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	<title>Kommentare zu: Diplom-Korinthenk&#8230;</title>
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	<description>Anmerkungen eines Medienmenschen</description>
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		<title>Von: Joern</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6832</link>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 12:46:10 +0000</pubDate>
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		<description>Ich frage mich gerade was man mehr Auslachen sollte: Leute die lange Absätze über Kleinigkeiten schreiben oder Leute die lange Absätze darüber schreiben das andere Leute lange Absätze über Kleinigkeiten schreiben. Ganz grosses Kino, ehrlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich gerade was man mehr Auslachen sollte: Leute die lange Absätze über Kleinigkeiten schreiben oder Leute die lange Absätze darüber schreiben das andere Leute lange Absätze über Kleinigkeiten schreiben. Ganz grosses Kino, ehrlich.</p>
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		<title>Von: Horst Müller</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6821</link>
		<dc:creator>Horst Müller</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 07:02:16 +0000</pubDate>
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		<description>Schön, nachdem nun vermeintlich verletzte Eitelkeiten sachlich ausdiskutiert wurden, können sich gestandene Medienjournalisten wieder den wirklich wichtigen Dingen zuwenden. Ich brauche dringend Unterstützung beim &quot;Windmühlenkampf&quot; gegen die kleinen und großen Schweinereien in deutschen Radios. Stelle gern Infos, Material und Know how zur Verfügung - verlange dafür weder Honorar noch Links und/oder Erwähnung zu/von blogmedien. Danke an Christian Jakubetz, dass in JakBlog die Frühaufstehübung von Antenne Bayern thematisiert wurde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schön, nachdem nun vermeintlich verletzte Eitelkeiten sachlich ausdiskutiert wurden, können sich gestandene Medienjournalisten wieder den wirklich wichtigen Dingen zuwenden. Ich brauche dringend Unterstützung beim &#8220;Windmühlenkampf&#8221; gegen die kleinen und großen Schweinereien in deutschen Radios. Stelle gern Infos, Material und Know how zur Verfügung &#8211; verlange dafür weder Honorar noch Links und/oder Erwähnung zu/von blogmedien. Danke an Christian Jakubetz, dass in JakBlog die Frühaufstehübung von Antenne Bayern thematisiert wurde.</p>
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		<title>Von: stefan niggemeier</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6820</link>
		<dc:creator>stefan niggemeier</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 20:12:39 +0000</pubDate>
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		<description>noch einmal: wir sind nicht sakrosankt, und mit ein ganz bisschen recherche könntest du das auch nachvollziehen. (schade, dass du auf keinen einzigen meiner punkte eingegangen bist.)

aber ich versteh deine letzte frage schon, und, ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. dagegen spricht, dass die zeitungen auch vorher schon fast nicht über die &quot;bild&quot;-skandale berichtet haben. die begründung: &quot;wir müssen ja nicht mehr, macht bildblog ja schon&quot;, kann also nicht stimmen. zeitungen greifen ja manchmal eher die kleinigkeiten von uns auf; wagners 180-grad-wende in sachen tour-de-france-übertragung ist von mehreren medien aufgegriffen worden, unsere widerlegung der mär, dass beim grand-prix der ostblock sich selbst zum sieg gemauschelt hat, war auch sehr populär.

ich glaube, nicht lachen, dass &quot;bild&quot; sakrosankt ist. ich weiß von nachrichtenagenturen, dass die gerne mal die ein oder andere meldung von uns aufgreifen würden, es aber nicht können, weil sie sich nicht mit &quot;bild&quot; anlegen dürfen. der öffentlich-rechtliche rundfunk (abgesehen von &quot;zapp&quot;) traut sich nicht, mit uns zusammenzuarbeiten. faz und spiegel sind auf höchster ebene mit &quot;bild&quot; verbandelt. und du glaubst nicht, wie oft wir erleben, dass leute sagen: oh, nein, lieber nicht mit &quot;bild&quot; anlegen.

ein anderes beispiel: fast alle medien haben vor einem jahr groß über die einrichtung einer korrekturspalte in &quot;bild&quot; berichtet und sich gefragt, wie das wohl aussehen wird. seitdem hat meines wissens nie wieder eine zeitung oder eine zeitschrift darüber berichtet, um die eigene frage zu beantworten und ein fazit zu ziehen (wie positiv oder negativ auch immer). wir haben ihnen im bildblog zwei tage vor dem jubiläum eine ganze materialsammlung geliefert. hat kein anderes medium interessiert.

spricht das gegen uns? oder gegen die medien? oder weder noch?

