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	<title>Kommentare zu: Journalisten-Reflexe</title>
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	<description>Anmerkungen eines Medienmenschen</description>
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		<title>Von: cjakubetz</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/05/14/journalisten-reflexe/comment-page-1/#comment-6612</link>
		<dc:creator>cjakubetz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 May 2007 06:10:48 +0000</pubDate>
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		<description>Wir stimmen in vielem, was Sie schreiben, überein. Mein Eindruck von Poseners Beitrag war allerdings nicht, dass er sich primär mit der &quot;Bild&quot; auseinandersetzt. Posener hat der Person Diekmann eine reingezimmert (und den Journalismus des von ihm verantworteten Blattes am Rande gestreift). Das stört mich. Dass sich die Bild alleine schon wegen ihrer schieren Größe, Macht und Marktposition besondere Beobachtung und Kritik gefallen lassen muss, liegt in der Natur der Sache. Und weil Sie gerade das Thema Bildblog ansprechen: Ich finde es ok, was die dort tun, ich kann sogar damit leben, wenn zum 17. Mal Fehler der Kategorie &quot;Oliver Kahn ist nicht 37, sondern 38&quot; erwähnt werden. Die Diekmann-Foto-Aktion fand ich allerdings grundverkehrt. Aus den selben Gründen, aus denen ich Poseners Aktion nicht mochte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir stimmen in vielem, was Sie schreiben, überein. Mein Eindruck von Poseners Beitrag war allerdings nicht, dass er sich primär mit der &#8220;Bild&#8221; auseinandersetzt. Posener hat der Person Diekmann eine reingezimmert (und den Journalismus des von ihm verantworteten Blattes am Rande gestreift). Das stört mich. Dass sich die Bild alleine schon wegen ihrer schieren Größe, Macht und Marktposition besondere Beobachtung und Kritik gefallen lassen muss, liegt in der Natur der Sache. Und weil Sie gerade das Thema Bildblog ansprechen: Ich finde es ok, was die dort tun, ich kann sogar damit leben, wenn zum 17. Mal Fehler der Kategorie &#8220;Oliver Kahn ist nicht 37, sondern 38&#8243; erwähnt werden. Die Diekmann-Foto-Aktion fand ich allerdings grundverkehrt. Aus den selben Gründen, aus denen ich Poseners Aktion nicht mochte.</p>
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		<title>Von: Schwach</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/05/14/journalisten-reflexe/comment-page-1/#comment-6611</link>
		<dc:creator>Schwach</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 May 2007 19:26:19 +0000</pubDate>
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		<description>Zitat:&quot;Es gibt nichts Einfacheres, als auf Diekmann und die Bild zu schießen. 
Das ist kein Heldentum, weil mir der Applaus fast aller sicher ist und ich 
keine ernsthafte Debatte zu fürchten brauche.&quot;

Es gibt nichts Einfacheres? Natürlich. Aber sollte man deshalb aufhören zu schießen? Nein.

Es hat auch nichts mit Heldentum oder Applaus zu tun, sondern einfach und allein mit der alltäglichen Wut über die &quot;Bild&quot;.

Es geht - zumindest mir - nicht um schwarze Mafia, sondern einfach und allein um die &quot;Bild&quot;,  wie sie agiert, wie sie Journalismus versteht und wie sie selbst aus allen Rohren schießt. Also schießt man zurück, weil man einen Berufsethos hat.

Natürlich war der Beitrag nicht nicht kollegial -  jeder andere Verlag hätte ähnlich reagiert und ihn gelöscht. Die Forderung, der Beitrag hätte zu einer Debatte auf &quot;Welt Online&quot; genutzt werden können, ist insoweit unsinnig. Richtig, man macht doch sein Produkt auf den eigenen Internet-Seiten nicht kaputt.

Aber trotzdem kann sich die kritische Öffentlichkeit freuen, dass die &quot;Bild&quot; aus dem Springer-Verlag heraus eins aufs Haupt bekommt.

Zitat: Ich konnte nichts Substantielles in dieser Geschichte entdecken.

