Archiv für Januar 2009


Das Prinzip Zeilenhonorar

30. Januar 2009 - 12:13 Uhr

Natürlich ist mir schon seit längerem klar, dass ein beträchtlicher Teil der Tageszeitungen in Deutschland freie Journalisten mit Honoraren bezahlt, bei denen man sich wundern muss, dass es überhaupt noch lebende freie Journalisten gibt. Es muss jedenfalls eine ganze Idealismus (oder was auch immer) dahinterstecken, wenn man einen Monat lang ziemlich aufwändig arbeitet und dann 1500 € brutto verdient hat.

In diesem Beitrag von “Zapp” wird es ja auch durchaus deutlich gesagt: Wer ausschließlich für Tageszeitungen als freier Journalist arbeitet, der hat ein ziemlich hartes Los. Insofern: Kann man wirklich einem Journalisten böse sein, der sich nebenher noch ein paar Euro in die Kasse holt, in dem er PR macht? Und welches Anrecht hat eigentlich ein Zeitungsverlag (und ja, ich meine durchaus auch solche, die hier in meiner unmittelbaren Umgebung angesiedelt sind), noch von Journalismus und anderen hehren Grundsätzen zu sprechen, wenn er Journalisten für das Ergebnis eines eintägigen Jobs mit 50 oder 100 Euro abspeist und gleichzeitig auch noch komplette Rechteabtretung incl. Onlineverwertung verlangt?

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Wahlkampf 2.0

29. Januar 2009 - 8:52 Uhr

Die lieben Kollegen von “Südwild” haben Felix Schwenzel ein paar Fragen zum Thema “Wahlkampf 2.0″ gestellt – und wenn ich das als Lesetipp poste, dann nicht nur, weil dieses Interview zeigt, dass man auch einen Jugendkanal ziemlich intelligent und fernab irgendwelcher Massenverdummungsstrategien machen kann. Sondern auch, weil ix ein paar überaus kluge und witzige Antworten gibt.

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Hui, Zeitungen schaffen Chats ab

27. Januar 2009 - 10:43 Uhr

Es gibt so ein paar Sachen in der ja immer noch ziemlich kurzen Online-Ägide im Journalismus, an die kann man sich fast schon nicht mehr erinnern. Chats beispielsweise oder auch Foren. Ich glaube, es war irgendwann mal so Ende der 90er, als man in einigen Zeitungshäusern meinte, die Zukunft des Journalismus auf ihren Onlineseiten bestehe darin, dass man die User chatten und in Foren debattieren lasse. Ein paar Mal habe ich mich dann aus Neugier durch einige solcher Angebote durchgesurft und ziemlich schnell festgestellt: Auf der Onlineseiten von Tageszeitungen mögen die Leute nicht chatten (ich wäre ehrlich gesagt auch nicht ernsthaft auf eine solche Idee gekommen) und in Foren diskutieren mögen sie auch nur bedingt. Wenn überhaupt, dann muss man das schon ein wenig steuern und anschieben. Nur wegen des Hinweises, man könne jetzt auch über irgendwas diskutieren, diskutiert noch kein Mensch – nicht mal über irgendwas. Davon abgesehen, dass auf vielen Seite die Inhalte so trostlos und die Technik so hanebüchen war, dass man nicht mal als notorischer Streithansel dort noch hätte debattieren wollen.

Von dem her hätte ich es also für keine wirklich neue Erkenntnis gehalten, dass Chats und Foren zur Rettung von eher mittelguten Onlineangeboten keine echte Option sind. Wenn ich nicht gestern bei den Kollegen von Media-Ocean deren Zeitungsstudie 2008 gelesen hätte und die mir mehr oder minder unfreiwillig (mal wieder) gezeigt hat, wie schwer sich viele Zeitungshäuser immer noch mit dem Medium Online tun. Chats und Foren, so hat die Studie ergeben, verschwinden allmählich aus den Digitalstrategien der Blätter – und richtig erstaunlich daran ist eigentlich nur, dass dies erst jetzt der Fall ist und dass man es im Jahr 2009 noch allen Ernstes erwähnen muss, dass man beim Schwarzwälder Boten oder der Neuen Westfälischen nicht gerade die Chattergemeinde versammelt sieht.

Umgekehrt ist es mindestens ebenso verblüffend, wie es die Blätter mit Interaktion und Kommentarfunktionen halten. Rein gefühlsmäßig und ohne jeden statistischen Hintergrund hätte ich mir die Frage, ob Zeitungen eine Kommentarfunktion anbieten, gar nicht gestellt. Dass man dann beim Beantworten dieser Frage darauf kommt, dass es nicht einmal die Hälfte der Zeitungen überhaupt tut, fand ich überaus erstaunlich. Da redet alle Welt von Web 2.0 (ob man das jetzt gut findet oder nicht, sei dahingestellt) – und unsere Zeitungshäuser sind auf dem Stand, dass sie Chats allmählich auslaufen lassen und beinahe die Hälfte auch schon Kommentare zulässt? Das ist in etwa so, als würden ARD und ZDF über die Einführung von Farbbild und Stereoton debattieren. RSS-Feeds? 70 Prozent, gerade mal 4 Prozent bieten Volltext-Feeds an. Social Boomarking? Rund ein Drittel.