ich habe eine ahnung, von wievielen leuten, auch einflussreichen leuten, sagen wir: im bundestag wir gelesen werden. vielleicht reicht das. ohne uns hätte niemand je wieder über diese verlogene korrekturspalte geschrieben. oder über den mann, den &quot;bild&quot; zum &quot;kinderfänger in der unterhose&quot; gemacht hat.

eins noch, wo ich gerade in fahrt bin: ich werde immer skeptisch, wenn leute uns nicht nur kritisieren, sondern das verbinden mit einer variation des satzes: &quot;ihr tut genau das, was ihr &#039;bild&#039; vorwerft&quot;. du meinst, wir würden &quot;bild&quot; &quot;populismus&quot; vorwerfen. das tun wir ungefähr nie. wir werfen &quot;bild&quot; fehler vor, persönlichkeitsrechtsverletzungen, schleichwerbung, übertreibungen, verdrehungen. &quot;populismus&quot;? nein. wenn &quot;bild&quot; populistisch gegen die diätenerhöhungen schreibt, müssen eigentlich immer bösartige verdrehungen hinzukommen, dass wir das aufgreifen. 

wäre das problem der &quot;bild&quot;-zeitung ihr populismus, würde es bildblog nicht geben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>noch einmal: wir sind nicht sakrosankt, und mit ein ganz bisschen recherche könntest du das auch nachvollziehen. (schade, dass du auf keinen einzigen meiner punkte eingegangen bist.)</p>
<p>aber ich versteh deine letzte frage schon, und, ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. dagegen spricht, dass die zeitungen auch vorher schon fast nicht über die &#8220;bild&#8221;-skandale berichtet haben. die begründung: &#8220;wir müssen ja nicht mehr, macht bildblog ja schon&#8221;, kann also nicht stimmen. zeitungen greifen ja manchmal eher die kleinigkeiten von uns auf; wagners 180-grad-wende in sachen tour-de-france-übertragung ist von mehreren medien aufgegriffen worden, unsere widerlegung der mär, dass beim grand-prix der ostblock sich selbst zum sieg gemauschelt hat, war auch sehr populär.</p>
<p>ich glaube, nicht lachen, dass &#8220;bild&#8221; sakrosankt ist. ich weiß von nachrichtenagenturen, dass die gerne mal die ein oder andere meldung von uns aufgreifen würden, es aber nicht können, weil sie sich nicht mit &#8220;bild&#8221; anlegen dürfen. der öffentlich-rechtliche rundfunk (abgesehen von &#8220;zapp&#8221;) traut sich nicht, mit uns zusammenzuarbeiten. faz und spiegel sind auf höchster ebene mit &#8220;bild&#8221; verbandelt. und du glaubst nicht, wie oft wir erleben, dass leute sagen: oh, nein, lieber nicht mit &#8220;bild&#8221; anlegen.</p>
<p>ein anderes beispiel: fast alle medien haben vor einem jahr groß über die einrichtung einer korrekturspalte in &#8220;bild&#8221; berichtet und sich gefragt, wie das wohl aussehen wird. seitdem hat meines wissens nie wieder eine zeitung oder eine zeitschrift darüber berichtet, um die eigene frage zu beantworten und ein fazit zu ziehen (wie positiv oder negativ auch immer). wir haben ihnen im bildblog zwei tage vor dem jubiläum eine ganze materialsammlung geliefert. hat kein anderes medium interessiert.</p>
<p>spricht das gegen uns? oder gegen die medien? oder weder noch?</p>
<p>ich habe eine ahnung, von wievielen leuten, auch einflussreichen leuten, sagen wir: im bundestag wir gelesen werden. vielleicht reicht das. ohne uns hätte niemand je wieder über diese verlogene korrekturspalte geschrieben. oder über den mann, den &#8220;bild&#8221; zum &#8220;kinderfänger in der unterhose&#8221; gemacht hat.</p>
<p>eins noch, wo ich gerade in fahrt bin: ich werde immer skeptisch, wenn leute uns nicht nur kritisieren, sondern das verbinden mit einer variation des satzes: &#8220;ihr tut genau das, was ihr &#8216;bild&#8217; vorwerft&#8221;. du meinst, wir würden &#8220;bild&#8221; &#8220;populismus&#8221; vorwerfen. das tun wir ungefähr nie. wir werfen &#8220;bild&#8221; fehler vor, persönlichkeitsrechtsverletzungen, schleichwerbung, übertreibungen, verdrehungen. &#8220;populismus&#8221;? nein. wenn &#8220;bild&#8221; populistisch gegen die diätenerhöhungen schreibt, müssen eigentlich immer bösartige verdrehungen hinzukommen, dass wir das aufgreifen. </p>
<p>wäre das problem der &#8220;bild&#8221;-zeitung ihr populismus, würde es bildblog nicht geben.</p>
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		<title>Von: Horst Müller</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6819</link>
		<dc:creator>Horst Müller</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 18:42:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ich mag Leute - und Blogger, die nicht immer nur mit der Meute jaulen; deshalb mag ich Christian Jakubetz und habe JakBlog ab sofort in die Favoriten-Liste bei blogmedien aufgenommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag Leute &#8211; und Blogger, die nicht immer nur mit der Meute jaulen; deshalb mag ich Christian Jakubetz und habe JakBlog ab sofort in die Favoriten-Liste bei blogmedien aufgenommen.</p>
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		<title>Von: cjakubetz</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6818</link>
		<dc:creator>cjakubetz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 18:08:33 +0000</pubDate>
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		<description>Stefan, nicht lachen, die Frage ist ernstgemeint: Kann es nicht u.U. sein, dass genau aus diesem Grund - eben weil ihr die sakrosankten Blogger seit, die die Berichterstattungüber Bild monopolisiert habt - also, dass genau aus diesem Grund niemand anderes die von dir genannten Themen aufgegriffen hat?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan, nicht lachen, die Frage ist ernstgemeint: Kann es nicht u.U. sein, dass genau aus diesem Grund &#8211; eben weil ihr die sakrosankten Blogger seit, die die Berichterstattungüber Bild monopolisiert habt &#8211; also, dass genau aus diesem Grund niemand anderes die von dir genannten Themen aufgegriffen hat?</p>
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		<title>Von: Sebas</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6817</link>
		<dc:creator>Sebas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 18:06:02 +0000</pubDate>
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		<description>Kann bei den Erklärungsversuchen dieses Textes jemand etwas mit der Vokabel &quot;Humor&quot; anfangen? Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kann bei den Erklärungsversuchen dieses Textes jemand etwas mit der Vokabel &#8220;Humor&#8221; anfangen? Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert.</p>
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		<title>Von: stefan niggemeier</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6816</link>
		<dc:creator>stefan niggemeier</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 17:43:23 +0000</pubDate>
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		<description>die fragen von thomas sind sicher berechtigt. ich frage mich aber auch, was so ein &quot;scoop&quot; wäre.

