DuMont und die fehlende Digital-DNA in den Verlagen

Dumont in Köln soll der nächste in der Reihe sein: Angeblich will sich der Verlag von seinen Zeitungen komplett trennen. Es ist gerade mal Ende Februar. Und es zeichnet sich immer mehr ab: 2019 wird das Jahr, in dem die Regionalzeitungen bisheriger Prägung endgültig ins Aus geraten.

Verlage in der Krise: Der Nächste, bitte!

Was für ein Tag: Mit der Handelsblatt Media Group verkündet das nächste deutsche Schwergewicht deutscher Verlage einschneidende Einsparungen. Gleichzeitig „jubeln“ die deutschen Verleger über das EU-Leistungsschutzrecht. Die Krise noch schlimmer wird aber noch schlimmer werden. Und das hängt mit solchen Fehleinschätzungen wie beim Leistungsschutzrecht durchaus zusammen.

Westfalen-Blatt: Eine Mustergeschichte für Zeitungen 2019

Jeder Journalist weiß das: Es gibt Nachrichten, die gar keine sind. Weil sie nichts Neues enthalten. Und weil sie niemanden mehr überraschen. Um (beinahe) ein solches Exemplar handelt es sich auch hierbei: Das „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld legt seine Aktivitäten mit denen von Aschendorff in Münster zusammen. Das klingt schöner, als es ist. De facto werden die Bielefelder aus Münster übernommen. Eine Geschichte, die sinnbildlich für die Lage der regionalen Zeitungen steht.

Modell Ibbenbüren: Wie aus der Zeitung kleine Pakete werden

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Zugegeben, bis vor kurzem wusste ich nicht mal, wo Ibbenbüren liegt. Dass man dort einen der spannendsten Ansätze für Regionalzeitungen überhaupt finden kann, hätte ich mir in dieser Form nicht vorstellen können. Aber tatsächlich ist das, was die „Ibbenbürener Volkszeitung“ da gerade macht, eine der wenigen Dinge, bei denen ich mir denke: So könnte man […]

Tageszeitungen bleiben lieber bei ihren Leisten

Regionalzeitungen aus den USA machen gerade eine befremdliche Erfahrung: Da investieren sie fleißig ins Netz – und die Investitionen sind ein ziemlicher Flop. Eine Erfahrung, die vermutlich auch einige Kollegen in Deutschland kennen. Das Problem ist aber nicht das Netz. Man kann nämlich auch schlicht falsch investieren und entwickeln…

Wie ich einmal versuchte, eine Zeitung zu abonnieren

Bisher dachte ich ja meistens über die Probleme deutscher Regionalzeitungsverlage, dass dies hauptsächlich eine Sache des Inhalts und damit der Redaktion ist. Aufzählen muss man das alles ja nicht mehr: mäßig inspirierte Mantelteile mit viel Agentur und wenig eigenem Antrieb, dazu Lokalteile, die man durchblättert – und das war es dann in den meisten Fällen auch schon wieder. Was aber, wenn die Probleme solcher Häuser tiefer gehen? So tief, dass sich eine erstaunliche Grund-Wurschtigkeit in die DNA des Verlags eingeschlichen hat, so tief, dass man Leser weniger für Kunden als für lästige Bittsteller hält? Und man denkt, Zeitung gebe es immer weiter – also eine Art Naturgesetz?

Und am Wochenende ins Frauenhaus!

Die Tage mal stand eine dieser bedauernswerten Damen im Supermarkt, die den Kunden Probeabos für die Heimatzeitung freundlich nahelegen sollen. Weil ich aus früheren Zeiten bei einer Regionalzeitung noch ganz gut weiß, was das für ein schwieriger, noch dazu auf irgendwelchen Provisionen basierender Job ist und weil es mich außerdem merkwürdigerweise interessiert hat, habe ich unterschrieben: Zwei Wochen Probeabo einer Regionalzeitung.