Kategorie: VIDEOS


Südafrika, 2010 (21): Ah- Ah- Asamoah!

25. Juni 2010 - 11:11 Uhr

Nachts erst nach Hause kommen, am nächsten Morgen um 5 aufstehen, um zu Gast im “Morgenmagazin” zu sein: Für einen beträchtlichen Teil unserer Seminargruppe waren Mittwoch und Donnerstag ziemlich anstrengende, trotzdem aber unglaublich erlebnisreiche Tage. Neben einer eher unerwünschten Begegnung mit der Stadionpolizei gab es eine ziemlich überraschende Begegnung mit Gerald Asamoah. Der wurde dann entsprechend gelöchert und gab trotz der frühen Uhrzeit einige gut gelaunte Antworten.

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Hier kann immer alles jederzeit passieren. Sagte uns der Guide, der uns am Sonntag durch Kliptown geführt hat. Heute ist er tot. Verbrannt in seiner eigenen, kläglichen Hütte. Wir wissen nicht, wie es passiert ist, wir können nur spekulieren. Darüber, warum seine Hütte in Flammen aufgegangen ist und warum er dort nicht mehr herausgekommen ist. Alles kann hier passieren. Immer. Und zu jeder Zeit.

Denken Sie bitte nicht, Südafrika sei eine folkoristische Idylle.

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Südafrika, 2010 (19): Südafrika zelebriert eine Niederlage

23. Juni 2010 - 12:37 Uhr

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Man könnte das ja so sehen: Sie sind der erste WM-Gastgeber in der Geschichte, der es nicht über die Vorrunde hinaus geschafft hat. Sie haben gegen Uruguay ein ziemlich desolates Spiel abgeliefert und haben es nicht geschafft, einer französischen Mannschaft, die nur noch auf dem Spielberichtsbogen existierte, mehr als zwei Tore zu verpassen. International ist ihre Mannschaft nach wie vor bestenfalls zweitklassig. Und jetzt ist die Party vorbei. Nach gerade mal drei Spielen.

Oder man könnte es so sehen: Sie habe alles gegeben, haben gekämpft wie die Löwen, haben nur einmal verloren, daneben ein respektables Unentschieden geholt und den Vizelweltmeister geschlagen. Wir können stolz sein auf unser Team, darauf, dass wir hier die WM haben — und wir können uns freuen, dass die Party noch zwei Wochen weitergeht. Wir sind draußen, ok, aber dann untersützen wir jetzt eben die anderen afrikanischen Mannschaften. Oder Germany. Oder Brazil. Hauptsache: Party. Und die feiern wir jetzt, hier und heute. Weil wir keine Verlierer sind.

In Südafrika haben sich die Menschen für die letztere Variante entschieden. Mit gutem Recht. Die Zeitungen sind voll mit Lobeshymnen auf die Bafana. Und was die Menschen gestern abend im Fanpark gemacht haben, sehen Sie ja selbst. Keine Spur von Trauer.

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Südafrika, 2010 (17): Kliptown

22. Juni 2010 - 16:50 Uhr
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Der eher untaugliche Versuch, die Eindrücke aus einem Besuch in einem Slum zusammenzufassen: Kliptown in gut zwei Minuten.

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Südafrika, 2010 (16): Gesichter aus Soweto

22. Juni 2010 - 15:20 Uhr
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Vielleicht die schönste alternative Art, Soweto zu erkunden: Man nimmt sich die Kamera, schraubt das Tele auf und fotografiert Menschen. Als ich die Bilder sortiert habe, fiel mir auf, dass diese Gesichter mehr über die Menschen in diesem Land erzählen als lange Texte (von denen ich aktuell ohnehin genug geschrieben habe.) Deswegen 2.30 mit Gesichtern. Und Menschen.