ich kann zum beispiel bis heute nicht glauben, dass kein anderes medium diese geschichte aufgegriffen hat: http://www.bildblog.de/2180/im-zweifel-fur-den-rufmord

oder auch diesen skandal: http://www.bildblog.de/2354/sorglos-und-ohne-erkennbare-recherche

und folgen hatten unsere recherchen auf jeden fall für trutz hardo: http://www.bildblog.de/index.php?s=trutz+hardo

war das ein &quot;scoop&quot;? keine ahnung. aber sicher mehr als nadelstiche.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>die fragen von thomas sind sicher berechtigt. ich frage mich aber auch, was so ein &#8220;scoop&#8221; wäre.</p>
<p>ich kann zum beispiel bis heute nicht glauben, dass kein anderes medium diese geschichte aufgegriffen hat: <a href="http://www.bildblog.de/2180/im-zweifel-fur-den-rufmord" rel="nofollow">http://www.bildblog.de/2180/im-zweifel-fur-den-rufmord</a></p>
<p>oder auch diesen skandal: <a href="http://www.bildblog.de/2354/sorglos-und-ohne-erkennbare-recherche" rel="nofollow">http://www.bildblog.de/2354/sorglos-und-ohne-erkennbare-recherche</a></p>
<p>und folgen hatten unsere recherchen auf jeden fall für trutz hardo: <a href="http://www.bildblog.de/index.php?s=trutz+hardo" rel="nofollow">http://www.bildblog.de/index.php?s=trutz+hardo</a></p>
<p>war das ein &#8220;scoop&#8221;? keine ahnung. aber sicher mehr als nadelstiche.</p>
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	<item>
		<title>Von: cjakubetz</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6815</link>
		<dc:creator>cjakubetz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 14:46:28 +0000</pubDate>
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		<description>@holgi: Unter gar keinen. Ich verstehe nichts von Boulevard, ich kann kein Boulevard und ich will auch keinen Boulevard machen. Ich bestreite nicht die Notwendigkeit und die Existenzberechtigung von Boulevard, aber es ist definitiv nicht mein Metier.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@holgi: Unter gar keinen. Ich verstehe nichts von Boulevard, ich kann kein Boulevard und ich will auch keinen Boulevard machen. Ich bestreite nicht die Notwendigkeit und die Existenzberechtigung von Boulevard, aber es ist definitiv nicht mein Metier.</p>
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		<title>Von: Thomas Mrazek</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6814</link>
		<dc:creator>Thomas Mrazek</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 12:13:31 +0000</pubDate>
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		<description>Man kann die Art der Bildblogger - zumal bei geschildertem Beispiel - als Korinthenkackerei auffassen, man kann es aber auch als akribische und um größtmögliche Genauigkeit bemühte Arbeit sehen - ob das nun das Publikum nervt (wie Dich) oder gar populistisch erscheint, kann dahingestellt bleiben. Ich glaube sogar, dass diese Akribie von einem Großteil der Nutzer eher als unangenehm, weil unspektakulär, empfunden wird. Das Streben um Genauigkeit als Quotenschinderei abzutun, halte ich also für falsch - ich würde es genauso machen.

