Archive for September 13th, 2007
Nachtrag Bildergalerien
Manchmal ist die Realität schneller als die Satire. Die Vermutung, demnächst würde auf sueddeutsche.de mal eine ganze Seite 3 als Bildergalerie gemacht, ist zwar noch nicht ganz eingetroffen – immerhin aber hat man es jetzt aber schon hingebracht, die Geschichte des Pay-TV in Deutschland als Slideshow zu erzählen.
Bin nur von der Bilderzahl enttäuscht. 16 Stück, das ist mager.
Die Rundfunkfreiheit, verteidigt
Man muss vermutlich wirklich tief im Innnersten einer öffentlich-rechtlichen Anstalt sitzen, um so denken zu können: Caren Miosga moderierte das Karlsruher GEZ-Urteil mit den Worten an, es sei dort “nichts Geringeres als die Rundfunkfreiheit verteidigt”, etwas kleiner hatte es sie es wohl nicht. Jörg Schönenborn jubilierte anschließend darüber, dass für das bisschen Geld, dass man dafür zahlt, die ARD-Journalisten recherchieren und berichten. Jedem Abend. Jeden! Und dass alle anderen Kommentare zu dem Gebührenthema letztendlich von Eigeninteressen geleitet seien, deren Ziel es sei, Renditen durchzusetzen -selbstverständlich zu Lasten der seriösen Information, die es so nur bei den Öffentlich-Rechtlichen gibt (evtl. sollte sich Herr Schönenborn mal den gebührenfinanzierten Test des ZDF, ob man anfällig für Verschwörungstheorien sei, zu Gemüte führen).
Man freut sich ja für die Kollegen, dass marktwirtschaftliche Überlegungen auch weiterhin keine richtige Rolle in den Anstalten spielen müssen und man dennoch ungehindert auf die Quote schielende Programme in rauen Mengen produzieren und auch noch nachts (“Der Tatort wird Ihnen präsentiert von…”) machen darf. Man hatte ja auch nichts wirklich anderes erwartet.
Aber bitte, Frau Miosga, Herr Schönenborn, liebe ARD, künftig nicht mehr aus den wieder mal verteuerten Gebühren das Argument ziehen, damit sei ich ein Verteidiger der Rundfunkfreiheit. Ich träume sonst nachts schlecht.
Media-Coffee, Reaktionen
Kollege ix meint, es sei leidenschaftslos bis zum Umfallen gewesen und es habe 5 gelangweilte verwalter verlegerischer besitzstände (wer war´n eigentlich der 5.? Ich?) und einen sich selbst bremsenden Berufsprovokateur gegeben und irgendwie hätte es mich sehr gewundert, wenn ich was was anderes gelesen hätte als das, was es bei ihm zu lesen gab.