„Zur Freude der Bloggerszene“

Merkwürdigste Überschrift der Freitags-SZ: „Im Internet  bekämpfen sich „Handeslblatt“-Redakteure – zur Freude der Bloggerszene“

Zur Freude der Bloggerszene? Ach , Herr Hoff…

Und wenn wir schon mal beim Kleinkariertsein sind: Wenn Sie denn wenigstens in Ihrem Text einen einzigen Beleg für die vermeintliche „Freude“ der Szene liefern würden – stattdessen schreiben Sie lediglich, dass Blogger auf kaum etwas so empfindlich wie auf Löschungen reagieren würden (unbestritten). Jedenfalls dachte ich immer, ein Text müsse halten, was eine Überschrift ankündigt.

Merkwürdigstes  Fazit des heutigen Tages:  (…) „Ein geübter Leser wird ein schlauer Nutzer des Netzes sein. Wer aber über  dem Herumklicken im Netz die Bücher vernachlässigt, kann nie vom User zum Leser werden“, schreibt Kurt Kister auf Seite 4 zur steigenden Zahl der Nicht-Leser. Was zweifelsohne zutrifft, sich in gleichem Maße aber auch auf Fernsehzapper und exzessive Nebenbei-Radiohörer  anwenden ließe.

Freunde werden die SZ und das Netz wohl nicht mehr.

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2 Kommentare

  1. „Freunde werden die SZ und das Netz wohl nicht mehr.“

    Ist das nicht ein klitzekleines bißchen vermessen, in Sachen Thomas Knüwer das gesamt www auf seiner Seite zu wähnen? Hätte man es nicht auf sämtliche .de-Adressen beschränken können?

    😉

    Und ach ja, Interviews mit befreundeten Kollegen (siehe Knüwer, Focus) würde ich prinzipiell wegen fehlender Distanz nicht führen. Ich habe auch in diesem Fall nicht den Eindruck, dass Sie ihren eigenen Ansprüchen gerecht würden.

    PS: In Sachen PNP bin ich auf ihrer Seite.

  2. @Tom: Bevor es zu Misssverständnissen kommt: Thomas Knüwer und ich sind weder Kollegen noch befreundet – wir sind uns persönlich noch nie über den Weg gelaufen, wir kennen uns allenfalls vom „lesen“. Wäre es anders, hätte ich das Interview für die Kollegen von Focus Online nicht gemacht; insofern sind wir da durchaus einer Meinung.

    Ich bin auch keineswegs der Meinung, dass das gesamte www in dieser Sache hinter Knüwer stehen müsste. Was mich an der Unterzeile der SZ ziemlich gestört hat, ist der Unterton. Er legt nahe, dass die Blogger gerade amüsiert einer Schulhofkeilerei zusehen und die Streithähne noch ein wenig anfeuern. Aber darum geht es doch nicht. Es geht um eine Diskussion, die man ruhig führen darf. Ganz ohne Häme und ganz ohne persönliche Animositäten.

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