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Südafrika, 2010 (14): Bafana Tuesday

22. Juni 2010 - 12:52 Uhr

Heute ist Bafana Tuesday. Ein ganzes Land fiebert mit seiner Mannschaft, wobei dieses Fieber Ausmaße annimmt, die wir in Deutschland nicht kennen.  Natürlich ist das Spiel der Südafrikaner später gegen Frankreich das Thema Nummer eins in allen Medien, vom Fernsehen bis zu den Zeitungen ist von nichts anderem mehr die Rede.  Und natürlich regiert hier nicht etwa das, was wir Objektivität nennen würden. Patriotismus pur ist ausgebrochen, die Blätter schreiben von “historischer Chance”, fordern die Menschen auf, ihre Mannschaft zu unterstützen. Und natürlich unterstützen sie ebenfalls, mit beachtlichem Optimismus: Die Redaktionen rechnen ihren Lesern vor, dass man gerade mal Frankreich 3:0 schlagen müsste und wenn dann noch Uruguay ebenfalls 0:3 verlieren würde, dann wäre Südafrika — zack ! — schon durch. Gut, wenn Mexiko unentschieden spielen würde, wäre Bafana selbst bei einem 17:0-Sieg gegen Frankreich draußen, aber das muss man ja nicht überbetonen.

Interessant ist das, wenn man sich überlegt, wie wohl deutsche Medien auf eine solche Situation reagieren würden. Vermutlich wäre (was ja auch nahe an der Wahrheit ist) die Rede davon, dass die Mannschaft nur noch theoretische Chancen auf die nächste Runde habe.  Hier ist das anders. Irgendwo im Hinterkopf hat man die theoretische Möglichkeit, dass es das heute mit der WM gewesen sein könnte. Aber solange es nicht vorbei ist, ist es nicht vorbei, sagt man sich. Schimpfen und wehklagen kann man immer noch genügend, wenn es dann vorbei ist. Wobei es schon irgendwie sehr bemerkenswert ist, wie sehr die Südafrikaner ausblenden, dass sie es realistisch mit einer Mannschaft zu tun haben, die international kaum zweitklassigen Ansprüchen genügt. Und Gegner Frankreich mag momentan ein wenig schwächeln, ist aber immerhin noch Vizeweltmeister.

Egal. Vielleicht versteht man die Begeisterung und dieses überaus innige Verhältnis zum Fußball erst so richtig, wenn man gesehen hat, wie sie hier die Nationalhymne singen (das Video habe ich beim zweiten Vorrundenspiel aufgenommen. Sorry für die Qualität, aber auf dunkle, verrauchte Sportbars ist die Flip nicht eingestellt — und für ein sponatnes Mitsingen der Hymne geht´s halt nur so, dass man die Flip schnell rausholt und draufhält, dafür ist sie gemacht):

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Südafrika, 2010 (10): Zwei Tage in drei Minuten

18. Juni 2010 - 17:05 Uhr
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Ohne viele Worte: Die ersten Impressionen von Land und Leuten und Seminar in drei Minuten (und ein paar zerquetschten). Dass Lothar Matthäus Trainer bei den Löwen werden soll und Deutschland gerade eben gnadenlos vergeigt hat, hat die auf den Bildern erkennbare gute Stimmung bei uns aber gerade eben erkennbar gedrückt. Na gut…bei mir wenigstens.

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Wasserstandsmeldungen heute: Weil sich bei diesem Begriff gerade so schön fabulieren lässt, würde ich heute gerne mit der Mitteilung starten, dass die Toiletten in der Deutschen Schule gerade kein Wasser haben. Unnötig dazu zu sagen, dass es auch kein Internet gibt im Moment, wobei ich auch da wieder, so wie gestern schon, gelernt habe zu priorisieren. Wasser ist wichtiger als Internet. Es brauchte viele Lebensjahre und eine Reise nach Südafrika, um das zu realisieren.

