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Konstantin wütet!

19. Januar 2011 - 17:29 Uhr

Mit der steigenden Bekanntheit ist das so eine Sache, vor allem, wenn man in die Klauen von Journalisten gerät. Vor allem Medienjournalisten kritisieren das gerne und häufig. Was aber, wenn es Medienjournalisten sind, die aus einem Nichts nicht nur eine Meldung, sondern gleich eine einigermaßen große Geschichte machen?

Konstantin Neven DuMont hat eine solche Erfahrung im nunmehr vergangenen Jahr machen dürfen. Um DuMont war es ja eigentlich immer verhältnismäßig ruhig, zumindest gemessen an der Tatsache, dass er Vorstand und potentieller Erbe in einem von Deutschlands größten und wichtigsten Verlagen war. Jeder mittelbekannte Vizechefredakteur einer Zeitung war mehr auf Panels unterwegs und in den Fachblättern zitiert als Neven DuMont. Dann beging Neven DuMont (vermutlich) einen ebenso schwerwiegenden wie bizarr-dummen Fehler: Man darf ja immer noch nicht behaupten, er sei es gewesen, der Stefan Niggemeiers Blog mit Kommentaren flutete, man darf aber sehr wohl sagen, dass er im Mittelpunkt dieser hübschen, kleinen Affäre stand. Fortan hieß Neven DuMont bei Medienjournalisten meistens nur noch Konstantin, sogar in Überschriften. Und irgendwie wude man danach das gedfühl nicht mehr los, als würde Konstantin eine Art Lothar Matthäus für Medienjournalisten: Nix los heute? Schau doch mal, ob Konstantin nicht wieder irgendwas Lustiges gesagt hat.

Für den somit irgendwie bedauernswerten Konstantin hat das zur Folge, dass er jetzt schier gar nichts mehr von sich geben kann, ohne dass (Medien-)Journalisten daraus versuchen, wahlweise ein Miniskandälchen zu machen oder aber wenigstens einen Beleg dafür zu finden, dass er manchmal schon krudes Zeug rede. “Meedia” beispielsweise titelte heute, “Konstantin” lege sich mit SZ-Chefredakteur Kurt Kister an (den man erstaunlicherweise in Überschriften nicht einfach “Kurt” nennt). Konstantin also verus SZ-Chefredakteur, alleine in der Titelwahl liegt schon eine gewisse Lächerlichkeit. Gemacht hat “Konstantin” aber nur eines: Er hat einen Glosse kommentiert, in der sich Kister im November (!), auf dem Höhepunkt der damaligen Schlammschlacht, satirisch mit der Familiensache DuMont auseinandersetzte.  Bei “Facebook” nennt Neven DuMont den Beitrag “bedenklich”.

Das war´s? Ja. Das war´s.

So schnell also legt man sich heute mit jemanden an, wenn eine Redaktion eine Schlagzeile braucht. Getoppt nur noch vom “Branchendienst” Turi 2, der es in Headlindes auch gerne mal etwas kräftiger macht. Dort steht heute: “Konstantin Neven DuMont wütet gegen Kurt Kister.”

Und ehrlich? Doch ja, er tat mir heute leid, der Konstantin.

8 Kommentare » | NUR SO DAHINGESAGT