"Universalcode" - der neue Standard der Journalismus-Lehre. 580 Seiten, 27,90 Euro, mit Beiträgen u.a. von Richard Gutjahr, Stefan Plöchinger, Heribert Prantl, Markus Hündgen, Marcus Lindemann, Marcus Bösch. Herausgegeben von Christian Jakubetz, Ulrike Langer und Ralf Hohlfeld. Hier klicken, in den Warenkorb legen - und versandkostenfrei per Haus erhalten!
Morgen also geht es los: Die ersten Exemplare werden ausgeliefert, vorrangig an die Testleser und natürlich dann nach Reihenfolge der Bestellung. Tatsächlich also sollten die ersten Leser Mitte der Woche ihren “Universalcode” in den Händen halten. Daneben gehen die Arbeiten an der entsprechenden Webseite in den Endspurt. Bei dieser Seite gibt es natürlich weitaus mehr als nur ein paar Infos zum Buch – sondern natürlich auch Videos und ein Podcast. Als kleinen Appetizer gibt es hier schon mal die erste Folge. Das auch als Aktualitätsgründen, weil das Gespräch mit Daniel Fiene während der Medientage in München auf einer U-Bahnfahrt zwischen dem Messegelände und dem Hauptbahnhof aufgenommen wurde. Den Podcast gibt es dann später auch bei iTunes, auf dem Portal und natürlich hier.
Der “Spiegel” solle wieder ein bisschen eindeutiger nach links rücken, kündigte Georg Mascolo an, als er zum Defacto-Alleinchefredakteur des Nachrichtenmagazins wurde. Das passiert seit ein paar Monaten ein bisschen bemüht. So bemüht, dass sie in Hamburg aktuell bei den großen Geschichten gerne mal die Substanz vergessen, obwohl die Geschichte doch so schön aufregerhaft und spiegelig klingt. Der neueste Aufmacher ist nicht mal mehr das, sondern einer der merkwürdigsten Veranstaltungen der an Merkwürdigkeiten nicht armen “Spiegel”-Geschichte. Im Kern geht es darum, dass Helmut Schmidt zusammen mit Peer Steinbrück ein Buch veröffentlicht, dessen interessanteste Aussage vermutlich die ist, dass Schmidt seiner Partei Steinbrück offen als Kanzlerkanidat empfiehlt. Das wiederum veranlasst den “Spiegel” zu einer Titelgeschichte, in der als Quintessenz steht, dass Schmidt Steinbrück als Kanzlerkandidat empfiehlt. Um sicherzugehen, wird in einem Interview mit beiden nachgebohrt, wen Schmidt seiner Partei als Kanzlerkanidat empfiehlt, worauf Schmidt überraschenderweise sagt, es stehe ja schon im Buch, aber er sei ganz eindeutig für Steinbrück, den er konsequent mit “Sie” und “Peer”anspricht. Steinbrück (der “Helmut” und “Sie ” sagt) beteuert, er fühle sich sehr geehrt, was man sich so gar nicht gedacht hätte. Ansonsten lernt man noch, dass Steinbrück Schmidt für einen großen Kanzler hält und Schmidt Steinbrück für einen geeigneten Nachfolger und Frau Merkel für irgendwie ungeeignet. So also liest sich das, wenn ein Nachrichtenmagazin wieder ein bisschen nach links rückt. Eine PR-Agentur hätte den Schmidt-Steinbrück-Doppelbeschluss nicht schöner in Szene setzen können.