Kategorie: IN EIGENER SACHE


Programmhinweise

23. Dezember 2012 - 11:29 Uhr

Es war, zugegeben, nicht ganz leicht, da hin zu kommen – weil sie mich an der Pforte erst irgendwie nicht reinlassen wollten. Am Ende hat aber dann doch alles geklappt, weswegen Sie mich im Medien-Jahresrückblick auf B 5 aktuell ertragen müssen. Mit Ingo Lierheimer habe ich ein wenig über das Jahr geplaudert, das ja leider nicht nur voll mit guten Nachrichten war. Und natürlich sind wir am Thema Zeitungssterben auch nicht vorbeigekommen. Sendetermin: 26.12., 14.05 Uhr, und Sonntag, 30.12., 21.05 Uhr. Die Sendung gibt´s natürlich auch im Podcast und als livestream unter b5aktuell.de.

Apropos Zeitungssterben: Darum geht es dann auch gleich wieder zu Beginn des neuen Jahres im “Funkhaus Wallraffplatz” bei WDR 5. Und auch, wenn ich eigentlich nicht immer im Kontext mit dem Begriff Zeitungssterben auftauchen möchten (was wird Google dazu mal sagen?), debattiere ich da ebenfalls mit. Zweiter Studiogast wird übrigens BDZV-Chef Helmut Heinen sein; ich glaube, das wird spannend. Sendetermin (das ist live) ist am 5. Januar von 9.20 bis 10 Uhr.

drehscheibe

Und wenn Sie es denn gar nicht mehr schaffen, bis Weihnachten auf ein paar Meinungen zum Thema Zeitungskrise zu verzichten - hier kommen drei im Video: Joachim Braun (frischgekürter “Chefredakteur des Jahres” übrigens), Horst Seidenfaden (Chefredakteur der HNA) und ich verraten, wie wir das so sehen mit dem vermeintlichen Ende der Tageszeitung und der Zukunftsfähigkeit von Verlagen. Was mich etwas beunruhigt: Früher hatte ich bei solchen Debatten immer gerne die Rolle des Pessimisten, heute wirke ich gegenüber Seidenfaden und Braun fast verbindlich freundlich. Vielleicht ist das ein Zeichen beginnender Altersmilde, aber als ein gutes Zeichen würde ich das als Printmensch jetzt nicht unbedingt werten.

 

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Ein Journalist neuen Typs

6. Dezember 2012 - 22:07 Uhr

Drüber beim “Universalcode” steht jetzt ein Interview, das ich Ihnen gerne ans Herz legen würde. Ich habe mich mit Julius Tröger unterhalten, nicht nur, weil er in New York gerade eine “Nerdhospitanz” (er nennt das selber so) absolviert. Sondern weil ich es interessant finde, wie da jemand ganz ohne jegliches Aufsehen und langes Gerede all das versucht umzusetzen, von dem ich (und vermutlich nicht nur ich) denke, wie  Journalisten eines neuen Typs entstehen. Jemand, der vieles ausprobiert, keine Berührungsängste auch mit komplexer Technik und neuen Erzählformen hat – und dennoch immer noch Journalist ist. Einer, für den Technik einfach nur ein Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck ist. Für den immer noch die gute Geschichte zählt, für die Technik einfach nur ein Hilfsmittel ist, so wie es früher meinetwegen Stift, Notizblock und Schreibmaschine waren.

Julius Tröger. (Foto: Scott Klein, Editor of News Applications, Propublica.org).

Und vor allem mag ich, dass er völlig undogmatisch an die Dinge herangeht. Keiner von denen, die mit allem, was sie tun, den Grabenkrieg zwischen digital und analog befeuern. Es ist ja nicht so, dass ein Onliner per se ein besserer oder schlechterer Journalist ist. Es ist nur – anders.

Das Interview mit Julius gibt´s hier, direkt daneben steht sein überaus lesenswerter Crashkurs für Journalisten, die sich vielleicht doch mal mit dem Thema Programmierung beschäftigen wollen.

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Wer bin ich?

14. November 2012 - 15:27 Uhr

Wer bin ich (im Internet) und wenn ja wie viele? Darüber haben wir am Montag im “Digitalen Quartett” gesprochen. Unsere richtigen Identitäten waren Daniel Fiene, Ulrike Langer, Franziska Bluhm, Kixka Nebraska und ich. Glaub´ich zumindest.

