Die Mär von der digitalen Dolchstoßlegende

Jetzt also der “Mannheimer Morgen”: 40 Arbeitsplätze sollen dort im Lauf der nächsten Zeit wegfallen, 20 davon in der Redaktion. Die Branche nimmt solche Nachrichten inzwischen schulterzuckend zur Kenntnis. “Nur” 40 Jobs sind immer noch besser als die nächste Insolvenz.

Selbstenthauptung im Lokalen

Es gibt mal wieder eine neue Studie aus Dortmund. Eine, die sich mit der aktuellen Lage der Regionalzeitungen beschäftigt. Und das, was aus dieser Studie hervorgeht, müsste eigentlich alle Verlagsmanager tief beunruhigen.

AZ: Die Rettung, die keine ist

Die Kollegen auf den Medienseiten haben am Dienstag jubiliert: Die ebenso traditionsreiche wie insolvente “Abendzeitung” in München ist gerettet. Der niederbayerische Verleger Martin Balle (“Straubinger Tagblatt”) hat das Blatt übernommen.

Die Wundertüten kommen ans Ende

Unlängst hat der “Spiegel” eine Titelgeschichte von Cordt Schnibben und die Nazi-Vergangenheit seines Vaters gemacht. Vor zwei Wochen befasste sich der Titel damit, dass es immer mehr Menschen gibt, die mit über 40 Eltern werden. Wer soll einen solchen Mix noch brauchen?

Die scheinbar absurde AZ-Logik

Auf die Idee muss man ja erst mal kommen: Da ist die “Abendzeitung” in die Insolvenz gegangen – und erhöht jetzt mal eben die Preise. Die Entscheidung ist trotzdem richtig. Und könnte womöglich sogar zukunftsweisend auch für andere sein.

Jugendsender, Facebook-Seiten und andere Innovations-Attrappen

Manchmal sind es ja die ganz simplen Anlässe, die dann zu längeren Überlegungen führen. Beispielsweise das automatisierte Abbuchen des Rundfunkbeitrags, bei dem man für ein Quartal mal eben gute 50 Euro los wird. Der Gedanke ist zwar weder neu noch originell, drängte sich aber auf: Für was eigentlich? Das öffentlich-rechtliche System würde mir jetzt antworten: [...]

Der Blick in den”Spiegel”

Ab und an soll man ja auch mal was Positives sagen. Um allerdings das Positive, dass ich gleich loswerden möchte, sagen zu können, muss ich erstmal was Negatives vorausschicken: Ich fand den “Spiegel” in der dann doch eher kurzen Mascolo-Ägide gruselig. Voraussehbar, bräsig, langweilig, stereotyp, manchmal hart am Rand der Lächerlichkeit (“Hitlers Uhr”). Manchmal wusste [...]

Warum sich Google und Verlage gar nicht brauchen

Die “Rhein-Zeitung” in Koblenz hat jetzt etwas gemacht, was man gerne viel eher gesehen hätte: Sie hat offen gelegt, wie hoch der Anteil der Besucher ihrer Webseite ist, die über Google News kommen. Genauer gesagt: noch kommen. Denn nach Inkrafttreten des Leistungsschutzrechts am 1.8. war die “Rhein-Zeitung” eine der ganz wenigen, die ernst gemacht haben und [...]