lexikon der absurditäten

wirklich nicht schön ist das, wenn man noch jahre nach einem ereignis für die folgen des ereignisses verantwortlich gemacht wird, obwohl man schon damals sagte, dass man die befürchtung habe, das ereignis könne irgendwie unschön ausgehen.

heute mit einem schüler der 41 a der djs drüber debattiert, woher in der klasse dieses tiefsitzende misstrauen gegenüber neuen medien komme. antwort, sinngemäß: die vielen new-economy-heilspropheten von damals haben jede vorhandene form des urvertrauens vernichtet. yo. verstehe ich natürlich.

für alle die, die es nicht verstehen, mein kleines lexikon des neumedialen aberwitzes von damals, meine eigene wikimedia sozusagen.

konvergenz-manager, der: bringt zusammen, was nicht zusammengehört und auch nicht zusammengehören will. ab ca. 15 uhr verstärkt in fitness-studios oder völlig sinnlosen panels anzutreffen. keine angst, nicht bösartig, will nur spielen.

erfinder, der: unverzichtbarer innovativer geist der ne-firma. produziert jeden tag unglaubliche ideen und erfindet bahnbrechendes wie den videochat. prädestiniert für anschlusskarriere als postillion.

vision, die vgl. hierzu auch „unsere firma wird 2004 marktführer sein“. klappt aber nur, wenn´s die firma dann überhaupt noch gibt.

head of, the moderner begriff für „leiter der schadensregulierung, buchstaben a-k“.

bademeister, der wird von firmen eingestellt, die nachhaltigen wirtschaftlichen erfolg auch ohne plausibles geschäftsmodell erreichen.

betriebsübergang, der summe aller bisher aufgeführten begrifflichkeiten.

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