Kategorie: DAS BUCHPROJEKT


“Jeder muss immer Blatt machen”

2. November 2011 - 10:36 Uhr

Blatt machen im Netz, geht das überhaupt? Geht nicht nur,muss sogar sein – sagt Stefan Plöchinger, Chefredakteur von sueddeutsche.de und Autor des entsprechenden Kapitels im “Universalcode”. Warum das keineswegs ein Widerspruch ist und was das alles bedeutet, drüber hat er sich plaudernderweise mit Dirk von Gehlen unterhalten.

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Was an Platz für uns noch bleibt

1. November 2011 - 21:24 Uhr

Es ist also fraglich, wieviel Platz künftig für berufsmäßige Autoren, Künstlern und Journalisten noch bleiben wird; und ich bin fern davon, mich über diese Entwicklung zu freuen – aber das wird sie genauso wenig aufhalten, wie Leistungsschutzrechte und Verlagstrojaner.

Jörg Blumtritt hat sich als (erster) Gastautor beim “Universalcode” einige Gedanken darüber gemacht, was Digitalisierung nicht nur für Verlage, sondern auch für jeden einzelnen Journalisten bedeutet. Nachzulesen: hier.

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Das Portal zum Buch

31. Oktober 2011 - 9:15 Uhr

Zugegeben, am Ende wurde es dann doch noch mal eng. Aber das Gefühl, es könnte irgendwie knapp werden, begleitet mich ja schon die ganze Zeit durch das Universalcode-Thema, da kam´s jetzt auf das eine Mal mehr oder weniger auch nicht an. Jedenfalls ist das Portal zum Buch jetzt auch online.  Und es hat noch etwas anderes mit dem Buch gemeinsam: Es ist erstmal eine Idee, ein Grundgerüst. Wer Ideen, Anregungen, Informationen, Kritik hat oder sogar eigene Beiträge beisteuern will, immer nur her damit (cjakubetz ät gmail dot com). Schließlich ist das Buch ganz entscheidend durch die Einflüsse von draußen geprägt worden, so soll es auch mit dem Portal sein. Sagen wir es so, das Portal ist die Fortschreibung des Buchs und eine Fortschreibung beginnt immer an irgendeinem Ende, das dann quasi der Anfang ist. Was ich mit diesen etwas länglichen Wort nur sagen will: Erwarten Sie bitte keine fertige und auch keine statische Seite, sondern eher das Grundgerüst für etwas, was in den kommenden Wochen wachsen wird.

Universalcode-Podcast (3): Heribert Prantl by cjakubetzuser

Zum Start gibt es auch eine neue Folge des Podcasts, dessen erste Folgen ich ja an dieser Stelle schon gepostet hatte. Sie erinnern sich: Das Vorwort zu “Universalcode” hat Heribert Prantl geschrieben. Naheliegend, dass er auch zum Start des Portals im wahrsten Sinne des Wortes zu Wort kommt. Nachzuhören auf der Seite – oder gleich hier.

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Unboxing Universalcode

29. Oktober 2011 - 9:49 Uhr
Foto: Dirk Kirchberg

Foto: Dirk Kirchberg

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Wir nennen es Universalcode

25. Oktober 2011 - 11:34 Uhr

Seit gestern also läuft die Auslieferung von “Universalcode” — und sieht man davon ab, dass es noch die Webseite und ggf. irgendwann mal die Idee einer App gibt, ist seit heute der erste Tag, an dem ich das Gefühl habe, das Projekt sei irgendwie abgeschlossen (was es natürlich nicht ist). Wenn ich auf das gut eine Jahr schaue, das zwischen Idee und Fertigstellung lag, dann glaube ich manchmal, noch nie so viel gelernt zu haben wie in den zurückliegenden12 Monaten. Nein, natürlich nicht nur über irgendwelche technischen und inhaltlichen Dinge, die den Journalismus im digitalen Zeitalter angehen. Sondern auch darüber, wie es sich jetzt und künftig arbeiten lässt. Und wie nicht. Was Zukunft hat und was nicht. Das ist, zugegeben, eine einigermaßen subjektive Sichtweise. Aber schon auch eine, aus der sich für andere und anderes einiges ableiten lässt. Bilanz von 12 aufregenden Monaten…