Nein? Vielleicht, weil Ihnen der Journalismus der &quot;Bild&quot; hinlänglich bekannt ist?  Soll man trotzdem aufhören, ihn zu kritisieren, ihn zu hinterfragen und ihn auch dem nicht so gut informierten Bürger offen zulegen? Nein. Es geht nicht um links/rechts, sondern um guten Journalismus.

Zitat: Aber brauche ich das und gehört dazu auch nur ein Fünckchen Courage?

Courage? Nein. Braucht die Öffentlichkeit es? Ja.

Natürlich sind wir Journalisten mit dafür verantworlich, dass die &quot;Bild&quot; täglich einen so großen Raum bekommt.
Trotzdem hat die Art und Weise, wie die &quot;Bild&quot; Journalismus betreibt, nichts mit Anstand zu tun, den 
Sie einfordern.

Wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus. Leider immer noch viel zu selten.

Zitat: Riehl-Heyse schrieb, niemand würde beispielsweise von der Metzgerinnung bei deren Hauptversammlung erwarten, 
dass sie sich öffentlich kasteie, weil irgendjemand mal schlechtes Fleisch ausgeliefert habe (sinngemäß). Nur wir Journalisten sollen uns immer öffentlich selbst auspeitschen, wenn was schief läuft.

Von Schieflaufen in Form von unbeabsichtigen und verzeihbaren Fehlern unter Kollegen kann keine Rede sein. 
Natürlich geißelt die Metzgerinnung ein echtes Schwarzes Scharf in der Branche. Wenn sie es nicht tun würde, wäre sie auch äußerst naiv. Die gesmte Branche käme sonst im Mißkredit. 

Die &quot;Bild&quot; ist das Schwarze Schaf unter den Zeitungen. Dass die Kritik nicht unbedingt aus dem eigenen Metzgerladen 
kommen muss, mag richtig sein. Aber die Konkurrenz und die Öffentlichkeit kann und muss dies tun. 