Diese Form der &quot;Bild&quot;-Kritik als bequemen, risikofreien publizistischen Weg abzutun, halte ich ebenso für falsch. Nolens volens ensteht dabei natürlich das klischeehafte Bild der aufrechten Einzelkämpfer gegen den übermächtigen Springer-Konzern. Aber zu der Sache gehört einfach mehr.

Ich bin gespannt, wie es mit dem Bildblog weitergeht, schon vor einem Jahr habe ich mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht (aus einem Kommentar bei &lt;a href=&quot;http://www.onlinejournalismus.de/2006/06/22/peter-turi-meint-bildblog-zu-90-prozent-schrott/#comment-858&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Onlinejournalismus.de&lt;/a&gt;): Jetzt habe ich ausführlich meine Sympathien für dieses Projekt geschildert. So weit, so gut oder auch nicht. Ich habe auch meine Zweifel am Bildblog:
Wo ist es in ein, zwei Jahren - das kann wohl keiner seriös voraussagen? Wie entwickeln sich die Leserzahlen, wie läuft es mit der Vermarktung, was passiert wenn die Leserzahlen zurückgehen, wie ist es dann um die Motivation der Projektbeteiligten bestellt? Sind viele Leser nach einer gewissen Zeit nicht gelangweilt und wollen was Neues, Spektakuläres sehen? (...) Wird die “Bild” zumindest ihr Qualitätsmanagement entscheidend verbessern und immer weniger Vorlagen liefern? Wo bleibt der große Scoop oder können sich die Bildblogger auf Dauer mit diesen “Nadelstichen” zufrieden geben, wird mancher fragen, welche Relevanz hat das denn noch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann die Art der Bildblogger &#8211; zumal bei geschildertem Beispiel &#8211; als Korinthenkackerei auffassen, man kann es aber auch als akribische und um größtmögliche Genauigkeit bemühte Arbeit sehen &#8211; ob das nun das Publikum nervt (wie Dich) oder gar populistisch erscheint, kann dahingestellt bleiben. Ich glaube sogar, dass diese Akribie von einem Großteil der Nutzer eher als unangenehm, weil unspektakulär, empfunden wird. Das Streben um Genauigkeit als Quotenschinderei abzutun, halte ich also für falsch &#8211; ich würde es genauso machen.</p>
<p>Diese Form der &#8220;Bild&#8221;-Kritik als bequemen, risikofreien publizistischen Weg abzutun, halte ich ebenso für falsch. Nolens volens ensteht dabei natürlich das klischeehafte Bild der aufrechten Einzelkämpfer gegen den übermächtigen Springer-Konzern. Aber zu der Sache gehört einfach mehr.</p>
<p>Ich bin gespannt, wie es mit dem Bildblog weitergeht, schon vor einem Jahr habe ich mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht (aus einem Kommentar bei <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2006/06/22/peter-turi-meint-bildblog-zu-90-prozent-schrott/#comment-858" rel="nofollow">Onlinejournalismus.de</a>): Jetzt habe ich ausführlich meine Sympathien für dieses Projekt geschildert. So weit, so gut oder auch nicht. Ich habe auch meine Zweifel am Bildblog:<br />
Wo ist es in ein, zwei Jahren &#8211; das kann wohl keiner seriös voraussagen? Wie entwickeln sich die Leserzahlen, wie läuft es mit der Vermarktung, was passiert wenn die Leserzahlen zurückgehen, wie ist es dann um die Motivation der Projektbeteiligten bestellt? Sind viele Leser nach einer gewissen Zeit nicht gelangweilt und wollen was Neues, Spektakuläres sehen? (&#8230;) Wird die “Bild” zumindest ihr Qualitätsmanagement entscheidend verbessern und immer weniger Vorlagen liefern? Wo bleibt der große Scoop oder können sich die Bildblogger auf Dauer mit diesen “Nadelstichen” zufrieden geben, wird mancher fragen, welche Relevanz hat das denn noch?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: stefan niggemeier</title>
		<link>http://www.blog-cj.de/blog/2007/07/25/diplom-korinthenk/comment-page-1/#comment-6813</link>
		<dc:creator>stefan niggemeier</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 12:08:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blog-cj.de/blog/?p=841#comment-6813</guid>
		<description>okay, die tatsache, dass die &quot;bild&quot; den winnetou-fehler heute in ihrer korrekturspalte korrigiert hat, ist ein indiz dafür, dass er vielleicht tatsächlich sehr unwichtig war. (andererseits weiß ich nicht, warum du dem eintrag &quot;verbissene ernsthaftigkeit&quot; unterstellst. ich meine, er trägt die überschrift: &quot;was denn für mehlpappe überhaupt?&quot; (!) und läuft auf die, wie ich finde, schöne pointe hinaus, dass wagner von sich sagt: &quot;durch märchen wurde ich journalist&quot;.)