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Es ist ja nicht etwa so gewesen, als dass ich die Idee, ein Buch über die neuen Anforderungen an Journalisten zu machen, nicht in der einen oder anderen Weise schon mal gehabt hätte. Man überschätzt allerdings die Flexibilität und die Innnovationsbereitschaft von Großbetrieben und namentlich Buchverlagen, wenn man glaubt, man schlage da mal einfach was vor und dann kommt ein netter Mitarbeiter des Verlags und legt einen Vertrag vor und kurz darauf ist man dann Buchautor. Das war halbwegs so bei “Crossmedia”. Beim UVK hatte man 2008 ohne lange Debatten und schnell begriffen, dass es den Bedarf für ein Praxisbuch über crossmediales Arbeiten geben könnte. Ich hatte damals auch mit der “gelben Reihe” gesprochen. Dort allerdings war man 2008 der Meinung, Crossmedia sei ja auch nichts anderes als Onlinejournalismus, weswegen es das Potential für einen eigenen Band dazu nicht gebe. Man könne aber gerne darüber nachdenken, ob man der nächste Auflage des Onlinejournalismusbuch nicht ein kleines Kapitel zu crossmedialem Arbeiten anhängen könne. Für die Idee, etwas deutlich weiterführendes als das “Crossmedia”-Buch zu machen, war aber auch der UVK nicht zu haben. Zugegeben, damals hieß das Ding noch nicht “Universalcode”, es war noch nicht abzusehen, dass so viele großartige Leute mitmachen würden — aber den grundsätzlichen Gedanken hatte ich schon deutlich eher. Beim Verlag hieß es, damit seien keine Auflagen zu erzielen, zudem es ja schon sehr viel Literatur dazu gebe. Ich verübele diese Einschätzung niemandem, zumal mir eines in den letzten Monaten auch klar wurde: So, wie wir “Universalcode” gemacht haben – das wäre in einem konventionellen Verlag nie und nimmer möglich gewesen. Wir hätten einen Vertrag gehabt, der uns kaum Freiräume gelassen hätte. Wir hätten als Marketingmaßnahmen irgendwelche hübschen Flyer und Stände bei Fachveranstaltungen gehabt. Wir hätten nicht so rumspinnen können, wie es bei “Eruyclia” der Fall gewesen ist. Und, vielleicht das Wichtigste: Diese Beteiligung der potentiellen Leser vom ersten Tag an, bis hin zur Abstimmung über das Cover — es fällt mir schwer zu glauben, dass wir das alles in einem konventionellen Verlag so hätten machen können, ganz egal, wie er heißt.

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Überhaupt, das Arbeiten. Ich gehöre bestimmt nicht zu dem, was Sascha Lobo und Holm Friebe als “Digitale Boheme” beschrieben haben. Trotzdem dachte ich in den letzten Monaten oft an das Buch “Wir nennen es Arbeit”. Mir fiel auf, um wie viel effizienter und produktiver Arbeit auch in einem weitgehend virtuellen Verbund sein kann, wenn sie nur mit den richtigen Leuten gemacht wird. Wenn man die ganzen wahnwitzigen Strukturen von Großunternehmen beiseite lassen und sich auf das konzentrieren kann, was man machen will. Wenn man nicht ständig damit beschäftig ist, sich Unternehmenskulturen anzupassen oder aufzupassen, nicht in eine kleine, hübsche Intrige zu laufen (es gibt Menschen, die es darin zu wahren Meisterschaften gebracht haben). Wenn man nicht irgendwelche Eitelkeiten und Befindlichkeitsstörungen berücksichtigen muss und schließlich auch noch im Kopf haben soll, wer im Haus gerade mit wem kann und mit wem nicht. Kulturen gibt es übrigens überall, wenn mehr als eine bestimmte Zahl von Menschen zusammenarbeiten, ob man will oder nicht. Wenn man bei öffentlich-rechtliche Sendern über die Flure geht und man begegnet jemandem mit Schweißflecken, ist das meistens ein Beleg dafür, dass die Klimaanlage ausgefallen ist. Bei der FAZ kann nicht mal der Pförtner noch aufrecht gehen vor lauter Dünkel, bei der SZ musste man zumindest in den Zeiten der Sendlinger Straße ordentlich stenzig sein (ok, das verstehen jetzt vermutlich nur Bayern). ProSiebenSAT1 ist die tägliche Generalversammlung der Designanzugträger, kurzum: Es ist ganz egal, wohin man kommt, erstmal wird der tägliche Kreativtätsversuch von irgendetwas eingeschränkt.

