Archiv für Dezember 2008


“Zur Freude der Bloggerszene”

4. Dezember 2008 - 22:55 Uhr

Merkwürdigste Überschrift der Freitags-SZ: „Im Internet  bekämpfen sich „Handeslblatt“-Redakteure – zur Freude der Bloggerszene“

Zur Freude der Bloggerszene? Ach , Herr Hoff…

Und wenn wir schon mal beim Kleinkariertsein sind: Wenn Sie denn wenigstens in Ihrem Text einen einzigen Beleg für die vermeintliche „Freude“ der Szene liefern würden – stattdessen schreiben Sie lediglich, dass Blogger auf kaum etwas so empfindlich wie auf Löschungen reagieren würden (unbestritten). Jedenfalls dachte ich immer, ein Text müsse halten, was eine Überschrift ankündigt.

Merkwürdigstes  Fazit des heutigen Tages:  (…) „Ein geübter Leser wird ein schlauer Nutzer des Netzes sein. Wer aber über  dem Herumklicken im Netz die Bücher vernachlässigt, kann nie vom User zum Leser werden“, schreibt Kurt Kister auf Seite 4 zur steigenden Zahl der Nicht-Leser. Was zweifelsohne zutrifft, sich in gleichem Maße aber auch auf Fernsehzapper und exzessive Nebenbei-Radiohörer  anwenden ließe.

Freunde werden die SZ und das Netz wohl nicht mehr.

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Tiefergelegte Kampfflöhe

4. Dezember 2008 - 22:52 Uhr

Wer Fußballspieler als „tiefergelegte Kampfflöhe“ sowie als Mischung aus „Panzerschrank und Gazelle“ bezeichnet – gibt uns einfach den Spaß am Fußball zurück. Danke, SZ!
(PS: Eigentlich sollte hier ein Link auf ein überaus lesenswertes, witziges Lesestück aus der heutigen SZ stehen. Es stellt den Kader der TSG Hoffenheim vor.  Bei näherem Hinsehen fällt mir auf, was sueddeutsche.de daraus gemacht. Eine, man ahnt es, 16 teilige Bilderstrecke. Ich weiß nicht, was ich den Online-Kollegen erzählt hätte, wäre ich der Autor. Ein solches Stück zur Klickmaschine zu machen ist echt Frevel. Deswegen:kein Link. Aus Prinzip nicht).

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Recherche via Blog, nächster Teil

3. Dezember 2008 - 22:11 Uhr

Die Geschichte (im Groben): Finanzkrise, Banken wanken und wackeln, die Dresdner wird zum Schleuderpreis von der Commerbank übernommen – und bereinigt anscheinend ihr Portfolio. Nein, nicht das mit den Kredit-Stinkbomben aus den USA, sondern das ihrer Kunden. Soll heißen: Anscheinend fliegt alles raus, was noch potenzielles Risiko ist, vom Kleinunternehmer bis zum Hausbauer. Teils mit eher unsanften Methoden. Anweisung von ziemlich weit oben, angeblich. Wenn der Laden demnächst an die Commerzbank übergeben wird, soll er besenrein sein. Wie gesagt: erste Infos, aber noch nicht restlos ausrecherchiert. (Falls ein Jurist von Banken mitliest: Ich behaupte das nicht, ich habe nur gehört, es könnte so sein.)

Die Frage an die werte Leserschaft: jemand mit weiterführenden Kenntnissen, eigenen Erfahrungen (gerne auch mit anderen Banken) unter Ihnen? Dann bitte hochvertraulich wenden an: cjakubetz(at)gmail(dot)com. Gegebenenfalls gerne auch ohne vollständigen Namen.

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Dein Engel lehrt dich…

3. Dezember 2008 - 22:04 Uhr

Übrigens, wenn man wissen will, was PNP-Redaktionsberater Rudolf Kollböck publizistisch so treibt, wenn er nicht gerade die PNP berät, dann ist ein Blick in das Inhaltsverzeichnis des neuen “Engel-Magazins”, das just heute erschienen ist, ganz hilfreich. Die Titelgeschichte heißt übrigens “Engel, wohin führst du mich?”, was möglicherweise eine Frage ist, die sich der eine oder andere in Passau auch gerade stellt:

Die Planeten-Engel und  die Zeiten-Wende

Jana Haas
Engelbotschaften für Januar und Februar

Gerd B. Ziegler
Tarot-Prognose 2009: Das sollten wir alle im Neuen Jahr vor allem leben: Unsere Intuition, unsere Kraft und unsere Unabhängigkeit.