Und gleichzeitig liest man dann, dass inzwischen nahezu alle (na gut: nicht alle, aber über 80 Prozent) Videos auf ihren Seiten haben, teils zugekauft, teils selber produziert. Man wundert sich dann doch mal wieder über die Kraft von Hypes (Videos gelten ja inzwischen als digitales Allheilmittel): Wesentliche Standards von Webseiten fehlen, aber das Sahnehäubchen ist fast überall schon drauf? Vielleicht sollte man es ja mal genau umgekehrt versuchen.

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Dirk Bach

24. Januar 2009 - 21:42 Uhr

Ich bin kein großer Fan der Dschungelprüfungen, meinetwegen könnte da jeder sagen: nee, mach ich nicht, wie komm ich dazu, ‘nen Hoden zu essen? Vielleicht ist das was Deutsches. Die Briten machen diese Prüfungen zwar auch alle, aber mit soviel Geschrei, dass klar ist: Es ist wirklich nur „Spiel ohne Grenzen”. Bei uns ist das sehr ernst, da fürchte ich mich auch immer ein bisschen vor.

Irgendwann gestern abend, als Dirk Bach im Interview Giulia Siegel hinrichtete, dachte ich mir für einen kurzen Moment, dass dieser Dirk Bach nicht nur einer der witzigsten, sondern auch der klügsten und charmantesten Köpfe im deutschen TV ist.

Nach diessem Interview hat sich mein Eindruck durchaus verfestigt.

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Wie man in Passau jetzt auch die Ausbildung beerdigt

23. Januar 2009 - 15:38 Uhr

Eine der Besonderheiten der Passauer Neuen Presse (doch: die gibt es…) war über etliche Jahre hinweg ihr Modell für die Ausbildung. Wer als Volontär zur PNP kam, hatte im Regelfall die Gewissheit nicht wie in anderen Häusern häufig üblich als billige Vollzeitarbeitskraft missbraucht zu werden. Stattdessen gab es eine außergewöhnlich umfangreiche Betreuung, viel Feedback, laufende Wechsel der Redaktionen, in denen man eingesetzt war. Und schließlich kam man noch in den Genuss zahreicher Seminare, die in einem nach meinem Wissen für Tageszeitungen ziemlich einmaligen Modell zusammengefasst war: Das “Institut für Journalistenausbildung und Kommunikationsforschung an der Universität Passau” legte die Ausbildungskompetenzen der Zeitung, der Universität und der Akademie für politische Bildung in Tutzing zusammen. Doch auch damit ist es jetzt vorbei: Verlegerin Simone Tucci-Diekmann, bekannt für den gut getarnten Überraschungsangriff, ließ in dieser Woche bei der jährlichen Sitzung des Instituts die Bombe platzen: In dieser Form, so Tucci-Diekmann, werde es diese Kooperation nicht mehr geben – bezeichnenderweise kam diese Mitteilung unter dem Tagesordnungspunkt “Verschiedenes”, einen eigenen Tagesordnungspunkt wollte die Verlegerin dem Thema nicht widmen (sonst hätte sich ja auch möglicherweise schon im Vorfeld ein gewisser Widerstand formiert).

Bedeutet konkret: Die Ausbildung wird wohl nicht mehr in Zusammerarbeit mit der Universität stattfinden und die Kooperation mit Tutzing ist auch hinfällig. Zwar bedeutet das ausdrücklich nicht, dass man gar keine Ausbidung mehr betreiben wolle (das wäre ja auch schlecht möglich), aber es bedeutet ganz sicher, dass man sich von einem sehr bewährten Modell verabschiedet. Dem Studienleiter Michael Schröder hat man bereits mitgeteilt, dass 2009 sein letztes Jahr für die PNP-Ausbildung war. Und den ungeliebten Helmuth Rücker, dem man im November 2008 den Stuhl vor die Tür stellte, ist man damit en passant auch gleich noch los (Rücker firmiert bisher noch als Geschäftsführer des Instituts). Wieder also ein Stückchen guten Rufs, dass sich die Passauer da verspielen, zumal sich der Eindruck aufdrängt, dass diese Nacht- und Nebel-Aktionen bei Frau Tucci-Diekmann eher System als Zufall sind.

