Es ist nicht aller Tage Abendzeitung

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Bei der „Abendzeitung“ in München haben sie in den vergangenen zwei Jahren ziemlich viel ziemlich richtig gemacht. Das Blatt ist grundlegend renoviert worden, bekam eine neue Optik, fokussierte sich inhaltlich eindeutig auf die Kernkompetenz München, Bayern und Sport, ohne aber den speziellen Charme der AZ zu verleugnen. Die AZ, die war immer auch ein bisschen …

Schiffeversenken zwischen Theorie und Wirklichkeit

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Mittlerweile ist man ja wenigstens so weit, dass es kein Zeitungshaus und keinen Verlag mehr gibt, der ernsthaft noch die Notwendigkeit eines mehr oder weniger schnellen Wechsels in die digitale Welt bestreitet. Erstaunlich ist eines aber dann doch: Fast nirgendwo ist die Diskrepanz zwischen theoretischem Schein und praktischem Sein so groß wie in den deutschen …

Zeitung im Selbstzerstörmodus

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Gerade eben wollte ich ernsthaft eines meiner niederbayerischen Lokalblätter als E-Paper kaufen. Draußen schneit es wie doof, meine Lust, in den nächsten Laden zu fahren, ist bei Null — und außerdem könnte mich die Geschichte, um die es geht, wirklich interessieren, ich würde sie gerne irgendwo archivieren. Und dafür ist das e-Paper-Format ja ohnehin besser …

Menden und München

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Irgendwann ziemlich zu Beginn des Jahres bin ich auf einem Seminar gefragt worden, ob ich es für denkbar hielte, dass wir das amerikanische Zeitungssterben auch in Deutschland sehen würden — und ich habe, ohne lange nachzudenken, geantwortet: Ja, ganz sicher. Danach kam die Nachfrage, ob das schon in diesem Jahr passieren würde. Und ich habe, …

App-Date: Jetzt sieht´s schon besser aus

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Keine Ahnung warum, aber ich hab´s nochmal getan: den neuen „Spiegel“ auf´s iPhone gezogen. Das Ganze funktioniert jetzt doch deutlich besser als bei der ersten missratenen Ausgabe. Die Bilder sind mitgeliefert und auch die übelsten typographischen und technischen Schnitzer sind weg. Der „Spiegel“ hat inzwischen auch die Möglichkeit angeboten, das defekte erste Heft nochmal kostenlos …

Die Zeitungen und ihre drei Probleme

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Vielleicht ist das mit dem Internet und den Zeitungen ja gar nicht so einfach wie wir alle gerne glauben.
Allzu viele Gemeinsamkeiten haben wir Onliner und die Zeitungsmenschen im Regelfall ja nicht mehr, eines aber eint uns, wenn auch häufig aus unterschiedlicher Perspektive: der Glaube daran, dass das Netz den (Tages-)Zeitungen so massiv schadet, dass …

Kraftmeierei im Niemandsland

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Vermutlich war 2009 zumindest aus Sicht der Verleger gar kein schlechtes Jahrfür die PNP. Ganz viele Menschen aus Europa kamen wieder in die Stadt, Karl Lagerfeld und ein paar andere. Man reduzierte die Personalkosten, in dem man das Personal des Hauses reduzierte —  und die Auflagenverluste des Blattes setzte man einfach in eine lustige Relation. …

Es hat sich ausgekompromisst

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Jetzt also richtet es die taz, ausgerechnet. Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet jedes Blatt, dass sich über Jahre hinweg mit mehr oder minder lustigen Marketingaktionen vor dem ökonomischen Untergang gerettet hat, jetzt nach den neuesten IVW-Zahlen als ziemlich einzige Tageszeitung in Deutschland über einen echten, stabilen und auch noch ganz beachtlichen …

Über die Zukunft des Lokalen

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Sie erinnern sich? Vor kurzem hatte ich hier ein paar Zeilen über die Zukunft des Lokaljournalismus geschrieben, nicht alle haben sich darüber gefreut (das ist ja das Schöne an Blogs). Inzwischen hat sich die Debatte auch auf die „Drehscheibe“ ausgeweitet, in deren neuesten Ausgabe ich nochmal ein paar Sätze zum Thema sage, gekontert (wie schon …

So geht Zeitung heute

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Die eine oder andere Zeitungsredaktion sollte sich die heutige Ausgabe der „taz“ an die Pinnwand nageln (und stattdessen gerne auf ein paar Panels oder Studien verzichten).
Die Idee, eine ganze Ausgabe zum Geburtstag der Krise zu machen, fand ich großartig. Nicht nur, weil es einfach nochmal ein hochspannendes und gut aufbereitetes Thema war, sondern weil die …