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Anmerkungen eines Medienmenschen

Archive for November, 2009

Medientage in Passau

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Es gibt eine ganze Reihe guter Gründe, Passau zu den schönsten Städten überhaupt zu zählen: Es gibt unglaublich spektakuläre drei Flüsse, eine atemberaubend schöne Altstadt, einen Dom, verwinkelte Gassen, lauter solche Sachen, bei denen man am liebsten verzückt stehenbleiben und ein wenig jubillieren möchte (das ist so toll, dass man sogar die grauenvolle “Neue Mitte” und die “Passauer Neue Presse” kurzzeitig verdrängt). Und es gibt eine wunderbare Uni, einen noch wunderbareren Lehrstuhl, der was mit Medien und ab morgen auch noch die Passauer Medientage macht. Die werden sicher sehr viel schöner als die mit gutem Recht totalzerrissenen Medientage in München, weswegen ich mich ab morgen selbst dann in Passau aufhalten würde, wenn man mich nicht eingeladen hätte zu den Medientagen. Hat man aber, freundlicherweise — und ich freu mich, wenn ich jemanden von Ihnen dort sehe. Und wenn Sie schon nicht wegen mir kommen mögen, tun Sie es wenigstens wegen der drei Flüsse.

Written by cjakubetz

November 5th, 2009 at 9:39 pm

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Crossmedia, 2. Auflage

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Für den unwahrscheinlichen Fall, dass mich jemand vermisst haben sollte in letzter Zeit bzw. eine etwas arg geringe Frequenz auf den unterschiedlichen Seiten und anderen Projekten monieren will: Ich hab´gearbeitet. Klingt erstmal ungewöhnlich, war aber tatsächlich ziemlich heftig der Fall. Vor allem die Neuauflage von “Crossmedia” hat mich heftig in Beschlag genommen (und wenn es da nicht ganz fantastische Unterstützung von dritter Seite gegeben hätte, wäre ich jetzt immer noch nicht fertig).

Was mich dann doch sehr erstaunt hat: Mir war schon klar, dass ein Buch über crossmediales Arbeiten nach einer gewissen Zeit ein echtes Aktualitätsproblem bekommen würde. Dass es aber so schnell gehen würde, hatte nicht mal ich erwartet. Immerhin sind es gerade mal 15 Monate, seit das Buch das erste Mal erschienen ist. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich bei einer zweiten Auflage mit ein paar kleineren Korrekturen davonkommen würde. Stattdessen ist ein ganzer Abschnitt zum Thema “soziale Netzwerke” dazugekommen, etliches wurde aktualisiert, einiges komplett neu formuliert.

Natürlich freut man sich dann doch, wenn ein kleines Fachbuch zu einem ja doch eher speziellen Thema so gut funktioniert, dass man nach einem guten Jahr eine zweite Auflage machen muss/darf. Trotzdem habe ich vom Buchschreiben jetzt erst einmal die Nase wieder voll und verspreche mir selbst in die Hand, dass es eine dritte Auflage nicht geben wird (es sei denn…naja, reden wir mal in einem Jahr nochmal.)

Jedenfalls, was ich sagen wollte: Die zweite Auflage von “Crossmedia” kommt. Aber Frühjahr bei einem Buchhändler ihres Vertrauens.

Written by cjakubetz

November 5th, 2009 at 9:30 pm

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Piratensender in der DDR

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Der “Spiegel” hat das Thema in der kommenden Woche auf dem Titel, die SZ macht eine Serie zur Sache — und wahrscheinlich gibt es kein Medium im Land mehr, das sich nicht dem Fall der Mauer und der deutschen Einheit widmet (20 Jahre sind dazu ja auch ein irgendwie verlockender Anlass). Lesen werde ich das alles vermutlich irgendwie aus Pflichtgefühl heraus, was mich jetzt aber schon ein wenig quält ist der Gedanke, dass die Herangehensweisen und Sichtweisen vermutlich überall sehr ähnlich sein werden.

Dabei gab und gibt es ja Fragen, die mich als klassisches Wessi-Kind (also: damals zumindest, heute ist “Kind” eher ein Euphemismus) ziemlich interessierten. Nachdem ich nie in die DDR kam, hätte ich schon gerne gewusst, was es dort alles gab und was eben nicht; was war im Alltag der Menschen dort Legende und was war Realität?

Diese Fragen können dann auch gerne ganz simpel sein — weil das vermutlich mehr über das Leben der damaligen DDR aussagt als die ichweißnichtwievielte Analyse von Schabowskis “Nach-meiner-Kenntnis-sofort”-Gestammel im November 1989. Also, gab´s in der DDR Piratensender? Gab es politischen Widerstand? Und, ganz besonders wichtig: Gab´s in der DDR eigentlich ausländische Fußballer?

Die Studenten von Horst Müller an der Hochschule Mittweida (gab´s die in der DDR eigentlich auch schon?) haben sich dieser Fragen jetzt angenommen, einige verblüffende Antworten gefunden — und sie auf einer lesenswerten Seite zusammengefasst.

Und was die ausländischer Fußballer angeht: Es gab welche, aber nicht in der höchsten Liga. Und Sie ahnen, dass dies keine freie Entscheidung der Vereine war…

Written by cjakubetz

November 1st, 2009 at 11:53 am

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