30. September 2008 - 11:50 Uhr
Bayern erlebt gerade die turbulentesten politischen Zeiten seit Menschengedenken. Ein desaströses Wahlergebnis, personelle Meucheleien in der CSU, eine Nachrichtenlage, die sich stündlich verändern kann – und vulgo Themen, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie den allergrößten Teil der Menschen in Bayern interessieren, sogar die eher unpolitisch Interessierten.
Und wie berichtet die Passauer Neue Presse, in deren Verbreitungsgebiet der soeben zureckgetretengewordene Erwin Huber immerhin lebt, frei nach der Devise “Online first” über Hubers Ende als CSU-Chef?
So:

Vier Sätze (Stand 12.00 Uhr) einer dpa-Meldung. Und der Vermerk, dass es morgen in der nächsten Ausgabe mehr gäbe (als wenn das nicht halbwegs selbstverständlich wäre). So sieht “online first” 2008 aus. Und die gute alte PNP ist da sicher kein Einzelfall im deutschen Tageszeitungsbetrieb.
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30. September 2008 - 8:17 Uhr
Eilmeldung: CSU-Chef Huber tritt zurück (Spiegel Online, 8 Uhr)
Ganz normale Meldung: CSU-Chef Erwin Huber tritt zurück (B5 aktuell, 6 Uhr).
Nachtrag, 8.45 Uhr: Wie überhaupt die meisten Münchner Zeitungen in ihren heutigen Ausgaben bereits über Hubers Schicksalsnacht berichten – oder andersrum: Außer Münchner Merkur und tz haben alle die Rücktrittsgeschichte bereits im Blatt.
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