"Universalcode" - der neue Standard der Journalismus-Lehre. 580 Seiten, 27,90 Euro, mit Beiträgen u.a. von Richard Gutjahr, Stefan Plöchinger, Heribert Prantl, Markus Hündgen, Marcus Lindemann, Marcus Bösch. Herausgegeben von Christian Jakubetz, Ulrike Langer und Ralf Hohlfeld. Hier klicken, in den Warenkorb legen - und versandkostenfrei per Haus erhalten!
Am Donnerstag Abend gab´s mal wieder die “Universalcorner” in der Redaktionskonferenz mit Daniel Fiene und Herrn Pähler. Geplaudert haben wir diesmal u.a. darüber, warum es so wichtig ist, in sozialen Netzwerken vertreten zu sein. Gefunden haben wir dabei ganz erstaunliche Dinge. Ebenfalls Themen: Schleichwerbung, das Ende der “Westfälischen Rundschau” und irgendwie mal wieder alles, was in der letzten Medienwoche wichtig war. Nachhören: hier.
Das Medienjahr 2012 – aus etwas ernsterer Perspektive betrachtet als das hier: B5aktuell hat sich damit eine Stunde lang auseinandergesetzt. In der ersten halbe Stunde gebe ich auch meinen Senf dazu. Die Sendung zum Nachhören: hier.
Herr Pähler und Daniel Fiene haben sich für “Was mit Medien” das Thema “Universalcode” nochmal auf Wiedervorlage gelegt, nachdem die beiden schon vor einem Jahr das Thema behandelten, als es noch nicht sehr viel mehr als eine lose Idee war. Jetzt haben sie sich das fertige Buch nochmals vorgenommen und plaudern gewohnt unterhaltsam – nicht nur darüber, sondern auch über ganz vieles anderes. Wie immer schön zu hören, natürlich. Oder wie Herr Pähler sagen würde: nett.
Zugegeben, am Ende wurde es dann doch noch mal eng. Aber das Gefühl, es könnte irgendwie knapp werden, begleitet mich ja schon die ganze Zeit durch das Universalcode-Thema, da kam´s jetzt auf das eine Mal mehr oder weniger auch nicht an. Jedenfalls ist das Portal zum Buch jetzt auch online. Und es hat noch etwas anderes mit dem Buch gemeinsam: Es ist erstmal eine Idee, ein Grundgerüst. Wer Ideen, Anregungen, Informationen, Kritik hat oder sogar eigene Beiträge beisteuern will, immer nur her damit (cjakubetz ät gmail dot com). Schließlich ist das Buch ganz entscheidend durch die Einflüsse von draußen geprägt worden, so soll es auch mit dem Portal sein. Sagen wir es so, das Portal ist die Fortschreibung des Buchs und eine Fortschreibung beginnt immer an irgendeinem Ende, das dann quasi der Anfang ist. Was ich mit diesen etwas länglichen Wort nur sagen will: Erwarten Sie bitte keine fertige und auch keine statische Seite, sondern eher das Grundgerüst für etwas, was in den kommenden Wochen wachsen wird.
Zum Start gibt es auch eine neue Folge des Podcasts, dessen erste Folgen ich ja an dieser Stelle schon gepostet hatte. Sie erinnern sich: Das Vorwort zu “Universalcode” hat Heribert Prantl geschrieben. Naheliegend, dass er auch zum Start des Portals im wahrsten Sinne des Wortes zu Wort kommt. Nachzuhören auf der Seite – oder gleich hier.
Morgen also geht es los: Die ersten Exemplare werden ausgeliefert, vorrangig an die Testleser und natürlich dann nach Reihenfolge der Bestellung. Tatsächlich also sollten die ersten Leser Mitte der Woche ihren “Universalcode” in den Händen halten. Daneben gehen die Arbeiten an der entsprechenden Webseite in den Endspurt. Bei dieser Seite gibt es natürlich weitaus mehr als nur ein paar Infos zum Buch – sondern natürlich auch Videos und ein Podcast. Als kleinen Appetizer gibt es hier schon mal die erste Folge. Das auch als Aktualitätsgründen, weil das Gespräch mit Daniel Fiene während der Medientage in München auf einer U-Bahnfahrt zwischen dem Messegelände und dem Hauptbahnhof aufgenommen wurde. Den Podcast gibt es dann später auch bei iTunes, auf dem Portal und natürlich hier.
