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Anmerkungen eines Medienmenschen

Archive for Juli 25th, 2008

Slideshows, vertont

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Man muss ja immer wieder staunen, wie salopp und lieblos in unseren Onlineangeboten mit dem Thema Bildergalerien umgegangen wird. Ein Foto ans andere geworfen, keine wirklichen Kriterien bei der Bildauswahl. Und richtige Geschichten erzählt man auch in den seltensten Fällen – meistens sehen die Dinger so aus, als hätte jemand aus dem Schuhkarton 25 Fotos geholt und einfach auf den Tisch geworfen. Dass man diese Dinger auch vertonen kann, hat sich auch noch nicht richtig rumgesprochen.

Dabei könnte man mit guten Bildern und einer Tonspur so exorbitant gute Resultate erzielen.

Und niemand würde mehr von elender Klickschinderei reden.

Written by cjakubetz

Juli 25th, 2008 at 2:48 pm

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Kein schöner Tag für Zeitungen

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Tageszeitungen müssen sich inhaltlich ändern, neu ausrichten – heißt es. Sie müssten sich mehr auf Hintergründe konzentrieren, mehr analysieren, kommentieren, während das aktuelle Tagesgeschäft online abgefeiert würde. Das klingt ziemlich einleuchtend und naheliegend, weil damit jeweils die Stärken der einzelnen Medien ausgenutzt werden.

Was aber – wenn das gar nicht mehr so hingeht? Was, wenn Onlinemedien plötzlich zeigen, dass sie zu dieser hintergründigen Analyse, zur schnellen und kompetenten Kommentierung durchaus fähig sind?

Wenn das so sein sollte, dann war gestern kein wirklich schöner Tag für Zeitungen. Weil Onlinemedien zu einem beträchtlichen Teil gezeigt haben, zu was sie in der Lage sind, wenn sie sich wirklich mal auf originären Journalismus und nicht auf Copy&Paste konzentrieren. Der Besuch von Barack Obama jedenfalls war schon gestern abend schneller abgehandelt und analysiert, als es gedruckte Medien jemals schaffen könnten. Spiegel Online beispielsweise (das sind die Jungs, auf die viel und gut und gerne geschimpft wird) hatte schon am späten Abend die ganze Klaviatur geboten, die man sich von einem journalistischen Medium wünscht: Nachricht, Reportage, Bilder, Videos, Analyse – und eben auch einen Kommentar.

Dass es übrigens Gerhard Spörl war, der den SPON-Kommentar schrieb, zeigt sehr schön den Paradigmenwechsel, der gerade vor sich geht. Dass der Chef eines ziemlich wichtigen Ressorts für die Onliner am Abend einen Kommentar schreibt, wäre vor ein paar Jahren noch ziemlich undenkbar gewesen, nicht nur beim Spiegel.

Analyse und Kommentierung und Hintergründe als die originäre Stärke der Tageszeitung? Wenn wir dann mal nicht einem frommen Wunsch aufsitzen. Denn auch die FAZ betreibt das Meinungsspiel in ihrer Onlineausgabe munter weiter. Nachrichtendurchlauferhitzer? Nicht die Spur. Bei der FAZ sieht der Morgen-Aufmacher heute so aus:

 

Und bei anderen ist ebenfalls nichts von klassischen News zu sehen:

 

Umgekehrt könnte das aber auch anderes bedeuten: dass Onlinejournalismus nämlich mehr sein kann, als dröges Tickerlesen. Dass Onlinemedien eben nicht nur zum schnellen Synchronisieren mit der Welt gelesen werden. Und, mit Verlaub: dass es keinerlei Imageverlust für Journalisten bedeutet, wenn man nicht den Letartikel in der gedruckten Ausgabe, sondern den Kommentar für das Onlineangebot schreibt.

Insofern war gestern vielleicht doch kein so schlechter Tag.

Written by cjakubetz

Juli 25th, 2008 at 2:22 pm

Posted in ONLINE/MULTIMEDIA

Warum eigentlich Relaunchen?

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Ich geb´s zu: Der erste Versuch eines neuen Designs hat weder mich glücklich gemacht, noch irgendjemand anderen, der hier mitliest. Das Schöne allerdings ist: Man bekommt Feedback und wenn man nicht gerade völlig vernagelt ist, kann man ein solches Feedback ja auch aufnehmen. Man kommt jedenfalls in der digitalen Welt sehr häufig aus Diskussionen klüger raus, als wie man in sie hinein gegangen ist. Und das alleine kann ja schon ein Wert für sich sein, auch wenn man das beim Spiegel anders sieht.

Der Hintergrund dieser kleinen Umbauarbeiten hier war aber eigentlich ein ganz anderer: Ich habe immer noch mit einer WP-Version aus Vorkriegszeiten gearbeitet, mit der das Einbauen von so komplexen Dingen wie einem Foto echt abenteuerlich war. Deswegen habe ich auch meistens darauf verzichtet. Jetzt wird es auch solche Dinge wie Fotos, Audios oder Videos geben (Tata! Und das bereits im Jahr 2008!) Bevor der Einwand kommt: Nein, auch weiterhin wird hier vordringlich geschrieben und gelesen, aber generell sollte man andere Darstellungsformen als den guten alten Text ja nicht mehr per se verdammen. Auch in Blogs nicht. Das erste Audio wird´s in den kommenden Tagen geben, es wird (so viel wird verraten) 18 Minuten lang und ein ganz (finde ich zumindest) spannendes Gespräch sein. Mehr dann, wenn WordPress 2.6, mein Server und ich wirklich gute Freunde geworden sind. Momentan bemühen wir uns eher noch.

Written by cjakubetz

Juli 25th, 2008 at 12:07 pm

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