Interessant dabei ist auch, dass sich die Spirale nach unten fortsetzt. Zwar schrieb die Verlegerin ihren Mitarbeitern zum Jahreswechsel noch, man brauche, um der Krise zu trotzen, freundliche und motivierte Mitarbeiter (und man war bei der Lektüre dessen geneigt, noch hinzuzufügen: pünktlich! pünktlich sollten sie auch sein!), aber eine wirkliche Idee außer freundliche Mitarbeiter, rabiaten Personalwechseln und Spaßmaßnahmen, zu denen das Zurückfahren der Ausbildung sicher auch gehört, scheint sie nicht zu haben. Laut IVW jedenfalls hat die PNP im Jahr 2008 bei der verbreiteten Auflage erneut rund 2600 Exemplare verloren. Auch der Rückgang von 1200 Abonnenten ist nicht eben erfreulich – weil er in der Konsequenz nichts anderes bedeutet, dass im überaus bodenständigen Niederbayern, in dem die Passauer auch noch im allergrößten Teil ihres Verbreitungsgebiets Monoplist sind, jeden Monat 100 Abos wegfallen.

Aber vielleicht müssen ja wirklich nur die Mitarbeiter künftig ein wenig freundlicher sein.

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Huch! Obama Präsident!

20. Januar 2009 - 19:20 Uhr

Es muss dann doch eine ziemliche Überraschung gewesen sein, dass Barack Obama heute in sein Amt eingeführt wurde. Sehr viel anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, dass nahezu alle Livestreams, die ich mir heute dazu anschauen wollte, einigermaßen kollabierten.

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Öffentlich-rechtliche Blogger

19. Januar 2009 - 10:57 Uhr

Grundsätzlich finde ich das ja schön, wenn man auch bei öffentlichrechtlichen TV-Anstalten das Bloggen für sich entdeckt hat. Aber warum in einem Blog, das sich Blog nennt und unglaublich viele neue kleine Kreativkunstformen böte, Peter Hahne Kolumnen schreibt, die sich wie Peter-Hahne-Kolumnen lesen, und warum Elmar Theveßen Kommentare schreibt, die sich wie Kommentare lesen, bleibt ein Rätsel. Dafür muss man nicht bloggen. Dafür kann man weiter das tun, was man bisher auch getan hat.

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Welcome to the jungle (2)

19. Januar 2009 - 10:24 Uhr

Was mir irgendwie völlig unklar ist: Wenn der RTL-Dschungel wirklich so “öde”, “zotig”, “peinlich” und was weiß ich noch alles ist, warum erichten die lieben Kollegen dann eigentlich täglich und ausführlich über öde, zotige Peinlichkeiten?

Und mit Verlaub: Alleine für dieses Bild hat sich das Schauen gelohnt. Mein TV-Bild des Jahres, bisher.

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Der Herausgeber

19. Januar 2009 - 9:47 Uhr

Erste Prophezeiung 2009 fast erfüllt: Jetzt muss Don nur noch ordentlich Skifahren lernen. Rodeln ist fad.

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Die Lemminge

18. Januar 2009 - 22:33 Uhr

Irgendwann in den letzten Tagen hat (ich glaube, in der SZ, bin aber nicht mehr sicher) jemand ziemlich schön und anschaulich erklärt, was so gefährlich daran ist, dass die Entscheider in den Top-Etagen so furchtbar ähnliche, (man könnte auch sagen: normierte) Lebensläufe haben. Wenn alle, so die These, nach dem Studium und dem MBA noch ein paar Semester bei McKinsey (ersetze ggf. auch durch BCG) hinter sich haben, dann besteht unzweifelhaft das Risiko, dass sie alle irgendwie sehr ähnlich ticken. Das wiederum heißt, dass man in Krisenzeiten befürchten muss, dass sie sie alle beraterhirnkonforme und sehr ähnliche Lösungsansätze entwickeln.

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In einer Krise befinden wir uns ja nun unzweifelhaft, was man unschwer daran erkennen kann, dass der Ruf des Jahres 2009 schon restlos ruiniert ist (Krisenjahr!), obwohl es noch nicht mal drei Wochen alt ist (insofern lässt sich mit einem gewissen Bedauern festhalten, dass dieses Jahr 2009 irgendwie eine arme Sau ist. So viel Vorverurteilung ist selten). Erkennen kann man die Krise aber auch daran, dass sie alle ungestraft die gleichen etwas langweiligen Vorschläge auf den Tisch legen, ohne dass irgendjemand mal laut dazwischen gehen würde: Und mehr fällt euch nicht ein?? Ich meine, ich wäre der Letzte, der nicht sofort für ein ordentliches Bankenbashing zu haben wäre, aber ganz so einfach ist es nicht, wenn man angesichts leichter Erschütterungen der Branche reflexartig ruft: Finanzkrise!

