Zeitungssargnagel

Eine wirkliche Überraschung ist es ja nicht mehr, dass es craigslist inzwischen auch in Deutschland gibt bzw. demnächst geben soll (die deutsche Domain wird momentan noch mit dem Hinweis dargestellt, die Seite befinde sich noch im Aufbau). Trotzdem ist es eine nur noch rhetorische Frage, wer eigentlich künftig noch Kleinanzeigen in der guten alten Tageszeitung schalten soll, wenn es reihenweise Portale gibt, auf denen die Schaltung solcher Anzeigen kostenlos möglich ist – noch dazu bei ungleich höherer Reichweite und deutlich besseren Möglichkeiten der Interaktion zwischen Inserenten und Interessenten. Rubrikenmärkte sind ohnehin schon weg, jetzt kommen die Kleinanzeigen. Man darf gespannt, ob und wie und vor allem wann die Blätter auf diese hübsche Bedrohung reagieren werden. Meine Prognose: In fünf Jahren sind die heutigen Anzeigenteile der meisten Zeitungen nur noch qualmende Ruinen.

Beteilige dich an der Unterhaltung

1 Kommentar

  1. da ist was dran, obwohl ich mich gelegentlich heute noch wundere, dass in den letzten jahren die stellenanzeigen-bünde trotz internet unwesentlich dünner geworden sind?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.