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Natürlich war das ein Spagat mit “Universalcode”. Wie bekommt man es hin, dass ein Buch eine erkennbare Linie hat und mehr als eine Aufsatzsammlung ist, ohne dass man die Texte glatt redigiert, die von einem guten Dutzend sehr unterschiedlicher Leute kommen?  Wie schafft man es, neben dem rein handwerklichen Können auch so etwas wie eine Haltung zu vermitteln, ohne Besinnungsaufsätze zu schreiben und den erhobenen Zeigefinger zum virtuellen Begleiter des Buchs zu machen? Inzwischen bin ich mir sicher, dass eine der Voraussetzungen dazu genau dieses Arbeiten war. Alles, was wir gemacht haben, war und ist unser Risiko. Wir mussten uns nicht durch Strategiemeetings und Redaktionssitzungen schlagen und es gab auch nirgends den einen, der qua Hierarchie Entscheidungen traf, die die anderen zähneknirschend hinnehmen mussten. Ich glaube, uns alle einte dann irgendwie auch der Gedanke, dass am Ende etwas Konstruktives stehen sollte, die Möglichkeit des Scheiterns und des Falsch-Liegens inbegriffen. Immer nur zu sagen, wie etwas nicht geht, das ist auf Dauer destruktiv. Und ja, auch das: billig. Ich glaube inzwischen, dass man kritisieren darf, was man will, irgendwann aber auch eine Art Alternative aufzeigen muss. Macht man das nicht, leidet irgendwann die Glaubwürdigkeit.  Vielleicht haben wir nicht auf alles die richtigen Antworten gefunden, aber ich fühle mich deutlich wohler in dem Wissen, dass wir es zumindest versucht haben. Kein Manifest, das auf keinen Fall. Aber wenigstens ein bisschen Orientierung, ein bisschen Handwerk und Haltung zugleich in einem digitalen Dschungel, der ohnedies schwer genug zu durchdringen ist. Wenn wir das mit “Universalcode” hinbekommen haben, bin ich zufrieden.

 

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Ein Buch – das Update (60): Der Podcast

23. Oktober 2011 - 19:00 Uhr

Morgen also geht es los: Die ersten Exemplare werden ausgeliefert, vorrangig an die Testleser und natürlich dann nach Reihenfolge der Bestellung. Tatsächlich also sollten die ersten Leser Mitte der Woche ihren “Universalcode” in den Händen halten. Daneben gehen die Arbeiten an der entsprechenden Webseite in den Endspurt. Bei dieser Seite gibt es natürlich weitaus mehr als nur ein paar Infos zum Buch – sondern natürlich auch Videos und ein Podcast.  Als kleinen Appetizer gibt es hier schon mal die erste Folge. Das auch als Aktualitätsgründen, weil das Gespräch mit Daniel Fiene während der Medientage in München auf einer U-Bahnfahrt zwischen dem Messegelände und dem Hauptbahnhof aufgenommen wurde. Den Podcast gibt es dann später auch bei iTunes, auf dem Portal und natürlich hier.

Universalcode-Podcast (1): Daniel Fiene by cjakubetzuser

Das Portal startet übrigens vermutlich in ziemlich genau einer Woche – genaueres dann hier.

 

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Ein Buch – das Update (59): Ein Interview mit mir

19. Oktober 2011 - 10:35 Uhr

Spannende Fragen, die sich da so stellen: Wie das denn nun war mit dem Buch? Mit den Autoren? Mit Euryclia? Das alles wollten die Kollegen von journalistenpreise.de im Interview wissen und ich habe gerne geantwortet. Mit besonderem Amüsement übrigens auch auf die Frage, ob ich mir vorstellen könnte, wieder zurück in einen Job als Festangestellter zu gehen, beispielsweise bei der “Passauer Neuen Presse”.

Kann ich? Hier ist die Auflösung.

 

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Ein Buch – das Update (59): Stefan, Dirk und ein Portal

15. Oktober 2011 - 14:17 Uhr

Fangen wir erst mal mit etwas Beruhigendem an: Die Druckerei meldet nach wie vor alles im grünen Bereich. Keine Maschine, die kaputtgegangen wäre, kein Eilauftrag, weswegen man uns nach hinten verschoben hätte. Der 24.10. als erster Liefertermin steht nach wie vor und irgendwie dämmert es mir gerade, dass das ja nur noch ne gute Woche hin ist. Heureka.

