BJV droht der PNP

Die Krise bei der PNP weitet sich aus: Nun droht der Bayerische Journalistenverband der Verlegerin Simone Tucci-Diekmann offen mit Widerstand gegen den geplanten Kahlschlag in der Redaktion. Denn betroffen sollen nunmehr nicht nur acht Kollegen sein, die betriebsbedingte Kündigungen erhalten. Zudem werden auch befristete Verträge nicht verlängert, so dass nach Auffassung des BJV insgesamt 20 Stellen zur Disposition stehen. Damit wäre auch das Argument der Verlegerin hinfällig, es handle sich dabei „nur“ um sechs Prozent des redaktionellen Personals. Rechtlich gesehen ist die Sache einfach: Betriebsbedingte Kündigungen müssen zwar begründet werden – beispielsweise mit dem Wegfall einer Abteilung oder eben einer wirtschaftlichen Schieflage – gestreikt werden darf jedoch deswegen noch nicht. Wohl aber kann der Verband auf Aktionen zurückgreifen, wenn es in die Verhandlungen um einen neuen Haustarif geht. Dass Frau Tucci-Diekmann wieder in die Tarifbindung zurückkehrt, steht absolut nicht zu erwarten.

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