Meedia

Herr Manthey ist wieder da und es ist so geworden, wie man es erwarten durfte. Meedia ist ein Portal, bei dem ich immer an die ersten Pioniere denken muss, die vor Jahrhunderten Amerika entdeckten: Sie hielten glitzerndes Zeugs hin und die Eingeborenen freuten sich; nicht merkend, dass das glitzernde Zeug eher Tand ist. Ein bisschen so ist auch das lang angekündigte Meedia. Man kann es chic finden (auch wenn es in seiner Anmutung schon sehr konventionell daher kommt), man findet auch ziemlich viel an Inhalt, aber nichts davon ist so neu oder aufregend, dass man das Portal jetzt zwingend in seinen Favoriten ablegen müsste. Spielereien bieten Manthey und Freunde ausreichend; der Media-Analyser ist beispielsweise sowas. Man kann ganz wunderbar und schnell und übersichtlich Zahlen miteinander vergleichen; man kann zum Beispiel auf einen Blick nachsehen, was eigentlich aus der Ankündigung geworden ist, N24 mit einem Millionenaufwand zu einem der führenden Nachrichtenportale in Deutschland zu machen (nebenbei bemerkt: nix. Zumindest ist der Besuchertrend bestenfalls stagnierend. Über Inhalte reden wir ohnehin lieber nicht.)

Aber muss man deswegen Meedia lesen, nur weil es hübsch blinkt und weil es nette Tools bietet? Persönlich habe ich mit Meedia ähnliche Probleme wie schon mit Mantheys Publikationen, als er noch analog war. Immer nur in Marshmallows beißen, macht nicht wirklich satt.

Nachsatz noch genereller Natur: Ob man es wohl irgendwann in der Onlinewelt als Standard durchgesetzt bekommt, dass man Seiten erst dann online stellt, wenn sie technisch ausgereift sind?

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2 Kommentare

  1. >Ob man es wohl irgendwann in der Onlinewelt als Standard durchgesetzt bekommt, dass man Seiten erst dann online stellt, wenn sie technisch ausgereift sind?

    ihr link auf meedia.de funktioniert nicht.

  2. Stimmt. Und ich hab nicht mal jemanden, den ich dafür verantwortlich machen kann. Jetzt sollte er jedenfalls wieder gehen. Danke fürs (genaue) Hinschauen.

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