Peter Hesse
Ein Engel in unserer Mitte

Cecilia Sifontes
Wir feiern den Engeltag im Januar: Du bist nicht allein
Wir feiern den Engeltag im Februar: Ich kann alles erschaffen

Jutta Fuezi
Jahresrituale für Frauen: Liebe, Träume und Herzenergie

Glennyce Eckersley
Zuversicht ist Zukunft

Alla Svirinskaya
Engel-Übungen: Starke Aura, starke Abwehr

Lebensfreude
Die 10 An-Gebote der Engel: „Dein Engel lehrt dich, deine eigene Kraft zu leben.“
Engel im Januar–Kraft und Geduld
Engel im Februar–Sich selbst treu bleiben

Wissen
Erzengel Michael, der uns in Liebe erneuert
Das kleine Engel-Lexikon
Engel in der Kunst
Engel im Judentum

Welt der Engel
Zwei-Einigkeits-Engel: Ein Engel auf Erden
Herbstfestival der Kryonschule: Intuition und Lebensfreude

Genießen
Mit Liebe im Herzen kochen
Die Engel-Küche

Leser-Aktion
Leser malen Engel

Meine Engel-Geschichte
Leser schreiben über ihre Engel-Erlebnisse

Engel & Kinder
Engel-Gebete für unsere geliebten Kinder
Corinna Kuhnert:
Engel im Kinderzimmer

Engel Special
Umschlag: Termine 2009
Engel-Boschafter

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Personalpolitik a la PNP

2. Dezember 2008 - 15:54 Uhr

So also endete jetzt die Geschichte vorläufig: Die Lokalredaktion der PNP bleibt zerschlagen, der neue Lokalchef ist nach mannhaftem ungefähr halbtägigem “Widerstand” des Betriebsrats jetzt doch implementiert – und die Journalistengattung zeigt ein merkwürdiges Verständnis von Kampfgeist. Der “Bürgerblick” in Passau nennt die heutige Entwicklung einen Beleg dafür, dass die Verlegerin klein beigegeben habe (sie wird sich köstlich amüsieren angesichts dieser Einschätzung) und der Betriebsratsvorsitzende hat den Husarenstreich per Unterschrift abgesegnet, weil für die geschassten Kollegen ja “sozialverträgliche” Lösungen gefunden wurden. Tatsächlich hat der Verlag bekommen, was er wollte: eine unliebsame Redaktion handstreichartig aufzulösen, einen Betriebsrat, der mit dem Minimum zufrieden ist (die Leute werden nicht entlassen, sondern “nur” versetzt) und eine Chefredaktion, die schweigend daneben sitzt, ganz so, als ginge sie das Ganze nichts an. Und das alles in einem Haus, das sich aus der Tarifbindung schon lange verabschiedet hat und ihren Redakteuren Gehälter deutlich unterhalb ebendieses Tarifs bezahlt. Ich bin bestimmt kein großer Freund von Gewerkschaften und dem ganzen Kram, aber ich frage mich schon, wie eigentlich künftig Journalisten für Dinge wie Courage oder auch Moral im Wirtschaftsleben (ein großes Thema bei der jüngsten Veranstaltung bei der PNP) einfordern wollen, wenn man selbst schon glücklich ist, dass die Prügel nicht zu derb ausgefallen sind.

Dabei ist das, was man jetzt für die betroffenen Redakteure erreicht hat, ohnehin das Minimum: Eine Kündigung wäre vor keinem Arbeitsgericht der Welt durchzusetzen gewesen, der Verlag hätte die Leute also teuer rauskaufen bzw. abfinden müssen. So aber mobbt man sie weg in andere Redaktionen und vertraut darauf, dass die Stigmatisierten irgendwann mal freiwillig gehen (ein Spiel, das im Übrigen der Come-Böcker Rudolf Kollböck schon während seiner Chefredakteurs-Zeiten in der PNP ziemlich gut beherrscht hat). “Klein beigeben” und “sozialverträglich” sieht anders aus.

Und, mit Verlaub: Was ist das eigentlich für eine Chefredaktion, die einen externen Berater en passant ihre eigenen Redaktionen zerlegen lässt?

