Der Arbeitsplatz der Zukuft…

…so sieht er aus. Eher heute als morgen. So und nicht anders. Gut hinschauen, Nachwuchsjournalisten. Und ebenfalls gut hinschauen Printverlage, die ihr immer noch meint, man macht Zeitung und wirft dann ein paar Brosamen davon ins Internetz.

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4 Kommentare

  1. Hm. Ich sehe Arbeitsplätze für in Minuten austauschbare Besitzer. Ich sehe kein Telefon – braucht man ja auch nicht, wenn man das copy-paste-Syndrom in sich hat und alles von google, wiki und den Kollegen veröffentlichte in den eigenen Text einkopiert. Ich sehe einen Schreibtisch für viele Chefs, die den Redakteuren mit atemloser Hetze nach Tagesaktualität keine Zeit zum Nachdenken über Grundsätzliches lassen.

    Ich ahne, daß der gute Journalist der Zukunft als einer definiert wird, der nicht nur klasse bloggt, sondern auch leicht verständliche Häppchen-Analysen schreibt, eine angenehme Radio-Stimme hat, telegen aussieht und es liebt Videos zu schneiden, kurz, dem das Entertainment frisch durchs Blut fließt.

    Komisch – irgendwie hänge ich immer noch der romantischen Vorstellung an, für das Internet müsse man anders recherchieren, schreiben, produzieren als für das Radio oder das Fernsehen oder die Zeitung.

    Ich bin wohl ein Ewiggestriger.

  2. P.S.: Womit ich nichts gegen die Ausbildung in all diesen Bereichen gesagt haben will. Die ist sehr wohl notwendig – als Basis für eine künftige Spezialisierung.

  3. Die Qualität eines Journalisten und mithin von Journalismus hängt nur sehr bedingt von seinem Equipment ab. Googeln kann er heute schon in der kleinesten Lokalredaktion irgendwo in der Provinz. Wer das (als einzige Recherchequelle) tut, ist einfach nur ein schlechter Journalist und hat in diesem Job nichts zu suchen. Für alle anderen ist die Digitalisierung nach meinem Empfinden wahlweise eine Herausforderung oder auch eine Bereicherung. Alles gleich gut wird ein Journalist ohnehin nie beherrschen können. Aber das verlangt auch niemand.

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