Dass zum Beispiel der wichtige &quot;Bildblog&quot; oft oberlehrerhaft und mit erhobenen Zeigefinger daherkommt, ist dabei verzeichlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zitat:&#8221;Es gibt nichts Einfacheres, als auf Diekmann und die Bild zu schießen.<br />
Das ist kein Heldentum, weil mir der Applaus fast aller sicher ist und ich<br />
keine ernsthafte Debatte zu fürchten brauche.&#8221;</p>
<p>Es gibt nichts Einfacheres? Natürlich. Aber sollte man deshalb aufhören zu schießen? Nein.</p>
<p>Es hat auch nichts mit Heldentum oder Applaus zu tun, sondern einfach und allein mit der alltäglichen Wut über die &#8220;Bild&#8221;.</p>
<p>Es geht &#8211; zumindest mir &#8211; nicht um schwarze Mafia, sondern einfach und allein um die &#8220;Bild&#8221;,  wie sie agiert, wie sie Journalismus versteht und wie sie selbst aus allen Rohren schießt. Also schießt man zurück, weil man einen Berufsethos hat.</p>
<p>Natürlich war der Beitrag nicht nicht kollegial &#8211;  jeder andere Verlag hätte ähnlich reagiert und ihn gelöscht. Die Forderung, der Beitrag hätte zu einer Debatte auf &#8220;Welt Online&#8221; genutzt werden können, ist insoweit unsinnig. Richtig, man macht doch sein Produkt auf den eigenen Internet-Seiten nicht kaputt.</p>
<p>Aber trotzdem kann sich die kritische Öffentlichkeit freuen, dass die &#8220;Bild&#8221; aus dem Springer-Verlag heraus eins aufs Haupt bekommt.</p>
<p>Zitat: Ich konnte nichts Substantielles in dieser Geschichte entdecken.</p>
<p>Nein? Vielleicht, weil Ihnen der Journalismus der &#8220;Bild&#8221; hinlänglich bekannt ist?  Soll man trotzdem aufhören, ihn zu kritisieren, ihn zu hinterfragen und ihn auch dem nicht so gut informierten Bürger offen zulegen? Nein. Es geht nicht um links/rechts, sondern um guten Journalismus.</p>
<p>Zitat: Aber brauche ich das und gehört dazu auch nur ein Fünckchen Courage?</p>
<p>Courage? Nein. Braucht die Öffentlichkeit es? Ja.</p>
<p>Natürlich sind wir Journalisten mit dafür verantworlich, dass die &#8220;Bild&#8221; täglich einen so großen Raum bekommt.<br />
Trotzdem hat die Art und Weise, wie die &#8220;Bild&#8221; Journalismus betreibt, nichts mit Anstand zu tun, den<br />
Sie einfordern.</p>
<p>Wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus. Leider immer noch viel zu selten.</p>
<p>Zitat: Riehl-Heyse schrieb, niemand würde beispielsweise von der Metzgerinnung bei deren Hauptversammlung erwarten,<br />
dass sie sich öffentlich kasteie, weil irgendjemand mal schlechtes Fleisch ausgeliefert habe (sinngemäß). Nur wir Journalisten sollen uns immer öffentlich selbst auspeitschen, wenn was schief läuft.</p>
<p>Von Schieflaufen in Form von unbeabsichtigen und verzeihbaren Fehlern unter Kollegen kann keine Rede sein.<br />
Natürlich geißelt die Metzgerinnung ein echtes Schwarzes Scharf in der Branche. Wenn sie es nicht tun würde, wäre sie auch äußerst naiv. Die gesmte Branche käme sonst im Mißkredit. </p>
<p>Die &#8220;Bild&#8221; ist das Schwarze Schaf unter den Zeitungen. Dass die Kritik nicht unbedingt aus dem eigenen Metzgerladen<br />
kommen muss, mag richtig sein. Aber die Konkurrenz und die Öffentlichkeit kann und muss dies tun. </p>
<p>Dass zum Beispiel der wichtige &#8220;Bildblog&#8221; oft oberlehrerhaft und mit erhobenen Zeigefinger daherkommt, ist dabei verzeichlich.</p>
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	<item>
		<title>Von: cjakubetz</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/05/14/journalisten-reflexe/comment-page-1/#comment-6607</link>
		<dc:creator>cjakubetz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2007 10:39:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blog-cj.de/blog/?p=729#comment-6607</guid>
		<description>@Ronnie und Florian: Das Löschen der Beiträge war der GAU, natürlich. Entsprechend ist auch das Feedback. Zurecht. Ich wollte auch keine Diekmann-Bild-Verteidigungsrede schreiben, das will und braucht der nicht. Ich habe nur Bauchweh mit dem Märtyrer-Mythos Posener.
@Ronnie: Mit Schneider hatte ich schon mal eine kurze Debatte. Auf Springers Jepblog, übrigens, unter der Überschrift &quot;Prallkisssen statt Airbag&quot; nachzulesen. Nach meiner zweiten Antwort war Herr Schneider entweder eingeschnappt oder er befand mich nicht würdig, mit ihm auf Augenhöhe zu debattieren. Ich hatte mal vor Jahren ein Seminar mit ihm besucht, dort war mein Eindruck ein ähnlicher. Schneider gibt Tagesbefehle. Aber er lässt nicht mit sich diskutueren. Darüber freuen sich dann alle und sagen: Schneider, der Unerbittliche. So kann das natürlich auch sehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ronnie und Florian: Das Löschen der Beiträge war der GAU, natürlich. Entsprechend ist auch das Feedback. Zurecht. Ich wollte auch keine Diekmann-Bild-Verteidigungsrede schreiben, das will und braucht der nicht. Ich habe nur Bauchweh mit dem Märtyrer-Mythos Posener.<br />
@Ronnie: Mit Schneider hatte ich schon mal eine kurze Debatte. Auf Springers Jepblog, übrigens, unter der Überschrift &#8220;Prallkisssen statt Airbag&#8221; nachzulesen. Nach meiner zweiten Antwort war Herr Schneider entweder eingeschnappt oder er befand mich nicht würdig, mit ihm auf Augenhöhe zu debattieren. Ich hatte mal vor Jahren ein Seminar mit ihm besucht, dort war mein Eindruck ein ähnlicher. Schneider gibt Tagesbefehle. Aber er lässt nicht mit sich diskutueren. Darüber freuen sich dann alle und sagen: Schneider, der Unerbittliche. So kann das natürlich auch sehen.</p>
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		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/05/14/journalisten-reflexe/comment-page-1/#comment-6606</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2007 09:21:35 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist ganz egal, welcher Verlag dahintersteht. Aber eine Debattenplattform, die ihre selbst eingestellten Beiträge wieder löscht, ist nur bedingt glaubwürdig. Vor allem, wenn der Text schon längst draussen ist, also faktisch gar nicht mehr gelöscht werden kann. Warum hat nicht Diekmann einen Kommentar gemacht im betreffenden Weblogeintrag? So hätte man Meinungspluralität gelebt. Stattdessen hat man ungewollt zugegeben, dass man eigentlich gar keine Debatte wünscht. Warum man dann aber ein Debattenportal aufsetzt, bleibt unerklärlich.

