuss.
Werbung und Redaktion
Ich möchte mich ja nicht auf die Freunde von sueddeutsche.de einschießen, aber das hier ist für das selbsternannte Qualitätsmedium schon ein ziemlicb starkes Stück: Man findet auf der Startseite einen Teaser darüber, was man über die Beschaffenheit von Autoreifen wissen müsse – und landet beim Klick dann auf auf einer Geschichte, die uns unverkennbar von “Continental präsentiert” wird. Einen offensichtlichen Werbetext, der am Schluss auch noch erkennbar als “pressinform” gekennzeichnet wird, ohne Kenntlichmachung auf der Startseite als redaktionellen Beitrag anzutexten – mit der Trennung von Redaktion und Werbung nimmt man da es wohl eher ungenau, wie?
Alpha sein ist doof
Zweifelsohne armseligster Satz meiner heutigen Blog-Stippvisiten:
A-Blogger-sein ist schöner als C-Blogger sein.
Dafür gibts nicht mal einen Link und auch keine namentliche Erwähnung, man ahnt auch so, von wem diese manische Alphagestammel kommt.