aber natürlich kann man darüber streiten, ob wir das hätten bloggen sollen. ich bestreite gar nicht, dass leute uns auch lesen, weil sie einfach unterhalten werden wollen. und dass wir manchmal sachen aufschreiben, weil wir denken: das wird unseren lesern gefallen. nicht so sehr aus einem schielen nach quote (da könnten wir noch ganz andere sachen aufschreiben), sondern weil das doch ein normaler journalistischer reflex ist: sachen aufzuschreiben, von denen man weiß, dass die leser daran interessiert sind. oft genug widerstehen wir diesem reflex, aber das sieht man dann natürlich nicht.

was ich aber eigentlich sagen will: deine these, dass man bildblog nicht kritisieren darf, dass wir irgendwie sakrosankt sind, ist absurd. ich könnte dir viele links schicken zu leuten, die uns kritisieren, mal fundamental und massiv, mal detailliert und konstruktiv. immer noch auf bildblog verlinkt ist aktuell ein langer artikel im &quot;freitag&quot; über &quot;bild&quot;, der unsere arbeit ermüdend und, schlimmer: verharmlosend nennt.

nein, die zeiten, als wir &quot;everybody&#039;s darling&quot; waren, sind lange vorbei, und das ist auch gut so. du kannst bildblog kritisieren, ohne dich in diese merkwürdige märtyrer-rolle zu begeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>okay, die tatsache, dass die &#8220;bild&#8221; den winnetou-fehler heute in ihrer korrekturspalte korrigiert hat, ist ein indiz dafür, dass er vielleicht tatsächlich sehr unwichtig war. (andererseits weiß ich nicht, warum du dem eintrag &#8220;verbissene ernsthaftigkeit&#8221; unterstellst. ich meine, er trägt die überschrift: &#8220;was denn für mehlpappe überhaupt?&#8221; (!) und läuft auf die, wie ich finde, schöne pointe hinaus, dass wagner von sich sagt: &#8220;durch märchen wurde ich journalist&#8221;.)</p>
<p>aber natürlich kann man darüber streiten, ob wir das hätten bloggen sollen. ich bestreite gar nicht, dass leute uns auch lesen, weil sie einfach unterhalten werden wollen. und dass wir manchmal sachen aufschreiben, weil wir denken: das wird unseren lesern gefallen. nicht so sehr aus einem schielen nach quote (da könnten wir noch ganz andere sachen aufschreiben), sondern weil das doch ein normaler journalistischer reflex ist: sachen aufzuschreiben, von denen man weiß, dass die leser daran interessiert sind. oft genug widerstehen wir diesem reflex, aber das sieht man dann natürlich nicht.</p>
<p>was ich aber eigentlich sagen will: deine these, dass man bildblog nicht kritisieren darf, dass wir irgendwie sakrosankt sind, ist absurd. ich könnte dir viele links schicken zu leuten, die uns kritisieren, mal fundamental und massiv, mal detailliert und konstruktiv. immer noch auf bildblog verlinkt ist aktuell ein langer artikel im &#8220;freitag&#8221; über &#8220;bild&#8221;, der unsere arbeit ermüdend und, schlimmer: verharmlosend nennt.</p>
<p>nein, die zeiten, als wir &#8220;everybody&#8217;s darling&#8221; waren, sind lange vorbei, und das ist auch gut so. du kannst bildblog kritisieren, ohne dich in diese merkwürdige märtyrer-rolle zu begeben.</p>
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