Man kann, und das ist das eigentlich Schlimme an diesem Vorgang, erahnen, wie künftig noch mehr als bisher schon bei der PNP Journalismus gemacht wird: mit eingezogenem Kopf, mit der Schere und dem Wissen im Kopf, jederzeit auf einem Schleuderstuhl zu sitzen und dem Gutdünken einer Geschäftsführerin ausgeliefert zu sein. Vorwerfen kann man das keinem einzigen der betroffenen Redakteure; die Chefredaktion hat in den vergangenen Tagen ja vorgemacht, wie man sich selbst der völligen Bedeutungslosgkeit preisgibt.

Persönlich wäre mir das egal, weil sich mein Weltbild und mein gesundes Halbwissen nicht aus einer journalistischen dpa-Wiederaufbereitungsanlage speisen. Möglicherweise aber das von vielen anderen hunderttausend Menschen, die hier leben. Die PNP ist weitgehend immer noch ein Monopolblatt.

(Und dann noch ne Rechenaufgabe für notorisch rechenschwache Journalisten: Wenn Frau Tucci-Diekmann 1973 geboren ist, wäre es hübsch,  sie nicht dauerhaft als “33jährige Jungverlegerin” zu bezeichnen. Wäre schön, am Rande bemerkt, wenn nicht einer dauernd vom anderen abschriebe.)

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Online worst (18)

1. Dezember 2008 - 17:28 Uhr

Gut, angesichts der aktuellen Lage bei der PNP sind solche Assoziationen vielleicht sogar nachvollziehbar. (via)

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Lieber anonymer Fake-Kommentator,

1. Dezember 2008 - 17:14 Uhr

…passen Sie auf, ich erkläre Ihnen jetzt mal, wie das mit diesem Internet so geht. Wenn Sie sich in dieses Internet einwählen, bekommt Ihr Rechner eine Adresse zugeteilt. Nein, nicht die mit Ihrer Straße und Hausnummer, aber irgendwie so ähnlich. Also, so eine Art virtuelle Adresse. Die hat ganz viele Ziffern und gibt es eben nur einmal. Das hat den Vorteil, dass man, wenn jemand Unfug im Netz anstellen will, denjenigen im Fall der Fälle zurück verfolgen kann. Wenn Sie jetzt bei mir auf dieser kleinen Seite einen Kommentar hinterlassen, dann speichert das System Ihre IP-Adresse (so nennt man das Ding korrekterweise).

Das wiederum bedeutet: Sie können sich zwar zweimal in den Kommentaren als jemand anderes ausgeben als Sie sind, aber anhand der IP-Adresse sehe ich ziemlich schnell, dass Sie ein und derselbe sind. Nehmen wir also beispielsweise mal an, Sie behaupten in Kommentar Nummer eins, Sie seien ein Lokalredakteur der Passauer Neuen Presse in Altötting und setzen unter diesem Namen einen Kommentar ab, bei dem Sie sicher davon ausgehen können, dass er Ihnen, wenn Sie jetzt wirklich der wären, für den Sie sich ausgeben, eine Menge Ärger bereiten würde. Und weiter angenommen, Sie würden danach in einer anderen Identität auf Ihren eigenen Kommentar antworten, um so quasi den Eindruclk zu erwecken, als habe jemand bereits auf den nicht so angemessenen Kommentar des vermeintlichen Redakteurs aus Altötting geantwortet, dann hat das einen kleinen Stolperstein: die, Sie ahnen es, IP-Adresse. Wenn die bei zwei Einträgen gleich ist…nunja, den Rest brauche ich Ihnen sicher nicht mehr erklären.

Achja, und bevor ich es vergesse: Diese kleine Seite hier ist so eingestellt, dass Kommentatoren, die ich nicht kenne, erst einmal in der Warteschleife landen und dann manuell freigeschaltet werden. Das wiederum bedeutet, dass Sie auf einen Kommentar geantwortet haben, den Sie noch gar nicht kennen konnten, weil er ja gar nicht freigeschaltet und deswegen auch nicht sichtbar war…

Aber ehrlich gesagt, ein solch ulkiges Maß an Strohdummheit berechtigt dann schon wieder zu einer lobenden Erwähnung hier, wirklich. You´ve made my day…

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