Die Rhein-Zeitung wagt ein bizarres Experiment: Sie wird zu Deutschlands erster Lokalzeitung ohne Lokalredaktionen. Sie schließt nämlich entgegen erster Meldungen nicht nur kleine Redaktionsstandorte. Sondern de facto: alle Lokalredaktionen. Sie könnte damit einen Vorgeschmack auf das geben, was wir in den kommenden Jahre in einigen Regionen erleben werden. Read More

Beteilige dich an der Unterhaltung

2 Kommentare

  1. So weit, so unschön.
    Nur ganz kurz am Rande sei darauf hingewiesen, dass einer der von der Schließung bedrohten Redaktionsstandorte Mayen heißt, und nicht Mayr.

  2. „Die Zukunft liegt im Internet“. Wie oft musste ich das schon lesen. Und doch gibt es kein einziges Erlösmodell, das hochwertigen Journalismus in den Regionen tragen könnte. Die Anzeigenerlöse sind mickrig, die Klickzahlen nur durch Trash und Clickbaiting in die Höhe zu treiben. Plus-Modelle funktionieren eigentlich bei keiner Regionalzeitung. Nach Marktforschungsanalysen sind auch nur sechs Prozent der Deutschen dazu bereit, überhaupt für digitale Medieninhalte zu zahlen. Und da ist dann auch schon Netflix oder AmazonPrime drin, gegen die eine Lokalzeitung konkurrieren muss. Das ist die traurige Wahrheit. Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Verlage zu solchen Mitteln greifen. Es gibt einfach keinen Ausweg aus dem Zeitungssterben. So fatalistisch bin ich mittlerweile.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.