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Anmerkungen eines Medienmenschen

Archive for Oktober 3rd, 2008

Online worst (3)

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Georg Schmid nennt man in Bayern gemeinhin auch “Schüttel-Schorsch”. Das ist ziemlich witzig, weil man damit wunderbar das Wesen Schmids umschreibt, dem nachgesagt wird, jede Hand zu ergreifen und zu schütteln, selbst solche, die sich ihm gar nicht entgegenstrecken. Außerdem ist Schmid maßgeblich für das ziemlich strenge Rauchverbot in Bayern verantwortlich und zudem Fraktionsvorsitzender der CSU.

Ob das ausreicht, um bayerischer Ministerpräsident zu werden, bezweifelt inzwischen sogar Schmid selber, weswegen er heute vormittag durchaus überraschend angekündigt hat, nicht mehr für ebenjenes Amt kandidieren zu wollen. Da waren´s nur noch drei und die CSU lieferte einen weiteren Beleg für ihr in dieser Woche herausragendes Können, jeden Tag die Vormittagsschlagzeilen zu beherrschen. Alle Welt berichtet mal wieder über die CSU. Alle? Nein…nicht alle:

Unsere Freunde von der PNP halten die gute alte Zeitungsdenke aufrecht: Heute ist Feiertag, morgen gibt´s keine Zeitung – da muss online der dpa-Ticker reichen. Den “Regio-Ticker” hat man erkennbar am Donnerstag um 18.51 Uhr eingestellt. Und ich würde viel Geld darauf wetten, dass er vor Montag, ca. 9 Uhr, auch nicht wiederbelebt wird. Das kommt davon, wenn Zeitungsmenschen elektronische Medien (und Online ist im gewissen Sinne ein solches) bedienen. Die kämen wahrscheinlich auch auf die Idee, am Samstag kein Radio- und Fernsehprogramm zu senden; es ist ja schließlich der freie Samstag in den Redaktionen.

Online first im Jahr 2008. Soviel dazu.

Written by cjakubetz

Oktober 3rd, 2008 at 11:05 am

Posted in ONLINE/MULTIMEDIA

Neues von Premiere

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Jetzt also dieses hier: eine satte Gewinnwarnung, den Finanzvorstand mit sofortiger Wirkung gefeuert, der Murdoch-Adlatus macht jetzt auch diesen Job mit, und nebenher mal die Abonennten-Kartei durchforstet. Siehe da, da waren es nur noch 2,4 Millionen, weil irgendwie ein paar hunderttausend Karteileichen rausgerechnet werden mussten. Mit den 10 oder 12 Millionen, die der Ex-Chef prophezeit hatte, wird das vorerst nichts werden – und man muss kein Prophet sein um festzustellen: MIt allem anderen wird das auch nichts mehr. In Zeiten, in denen TV-Sender dazu übergehen, TV-Sendungen gegen Gebühr schon vor der Erstausstrahlung anzubieten, wen will Premiere eigentlich noch damit locken, dass man Filme schon bald nach der Erstausstrahlung zu sehen bekommt?

2,4 Millionen Abos – damit ist Premiere in etwa genau so weit wie vor zehn Jahren, nur dass inzwischen das Image nachhaltig ruiniert und das Vertrauen potenzieller Investoren vermutlich in einem nicht mehr messbaren Bereich liegt. Abpfiff in Bälde.

Written by cjakubetz

Oktober 3rd, 2008 at 10:34 am

Posted in NUR SO DAHINGESAGT