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So ganz ohne MBA und BCG-Erfahrung mag man möglicherweise bei denen, die das mal gemacht haben, etwas scheel angesehen sein, aber man wundert sich dennoch: Wäre es nicht einfach etwas, was dem halbwegs gesunden Menschenverstand geschuldet ist, begriffe man, dass eine Krise ja nun nicht einfach ein Natureiereignis ist, sonden etwas, was immer auch eine Ursache hat, die möglicherweise ja auch bei einem selber liegt? Oder aber in irgendeinem Fehler im System begründet liegt?

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Zum Beispiel Tageszeitungen. Deren Auflage (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel) sinken seit langem und sie sinken konstant. Und nicht nur ihre Auflagen, sondern letztendlich damit auch ihre Relevanz. Und was macht man? Sparen. Zusammenlegen. Eindampfen. Zentralisieren. Immer schön mit dem Hinweis, dass es dazu auch ganz bestimmt keine Alternative gäbe. Nun wird niemand bestreiten wollen, dass das Nachdenken über Einsparpotenziale auch in guten Zeiten kein Sakrileg ist. Nur: Wenn man weniger bietet und im Gegenzug die Preise anhebt, braucht man vermutlich wirklich MBA und BCG um zu verstehen, wie daraus ein zukunftsträchtiges Modell werden soll. Und dann diese Sache mit den Zentralredaktionen: Mir ist ja immer noch nicht klar, wie man auf der einen Seite die Nase rümpfen kann, wenn der Name dpa fällt – und gleichzeitig seine Publikationen mit Zentralinhalt überzieht. Man sollte sich da nichts vormachen: Bei allem Bemühen wird eine Zentralredaktion immer das Gegenteil von Vielfalt sein, das liegt in der Natur der Sache. Wenn statt 200 Leuten nur noch 100 Leute statt zwei Titeln vier Titel bestücken und das Ganze dann ein Beitrag zu mehr Qualität und mehr Vielfalt sein soll, muss man wahrscheinlich auch wieder MBABCG sein, um das zu verstehen.

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Glaubt man eigentlich, nur mal schnell am Rande gefragt, die Leser/Zuschauer etc. würden das nicht bemerken?

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Dabei ist das mit den analogen Medien ja ein bisschen so wie mit der Autoindustrie. Die jault jetzt auch irgendwas von “Finanzkrise”, um zu begründen, warum auf einmal keiner mehr die ganzen schönen Autos haben will, die derzeit auf irgendwelchen Halden rumstehen. Auch das ist zu kurz gedacht: Während sich bei den Käufern allmählich ein Gefühl dafür einschlich, dass das Modell Verbrennungsmotor ein Auslaufmodell sein könnte,  bauten die Hersteller erstmal ein paar SUV´s und brezelten selbst Kompaktautos mit 100 PS-Motoren auf. Dass die Finanzkrise kam, spielt sicher auch eine Rolle. Aber in erster Linie produzierten die Konzerne am Bedarf vorbei (auch die Musikindustrie hat sich vor wenigen Jahren mal eine ähnlich witzige Fehleinschätzung erlaubt, als sie der Herausforderung mp3 begegnen wollte, indem sie CD´s deutlich verteuern und mit aberwitzigem Kopierschutz versehen wollte). Bei vielen Printhäusern ist das jetzt ähnlich. Der Herausforderung neuer Märkte, neuer Medien stellt man sich, in dem man unbedingt den bisherigen status quo zementieren möchte und dies dergestalt, indem man diesen bisherigen status quo qualitativ verchlechtert und etwas verteuert. Merkwürdig, das.

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Doch, ja, man müsste jeden bewundern, dem mehr einfiele. Der verstünde, dass jetzt nicht die Zeit des planlosen Zusammenkürzens, sondern der Investition wäre. Der wüsste, dass sich Diskussionen jetzt nicht um Synergien, sondern um neue Ideen, neue Konzepte drehen müssten. Dem klar ist, dass man (wie bei den Autobauern) nur noch dann eine Überlebenschance hat, wenn man seine Medien hybrid aufbaut; wenn man nicht einfach irgendwelche Internetseiten hinklatschen würde, sondern sich Gedanken darum machte, wie wo und wann welcher Inhalt am besten aufgehoben ist.

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Woher meine Zuversicht kommt, dass es von diesem beschriebenen Modell bald sehr viel mehr geben wird, die es praktizieren? Aus der Vergangenheit. Aus tiefgreifenden Krisen und Strukturwandlungen sind immer noch die herausgekommen, die nicht wie die Lemminge handeln. Die Lemminge werden schlichtweg nicht überleben.

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Wenn ich es mir recht überlege: eigentlich gar nicht so schlecht, so eine Krise.

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