JakBlog

Anmerkungen eines Medienmenschen

Archive for Juli 10th, 2008

Dr. Psycho und die Quote

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Weiß irgendjemand die Quote von der letzten Folge von Dr. Psycho? Zugegeben: Ich habe keinerlei Ahnung, wie sie war. Ich habe die letzte Folge von Dr. Psycho (aktuell beste Serie im deutschen TV) noch nicht mal gesehen. Das heißt, natürlich habe ich sie gesehen, aber nicht bei Pro 7. Um genau zu sehen: Gesehen habe ich Dr. Psycho erst einmal im Fernsehen. Das war ein ziemlich entsetzliches Erlebnis, weil ich vorher die letzten Minuten des talentbefreiten Elton und seines Prellbocks Simon sehen und danach etliche Male Werbeunterbrechungen und Trailer (“gleich bei Pro 7…”) über mich ergehen lassen musste.

Und deswegen gibt´s Dr. Psycho nur noch aus der Konserve. Das kann Pro 7 ziemlich wurscht sein, weil es gerade bei solchen Formaten (Stromberg ist ein ähnliches Phänomen) ganz prima mit der Entkoppelung von Programm und Schema leben kann. Bei iTunes beispielsweise ist nämlich zuverlässig nach jedem Ausstrahlungstag die jeweilige Folge von Herrn Ulmen die Nummer eins der (TV-)Downloads. Wer also braucht Programm, wenn´s (guten) Inhalt gibt? Und wenn interessiert eigentlich das Markenlabel, unter dem der gute Inhalt läuft? Von mir aus zeigt auch 9 Live den…öhm, nein, das dann lieber doch nicht.

Nachsatz: Ich habe zwar einen Maxdome-Account und könnte dort ebenfalls Dr. Psycho sehen. Aber Streaming ohne Download, ohne mobile Anwendung? WTF?

Written by cjakubetz

Juli 10th, 2008 at 8:11 pm

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Säue durchs Dorf

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Interessantes Gespräch gerade eben mit dem gewesenen Ex-Lieblingskollegen: Nein, sagt er, es gebe gerade nichts wirklich Neues, Spannendes in der Verlagsbranche. Es werde nicht mehr jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben; man habe sich mit dem common sense arrangiert: digitale Zukunft, neue Vetriebswege, crossmediale Optionen.

Gleichzeitig nochmal Rückblick auf die diesjährigen Media Coffes (Sie wissen schon, diese kleine Tour durch Deutschland von NA): Wenn ich mir den Diskussionsverlauf in den diesjährigen Städten so ansehe, habe ich nicht den Eindruck, als sei essentiell irgendwas anderes geredet worden als im Jahr zuvor. Das kann man sehen wie man mag. Die Digital-Avantgarde wird es vermutlich als Beleg dafür werten, dass man sich eigentlich gar nicht mehr trauen darf, irgendeinen Begriff überhaupt noch in der Mund zu nehmen, der noch den inkriminierten Terminus Zwonull enthält. Zurecht, im Übrigen: Über das vermeintliche Zwonull ist inzwischen wirklich alles gesagt worden, was es zu sagen gibt. Mit den Begriffen Blogs, Podcasts etc. beeindruckt man wahrscheinlich nicht mal mehr einen altgedienten Lokalredakteur der Hildesheimer Nachrichten.

Dort wiederum, in der analogen und nicht ganz so avantgardistischen Gemeinschaft, hat man sich mit dem Schicksal arrangiert. Man jubelt dort nicht – und das wäre vermutlich auch zuviel verlangt. Aber dass man mit der These, aller Inhalt sei künftig einfach nur noch digital und dann auf die entsprechenden Kanäle zu verteilen, nicht mehr als Vollspinner hingestellt wird, ist ja zumindest schon mal ein Fortschritt. Das war nicht immer so. 

Gespannt darf man nunmehr sein, wie es mit der praktischen Umsetzung aussehen wird. Denn all diese schönen Theorien und Konzepte kosten unter dem Strich nicht nur Geduld, Ausdauer und Kreativität, sondern vor allem: Geld.

Written by cjakubetz

Juli 10th, 2008 at 10:16 am

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