Kein Nachwuchs mehr für ARD und ZDF

Wenn ich ARD und ZDF so ansehe, muss ich irgendwie immer an Rentner in Jeans denken. Dass das ZDF im vergangenen Monat einen Marktanteil bei den 14-29jährigen hatte, der gleichauf mit Kabel 1 war, wundert niemanden, der das ZDF länger als zehn Minuten gesehen hat. Bei allen vereinzelten journalistischen Perlen, die so ein öffentlich-rechtlicher Apparat immer wieder produziert, man kann auf Dauer das Programm des ZDF erst ab 50plus anschauen. Und über die ARD-Unterhaltung ist eh schon alles gesagt worden, nur noch nicht von jedem. Ein Senderverbund, der allen Ernstes am Samstag abend im neuen Jahrtausend ein Remake von „Am laufenden Band“ ins Programm hievt und dessen schärftste Waffe am Samstag abend ansonsten Florian Silbereisen und Andy Borg sind, darf sich nicht wundern, wenn er vor dem Bildschirm vor allem ein Publikum versammelt, das Andy Borg und Florian Silbereisen gut findet.

Andererseits: Die Versuche von ARD und ZDF, die Jugend zurück ins Programm zu holen, sind stellenweise so merkwürdig, dass man den jungen Menschen auf einmal gar nicht mehr richtig böse sein mag, wenn sie lieber RTL 2 schauen. Findet auch Bernd Gäbler und nennt ziemlich klare Gründe dafür. 

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1 Kommentar

  1. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung und der Verteilung der Kaufkraft in Deutschland könnte man natürlich auch auf den fiesen Gedanken kommen, dass ARD und ZDF tatsächlich die Alten als Zielpublikum ins Auge gefasst haben. Nur würde das selbstverständlich niemand zugeben…

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