Südafrika, 2010 (25): Von Erkenntnissen und Fröschen

Time flies: Ich glaube, in meinem Leben sind selten bisher zwei Wochen derart an mir vorbeigeflogen wie diese beiden. Ich kann mich auch auch kaum an einen Auslandsaufenthalt erinnern, der mich derart beeindruckt hat. Das kann man natürlich als einen latenten Mangel an Auslandserfahrung auslegen, tatsächlich aber denke ich, dass es vor allem diese schwer beherrschbare Flut von Eindrücken ist, die die Zeit zu einem Phantom gemacht hat. Ich fühle mich auch immer noch nicht in der Lage, die „famous last words“ zu schreiben. Das wäre vermutlich auch zu viel verlangt, sich zwei Wochen in einer völlig fremden Welt aufzuhalten und dann zu einer endgültigen Beurteilung zu kommen. Habe ich nicht. Vielleicht will ich sie auch gar nicht haben.

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Unbestritten ist dagegen, dass ich hier wirklich etliche beeindruckende, imponierende, großartige Leute kennengelernt habe (einem davon würde ich gerne auch den letzten Eintrag aus Johannesburg widmen). Man kommt sich, ehrlich gesagt, ziemlich kläglich vor, wenn man mit ihnen zu tun hat, vielleicht gerade deswegen, weil sie ihr Können, ihr Engagement und alles andere nicht wie eine Monstranz vor sich hertragen. Jedenfalls kommen einem dann die Problemchen zuhause eher albern vor. Ich weiß auch gerade im Moment nicht, wie das mit diesem Blog hier weitergehen soll. Nach zwei dermaßen intensiven Wochen mit solchen Themen, kann man sich da ab morgen wieder hinsetzen und ein wenig über Dinge rumnörgeln, die aus der Sicht des letzten Tages in Johannesburg wie kleinkarierter, irrelevanter Kram erscheinen? Soll ich mich wirklich ab morgen wieder darüber echauffieren, wenn einer einen Tippfehler macht?

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Das hier muss ich posten, weil ich eine Wette verloren habe, die ich eigentlich gar nicht verloren habe und für die es eigentlich gar keinen richtigen Wetteinsatz gab.

Insofern ist mir auch nicht wirklich klar, warum ich diese Wette jetzt doch noch einlöse (die Wette war im Wesentlichen, ob ich das kaum bestehende Niveau dieser kleinen Seite noch unterbiete und dieses sturzbescheuerte Video hier poste. Und, zugegeben, es ist ein bisschen Selbstzweck: Diesem Video verdanke ich einen völlig sinnlosen Lachkrampf mitten im Seminar, den ich hiermit quasi konservieren möchte. Und dass es am Ende die Mama ist, die den überhormonisierten Jungaffen einbremst, hat ja schon wieder was quasiphilosophisches.

Ob der Frosch noch lebt, weiß ich nicht.

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3 Kommentare

  1. Das war aber nicht nur ein Lachkrampf beim Froschvideo…

    Habe das Seminar sehr genossen, den Blog auch und sage: Danke, danke, danke!

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