Einen Text von einem, &quot;der sich Schneider entgegen stellt und mit ihm eine Debatte über einen solchen Unfug führt&quot;, würde ich gerne lesen. Wollen Sie nicht einen schreiben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ganz egal, welcher Verlag dahintersteht. Aber eine Debattenplattform, die ihre selbst eingestellten Beiträge wieder löscht, ist nur bedingt glaubwürdig. Vor allem, wenn der Text schon längst draussen ist, also faktisch gar nicht mehr gelöscht werden kann. Warum hat nicht Diekmann einen Kommentar gemacht im betreffenden Weblogeintrag? So hätte man Meinungspluralität gelebt. Stattdessen hat man ungewollt zugegeben, dass man eigentlich gar keine Debatte wünscht. Warum man dann aber ein Debattenportal aufsetzt, bleibt unerklärlich.</p>
<p>Einen Text von einem, &#8220;der sich Schneider entgegen stellt und mit ihm eine Debatte über einen solchen Unfug führt&#8221;, würde ich gerne lesen. Wollen Sie nicht einen schreiben?</p>
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	<item>
		<title>Von: Florian</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/05/14/journalisten-reflexe/comment-page-1/#comment-6605</link>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2007 08:50:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blog-cj.de/blog/?p=729#comment-6605</guid>
		<description>Hallo Christian,

Reflexe sind da im Spiel, ja mei. Aber:
Zu 1.: Klar ist es grundsätzlich nicht heroisch, gegen Bild/Diekmann zu schreiben - Du ignorierst aber, daß es im Schwesterblatt stattgefunden hat. Das ist schon bemerkenswert, finde ich.

Zu 2.: Kollegial war Poseners Beitrag sicher nicht, nein. Aber soll man ihn deshalb löschen? Denn darum geht es doch; und nicht darum, ob Posener einen brillanten Beitrag verfaßt hat oder unhöflich war.

Zu 3.: Bild und Welt sind zwei unterschiedliche Titel, und doch, das Argument zählt, auch wenn irgendjemand bei anderer Gelegenheit die Welt für die Bild in Sippenhaft nimmt. Und wenn man sich unter dem Namen &quot;Debatte&quot; die edle und freie Kontroverse auf die Fahne schreibt, dann soll man diese auch befördern, wenn es um ein Produkt aus dem gleichen Hause geht, ja.

Zu 4.: Wo soll ich unterschreiben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Christian,</p>
<p>Reflexe sind da im Spiel, ja mei. Aber:<br />
Zu 1.: Klar ist es grundsätzlich nicht heroisch, gegen Bild/Diekmann zu schreiben &#8211; Du ignorierst aber, daß es im Schwesterblatt stattgefunden hat. Das ist schon bemerkenswert, finde ich.</p>
<p>Zu 2.: Kollegial war Poseners Beitrag sicher nicht, nein. Aber soll man ihn deshalb löschen? Denn darum geht es doch; und nicht darum, ob Posener einen brillanten Beitrag verfaßt hat oder unhöflich war.</p>
<p>Zu 3.: Bild und Welt sind zwei unterschiedliche Titel, und doch, das Argument zählt, auch wenn irgendjemand bei anderer Gelegenheit die Welt für die Bild in Sippenhaft nimmt. Und wenn man sich unter dem Namen &#8220;Debatte&#8221; die edle und freie Kontroverse auf die Fahne schreibt, dann soll man diese auch befördern, wenn es um ein Produkt aus dem gleichen Hause geht, ja.</p>
<p>Zu 4.: Wo soll ich unterschreiben?</p>
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