Wie die AZ zum Exempel der Krise wird

Vermutlich muss man Martin Balle, dem Neuverleger der Münchner “Abendzeitung” fast schon wieder dankbar sein. Weil er gerade, wenn auch ungewollt, einen Beweis antritt: Man kann Journalismus eher schlecht ohne Journalisten machen.

Warum ich gratuliert habe

Am Freitag habe ich in Hamburg Sebastian Esser getroffen (für die wenigen, die es evtl. nicht wissen: Er ist der Herausgeber der künftigen “Krautreporter”). Wir haben uns schnell ein wenig an die Seite verdrückt…

Krautreporter: Gescheitert an sich selbst

Zumindest eines muss man den “Krautreportern” ja lassen: Ihr absehbares Scheitern hat eine der intensivsten und anhaltendsten Diskussion über ein einzelnes Projekt ausgelöst. Natürlich ist es noch nicht ganz vorbei, wenn sich in den kommenden drei Tagen noch ein bisschen mehr als 7000 Abonnenten finden, dass wird es doch noch was aus dem Magazin.

Am besten tun wir gar nix

Noch immer diskutieren wir, ob Journalismus digital oder analog sein darf/soll/muss. Dabei gibt es inzwischen gravierendere Probleme: Braindrain beispielsweise. Und frustrierte Journalisten, die von dem, was sie da machen, selbst nicht überzeugt sind.

Die Kritiker-Filter-Bubble

Vielleicht ist das ja eine persönliche Sache, was weiß man schon. Aber seit geraumer Zeit gehen mir zwei Sachen ziemlich auf mein sensibles Gemüt. Zwei Sachen, die ich mal sehr geschätzt habe…

Der Lackmustest für uns

900.000 Euro. Auf den ersten Blick denkt man sich: Spinnen die, sind die größenwahnsinnig? Aus “krautreporter.de” soll demnächst ein unabhängiges Onlinemagazin werden. Finanziert von mindestens 15.000 Menschen, die monatlich 5 Euro bzw. jährlich 60 Euro bezahlen.

Das Problem ist nicht das Netz

Ein paar letzte Eindrücke von der re:publica: Das Problem ist nicht, ob Medien analog oder digital erscheinen. Das Problem ist, dass es mit neuen Technologien auch neue Anforderungen an den Journalismus gibt. Und der hält diesen Anforderungen nur bedingt stand…

Total lokal? Total egal!

Kann es sein, dass wir es gar nicht mit einer Zeitungskrise zu tun haben, sondern dass das Problem der Lokaljournalismus ist? Egal ob gedruckt oder gesendet, momentan zeigt sich, wie schwierig es ist, lokale Projekte finanziert zu bekommen.