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Dreimal Medientage

23. Oktober 2012 - 11:25 Uhr

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Von Mittwoch bis Freitag bin ich bei den Medientagen, hauptsächlich am Stand der famosen “Rundshow” (der wiederum überraschenderweise direkt am Stand des BR angedockt ist). Wenn Sie zufällig den famosen Moderator Richard Gutjahr oder den famosen Produzenten Markus Walsch ebenfalls sehen und beplaudern wollen, nur zu: Irgendeiner von uns wird immer da sein.

Für die Berufseinsteiger unter Ihnen empfiehlt sich ein Besuch auf dem Areal des Mediencampus Bayern, das nicht nur mit vielen Ständen und spannenden Gästen aufwartet, sondern zudem noch komplett kostenlos ist.

 

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Mein Telekom-Tagebuch (10 – Epilog 2): Es gab mich nie

14. Oktober 2012 - 10:33 Uhr

12. Oktober 2010: Endlich rausgefunden, warum das nicht geklappt hat mit dem Auftrag an die Telekom. Bin ja selbst schuld! Hätte ja nur einen Auftrag abgeben müssen, dann hätte man das schon gemacht! So aber: kein Auftrag, kein Telefon, kein Internet.

Glauben Sie nicht?

Ist aber so. Schreibt die Telekom als Antwort auf mein Auftragsstorno:

Sehr geehrter Herr Jakubetz,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir bedauern, dass wir Ihnen nicht so schnell wie erwartet auf Ihre E-Mail antworten konnten.

Sie möchten Ihren Auftrag wieder zurücknehmen.

Unsere Recherche hat ergeben, dass wir keinen Auftrag in unserem System vorliegen haben. Daher ist eine Stornierung nicht notwendig.

Für Ihre Fragen zu unseren Produkten und Leistungen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice

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Mein Telekom-Tagebuch (9 – ein Epilog): So machen es die anderen

10. Oktober 2012 - 8:07 Uhr

So, liebe Telekom, gib fein acht, ich hab dir etwas mitgebracht – nämlich die Geschichte vom Mitbewerber:

Gestern Antrag weggeschickt. Auftragsbestätigung am selben Abend. Heute Termin für Installation und Freischaltung bekommen. Ab 22.10. habe ich das, was ihr in 40 Tagen nicht hingebracht habt. Nebenbei bemerkt: Das gleiche Produkt um einiges günstiger.

Von euch: kein Wort der Entschuldigung, des Bedauerns oder sonst irgendwas. Gar nichts.

So tickt die Telekom im Jahr 2012. Und um ganz ehrlich zu sein: Inzwischen finde ich es ausgesprochen schade, dass sie immer noch da ist. Bahn und Banken habe ich ohnehin auf meiner persönlichen Blacklist, mit der Telekom ist jetzt ein ernsthafter Mitbewerber dazugekommen. Glückwunsch.

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Mein Telekom-Tagebuch (8 und Schluss): Storno

8. Oktober 2012 - 16:25 Uhr

Gestern mit einer netten Dame von @Telekom_hilft telefoniert, die mir für heute Rückruf zugesagt hat. Passiert ist natürlich nichts und weil möglicherweise alle Leser, nur ich nicht, diese Rubrik lustig finden – habe ich gerade eben aufgegeben: Nach 39 Tagen Auftrag storniert. Das wird der Telekom zwar vermutlich herzlich egal sein, aber ich habe mit meiner Zeit wirklich Besseres zu tun, als einem Provider nachzulaufen, der nicht kann oder nicht will oder vielleicht auch gar nicht mehr existent ist, was weiß man schon.

Dem geneigten Leser empfehle ich, daraus jeden Schuss zu ziehen, den er will.

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Das Schmierentheater der dapd

3. Oktober 2012 - 22:19 Uhr

Die Kollegen von “Newsroom” haben mich nach meiner Meinung zu den Vorgängen bei der dapd gefragt.  Und selten ist es mir so leicht gefallen zu antworten – nämlich das folgende:

Sätze wie diesen habe ich vor 25 Jahren zum ersten Mal gelesen: dass Medien keine Kaugummifabrik seien, dass man in dem Moment, in dem man Medien produziert, eben mehr im Kopf haben müsste als nur eine wie auch immer geartete Gewinnmaximierung. Dass man damit auch eine gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Ich habe das über lange Jahre für eine etwas arg pathetische Angelegenheit gehalten. Sie ist mir erst wieder in den Sinn gekommen, als ich von der dann reichlich überraschenden dapd-Insolvenz gelesen habe. Da werfen also zwei Finanzinvestoren ihr Spielzeug in die Ecke, nachdem sie überraschenderweise feststellen musste, dass eine Nachrichtenagentur weniger Rendite abwirft als eine Kaugummifabrik. Demnach also: weg damit.