 

Einigermaßen zeitgleich wird auch das Portal zum Buch an den Start gehen. An dem arbeite ich noch ziemlich intensiv, wer Lust hat, mitzumachen, gerne melden. Am Freitag habe ich deswegen die Freunde Stefan Plöchinger und Dirk von Gehlen in ihrem Hochhaus am Münchner Stadtrand besucht, die “Süddeutsche” behauptet seit geraumer Zeit, dort zu residieren. Tatsächlich habe ich beide unbeschädigt vorgefunden, und sogar ganz guter Laune. Dirk beschloss irgendwann spontan, er könne doch mal eigentlich Stefan interviewen, was mich wiederum in die angenehme Lage versetzt hat, nur hinter der Kamera sitzen zu müssen. Und wenn sie nicht mal irgendwann an den Kabeln gezogen hätten, wäre das sogar ohne einen Wackler gegangen (Note to self: demnächst endlich mal ne Funkstrecke kaufen).

Gemacht habe ich das in erster Linie für das Portal. Dort wird es einen regelmäßigen Podcast geben und auch ein (nicht immer) regelmäßiges Video.  Das Gespräch zwischen Stefan und Dirk wird dann auch erstens etwas ausführlicher und zweitens ein wenig ernsthafter. Weiter dabei sind Thomas Knüwer und Jörg Sadrozinski, andere kommen noch. Und natürlich werden auch die gesamten bisher bekannten Universalcode-Videos dort zu sehen sein, ebenso wie in einem eigenen Unicode-Kanal. Aber bis dahin ist noch ein bisschen was zu tun, weswegen ich mich jetzt hier wieder ausklinken und ein wenig arbeiten muss, sonst wird das nix mehr. Noch eine Woche. Viel ist das nicht.

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Universalcode – die ersten Stimmen (2): Leonhard Ottinger

13. Oktober 2011 - 10:13 Uhr

“Universalcode” ist wirklich universal. Die Themenpalette reicht von crossmedialer Darstellungsvielfalt über digitale Werkzeuge für spannende Reportagen bis hin zu Tipps für die berufliche Existenz. Besonders gut gefällt mir die intensive Auseinandersetzung mit Video. Anschaulich und zukunftsweisend wird erläutert, wie Fernsehjournalismus durch Onlinevideo inhaltlich und formal ergänzt und weiterentwickelt wird. “Universalcode” liefert eine Reihe von praxisnahen Anregungen für die Lehrpläne der RTL Journalistenschule.

 

(Leonhard Ottinger ist Leiter der RTL-Journalistenschule).

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Ein Buch – das Update (58): 24.10.

11. Oktober 2011 - 9:04 Uhr

Für mein ganz persönliches Wohlbefinden ist es ausgesprochen positiv, die folgende Mitteilung machen zu können: Ab dem 24. Oktober beginnen wir mit der Auslieferung von “Universalcode”. Das ist auch deswegen erfreulich, weil die einen oder anderen Kommentatoren bei Facebook oder Google Plus einen, nun ja, leicht spöttischen Unterton bekommen haben. Hat ja nun tatsächlich auch etwas gedauert, ich erspare Ihnen dennoch die Details. Glauben Sie mir bitte nur so viel: Sie würden es nicht wissen wollen und Sie würden wahrscheinlich auch nur eher ungern ein Buch im Alleingang machen wollen. So, genug gejammert, Spaß gemacht hat es bei alledem dann doch. Sehr sogar. Ein großes Dankeschön deswegen nochmal an alle, die dabei waren, die das ganze Projekt nicht nur mit inhaltlichen Ratschlägen, sondern auch ganz persönlich und privat unterstützt haben, vor allem immer in den Monaten, als ich mich selbst gefragt habe, ob das alles nicht ein bisschen absurd ist.

Wie geht es jetzt weiter? Die Vorbestellet bekommen demnächst Post von Euryclia, allerdings erst mal eine mit eher unerfreulichem Inhalt. Da liegt nämlich eine Rechnung drin, auf der anderen Seite aber auch: ein Termin, wann das Buch da sein könnte. Demnach also bitte: Rechnung bezahlen und dann geht´s los. Und bitte nicht falsch verstehen: Wenn wir am 24.Oktber mit der Auslieferung beginnen, heißt das nicht, dass jeder am 24.10. das Buch auch auf dem Tisch liegen hat. Bitte also nicht nervös werden, wenn es ein paar Tage später wird.

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