Spiegel, ganz ungewohnt

Irgendwas ist passiert beim Spiegel (der Insider ersetze das „irgendwas“ mit der Assoziation seiner Wahl). Auf dieser kleinen Seite ist ja schon öfters darüber lamentiert worden, wie sehr das einstige Demokratiesturmgeschütz in der Dämerung der Aust-Phase verflachte und langweilte, aber inzwischen: Es lohnt sich wieder, reinzuschauen. Und manchmal sind die Geschichten jetzt auch wieder ziemlich originell. Beispielsweise die wunderbar gnadenlose und politisch völlig inkorrekte Zerlegung von „Neon“ auf der Medienseite beispielsweise, samt der großartigen Behauptung, Neon sei die Therapie für eine uncoole und langweilige Generation (mit meistens eher fragwürdigen Frisuren, wenn ich das noch anmerken darf). Oder die 5-Jahres-Prognose für Thomas Godoj. Kurz gesagt: Manchmal hat man den Eindruck, beim „Spiegel“ könnte es wieder so etwas wie Witz und Inspiration geben.

Und das ist allemal mehr, als die Generation-P-Therapeuten mit den ehrlichen Kontaktanzeigen („Alle Frauen laufen vor mir weg. Ich versteh´das nicht.“) für sich in Anspruch nehmen können.

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