Das wäre das gute Recht der Gesellschafter, wenn es sich dabei um eine Kaugummifabrik handeln würde (wobei man das Verhalten der dapd-Gesellschafter selbst dann verwerflich finden könnte). Aber wir reden hier von der zweitgrößten Nachrichtenagentur des Landes, deren größtes Kapital übrigens, wie wunderbar ironisch, ihre Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit sein sollten. Dabei haben sich die dapd-Gesellschafter benommen wie Rabauken aus den Untiefen des Manchester-Kapitalismus. Journalisten von der Konkurrenz weggekauft, als schon lange klar sein musste, dass die dapd in beträchtlicher finanzieller Schieflage sein musste. Ich weiß von Kollegen, die haben erst vor einer Woche noch Jobangebote der Agentur erhalten.

Einen neuen Dienst auf den Markt geworfen, gerade mal knapp zwei Wochen vor der Insolvenz. Die Öffentlichkeit und auch die eigenen Mitarbeiter über die eigene wirtschaftliche Lage im Unklaren gelassen (die letzten belastbaren Zahlen der Agentur stammen aus dem Jahr 2009). Und dabei gleichzeitig keine Gelegenheit ausgelassen, den Branchenprimus dpa zu attackieren,meistens großspurig, unangemessen, manchmal unfassbar kleingeistig. Und nur sehr selten so, dass man wenigstens attestieren könne, ein wenig Druck habe der gelegentlich etwas trägen dpa sicher nicht geschadet.

Man wüsste gerne, was wohl Journalisten der dapd geschrieben hätten, müssten sie über solche Vorgänge berichten. So aber spielt sich das Schmierentheater im eigenen Haus ab. Eines, bei dem man auch beim dritten Hinschauen fassungslos davor steht und sich fragt, wie überhaupt so etwas möglich sein kann. Die Ankündigung der Gesellschafter, bei einer erfolgreichen Weiterentwicklung der Agentur möglicherweise doch dabei bleiben zu wollen, liest sich wie ein zusätzlicher blanker Hohn. Zumal man sich ja auch fragen muss, wie die Herren Gesellschafter sich das vorstellen: Die Marke dapd dürfte bis auf weiteres derart ruiniert sein, dass eine Zukunft der Agentur kaum vorstellbar ist.

Immerhin, wenn man denn wenigstens irgendwas Lehrreiches aus dem dapd-Desaster ziehen wollte, dann das: Finanzinvestoren und Medien, das gehört nicht zusammen, das passt nicht zusammen, das wird nie zusammengehen. Von den beiden dapd-Gesellschaftern jedenfalls wünscht man sich, dass sie künftig ihre Millionen in Kaugummifabriken stecken. Wenn überhaupt.

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Universalcode – jetzt auch als E-Book

19. Juni 2012 - 13:04 Uhr

Zugegeben, es hat ein wenig gedauert mit der Umsetzung. Aber jetzt haben wir es dann doch mal geschafft, der “Universalcode” ist jetzt auch als E-Book zu haben. Seit dieser Woche u.a. bei Amazon und einigen anderen Shops, bei Apple dann auch, wenn man sich dort davon überzeugt hat, dass wir nicht jugendgefährdend sind. Preislich wollten wir ja mit gutem Beispiel vorangehen und nicht einfach nur den Alibi-Euro billiger sein als ein gedrucktes Buch. Deswegen: statt der 27,90 fürs gedruckte Buch kostet der E-Universalcode nur 19,90. Und wenn ich das mal so deutlich sagen darf: Wir empfehlen und präferieren eindeutig das E-Book, schon alleine deswegen, weil es für den Nutzer viel einfacher und praktischer zu handhaben ist als ein gedrucktes Etwas, das irgendwann mal mit lauter kleinen Post-it´s verunstaltet ist.

Bei Amazon hat´s übrigens schon mal gut angefangen:

 

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Wie das ZDF jetzt das Web ins TV holt…

14. Juni 2012 - 11:57 Uhr

…wollte ich erst hier beschreiben, hab´s dann drüben auf dem Tribünenblog gemacht, weil es viel lustiger ist, dem Olli und der Katrin beim twittern und bei diesem Internet zuzuschauen, als lange halbkritische Betrachtungen darüber in einem Medienblog abzusondern. Wenn ich Sie deshalb einmal hier entlang bitten dürfte, danke sehr.

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