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Heute Public Viewing in der Deutschen Schule in Johannesburg. Das kostet Eintritt, 50 Rand. Das ist zwar keine offizielle Veranstaltung der FIFA, sondern der Schule. Trotzdem hält die FIFA die Hand auf. Eine Sache, die hier vielen Menschen sauer aufstößt. Noch viel mehr als vor vier Jahren in Deutschland hatten hier viele Menschen darauf gehofft, aus der WM auch ein kleines persönliches Geschäft machen zu können. Ob als fliegende Händler mit Fahnen, Seeets oder anderem Krimskrams. Oder als Vermieter ihrer Häuser. Beides klappt nicht. In Sachen Händler ist die FIFA überaus rigoros, auch beim Marketing. Vor ein paar Tagen hat die Polizei hier sogar ein paar holländische Fans verhaften lassen, weil man in der FIFA-Paranoia wohl dachte, sie wollten Guerilla-Marketing für Jägermeister machen (das ist übrigens kein Witz). Die FIFA hat übrigens den höchsten Gewinn, den sie jemals bei einer WM erzielt hat. Wenn hier jemand profitiert, dann sie. Die, die ohnehin schon arm sind, verlieren jetzt noch mehr.

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Blogprobleme: Kann mir jemand helfen?

20. Februar 2010 - 10:34 Uhr

Diese kleine Seite hat ein Problem. Das Dumme ist: Ich habe keine Ahnung, welches. Ich bekomme seit ein paar Wochen Rückmeldungen von verschiedenster Seite, die mir von technischen Problemen berichten. Mehrere Leser haben sich gemeldet, weil sie eine Trojaner-Warnung bekommen. Andere — siehe auch Kommentare — berichten von Problemen mit den Ladezeiten und darüber, dass die Seite mit dem Google-Reader nicht mehr kompatibel sei.

Das ist ärgerlich, für Sie und für mich. Zumal, paradox genug: Ich habe kein einziges Problem bisher gehabt, weder bei internen noch bei externen Zugriffen. Ich habe mir die WP-Installation angesehen und entdecke nix. Die Seite lädt bei mir ganz normal und von Trojanern ist auch nicht die Rede. Trotzdem glaube ich nicht an Zufall, wenn sich mehrere Menschen unabhängig voneinander melden.

Deswegen jetzt mal der Versuch, die Weistheit der Massen zu mobilisieren: Hat jemand eine Idee, was sein könnte? Ein paar Tipps, ähnliche Erfahrungen? Selber Fehlermeldungen bei diesem Blog? Gerne per Mail (cjakubetz (ät)gmail.com) oder in den Kommentaren. Danke jetzt schon mal!

(Nachtrag: Kaspersky beispielsweise wirft die folgende Warnung aus:

Das Objekt ist mit HEUR:Trojan.Script.Iframer infiziert)

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Die “Journalistenmutter” im Interview

9. Februar 2010 - 13:33 Uhr

Wenn man denn eine echte Institution der Journalistenausbildung kennenlernen will, muss man gar nicht weit fahren: Altheimer Eck 3, München – da sitz die Frau, bei der sie alle waren. Jauch, Maischberger, Hacke, Weiler, Niggemeier, wie sie alle heißen. In dieser Woche geht Tina Giersberg in den Ruhestand, Richard Gutjahr hat deswegen dieses Interview mit ihr aufgenommen (der war da auch mal).

Und ganz ehrlich gesagt: Wie eine DJS ohne Tina Giersberg aussieht, kann ich mir im Moment noch nicht so richtig vorstellen.

(Beim Kollegen Gutjahr können Sie Tina Giersberg übrigens auch gerne schreiben.)

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Journalismus 2010 (3)

3. Februar 2010 - 16:55 Uhr

Heute die erste Frau in unserer kleinen Interview-Reihe: Dr. Elvira Steppacher, Direktorin des ifp in München über Qualität im Journalismus, die Zukunft der “Freien” — und darüber, warum sie sich zunächst mal kein iPad zulegen will.

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Über das Berufsbild von Journalisten

31. Januar 2010 - 12:48 Uhr

Der Kollege Phillip Ostrop hat beim “Forum Lokaljournalismus” mitgeflippt und u.a. dieses Video von der Debatte über zukünftige journalistische Berufsbilder online gestellt. Ich bin derjenige, der in der Mitte des Videos sein Mikro geschreddert hat.

Mehr zum Thema “Folo 2010″ nebenan im Ostroplog.

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