Qualitätsinseln, nachts um halb zwölf

Eigentlich hätte ich an dieser Stelle heute gerne ein paar Sätze geschrieben über einen eigenartigen Film von Thomas Leif (genau, der). Darüber, wie erstaunlich es ist, dass jemand, der einem Netzwerk Recherche vorsteht, selber sich die Dinge so lange hinbiegt, bis sie ihm in den Kontext passen. Darüber, dass jemand, der von der schnellen Kohle im Internet spricht, sich mit dem Web noch nicht allzu sehr befasst haben kann. Und darüber, dass man einen Titel wie „Quoten, Klicks und Kohle“ eher bei RTL 2 als in der ARD vermuten würde (entsprechend war der Film dann auch). Und darüber, dass nur jemand Kurt Beck zur Lichgestalt und zum Verteidiger des Qualitätsjournalismus hochjazzen kann, der irgendwie aus der (geographischen) Nähe von Kurt Beck kommt. Und darüber schließlich noch, dass es ja schon irgendwie ulkig ist, wenn jemand, dessen Netzwerk sich u.a. „Journalisten machen keine PR“ auf die Gutmensch-Fahnen geschrieben hat, eine lupenreine PR-Leistung in eigener (öffentlich-rechtlicher) Sache abliefert (wusste ich es doch, warum mir dieses NR irgendwie suspekt ist).

All das hätte ich schreiben wollen. Aber Michael Hanfeld hat das in der FAZ schon sehr viel pointierter getan.

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1 Kommentar

  1. … klar, der Film war kein Meisterwerk. Aber letztlich nur das Echo auf die ach so unabhängige, unvoreingenommene Berichterstattung von „Qualitätsjournalisten“ wie Herrn Hanfeld & Co.

    Das macht den Film nicht besser, erklärt aber vielleicht einiges.

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