Heißt das jetzt wirklich “geplusoned”? Haben sie bei Microsoft noch alle Nadeln an der Tanne? Zahlt irgendjemand für Journalismus und ist Universalcode nicht ein bisschen großkotzig? Das und anderes diskutiere ich wie gewohnt etwas arg vorlaut mit Marcus Schuler und dem großarig coolen Frederic, der uns irgendwo in Portland zugeschaltet war. In der neuesten Ausgabe der Geek-Week. Gibt´s bei iTunes im Abo (sehr zu empfehlen). Oder direkt hier.
Wenn ich mir den Beitrag anhöre, den Radio M94,5 gestern zum Thema “Bloggergate” gesendet hat, dann wird mir erst wieder klar, wie rasend schnell die Betriebstemperatur im Netz steigt und wie sich das kurz vor der Überhitzung stehende Ding dann auch wieder abkühlt. Von “Bloggergate” wird jedenfalls kaum mehr gesprochen, was ein guter Beleg dafür ist, dass es das Thema auch nicht wert ist.
Nachdem ich in dem Beitrag von M94,5 nur in zwei O-Tönen drankomme und das naturgemäß nicht meine ganze Meinung abbildet und weil man das eine oder ja dann doch nochmal klarstellen sollte: Ich sehe die ganze Sache ziemlich pragmatisch und eher unaufgeregt. Ich will damit keineswegs sagen, dass ich versteckte Links gutheiße oder selber so etwas machen würde. Ich glaube nur, dass Blogger, die das tun, sich in der Konsequenz selbst erledigen. Ihr Problem, wenn sie das tun. Begriffe wie Skandal, Gate oder gar Tsunami darf man trotzdem durchaus etwas sparsamer einsetzen.
Und noch eine Anmerkung: Von einem Blog abgesehen, das ich nur vom Nichtlesen her kannte, kannte ich kein einziges. Wären irgendwelche Großblogger dabei gewesen, die ich als besonders lesenswert eingestuft hätte, hätte mich das Thema mehr berührt. Und was Basic Thinking so alles veranstaltet, war mir schon früher eher wurscht, inzwischen ist es mir noch wurschtiger.
Wenn ich etwas über die Jahre hinweg vergessen hatte, dann das: wie viel Spaß Radio machen kann. Deswegen hat es sich gut getroffen, dass ich für DRadio Wissen einen Kommentar geschrieben und gesprochen und geschnitten habe, der heute morgen über den (hach, wie schön analog ist das denn?) Äther ging.
Wenn Sie ihn hören wollen: hier entlang. Der Typ auf dem Foto bin aber nicht ich.
…und diesen Beitrag nehmen Sie bitte nicht weiter ernst, Sie sollten nur dringend hören, was unser Co-Autor Jochen Markett so alles verbricht, wenn er unter seinem Künstlernamen Joey Marketti singend und Blockflöte spielend Bands unterstützt.
(klicken zum Anhören des BR-Beitrags; ca. 4.30 Minuten)
Einblicke ins Passauer Innenleben: Der Bayerische Rundfunk berichtete am Sonntag in seinem “Medienmagazin” ausführlich über die Vergabe des Deutschen Lokaljournalistenpreises an die mittlerweile zerschlagene Lokalredaktion der PNP. Demnach wartet Ex-Lokalchef Helmuth Rücker immer noch auf einen Glückwunsch der Verlegerin (ich vermute: da wartet er, bis er schwarz wird) und die Verlegerin selbst sagt: Es seien ja ganz andere, nämlich “Auflagegründe” gewesen, die zur Auflösung der Redaktion geführt hätten.