17 Tage zusammengefasst

Du liebe Zeit, das war die längste Blogpause meines Lebens. 17 Tage Schweigen. Ich hätte eine solche Pause in jedem Seminar zum Thema gegeißelt als völlig inakzetabel und unerträglich, was es letztendlich ja auch ist. Und weil es dafür keine wirklich gute Entschuldigung gibt, versuche ich erst gar nicht, das zu entschuldigen. Und ich versuche auch nicht zu behaupten, dass so etwas nie wieder vorkommt. Doch, kann schon sein, dass das mal wieder vorkommt. Auf der anderen Seite merkt man dann nach 17 Tagen Pause doch wieder eine steigende Lust aufs Schreiben und nur das macht das Bloggen für mich letztendlich aus. Ich muss Lust drauf haben. Habe ich die nicht, wird Bloggen zur Arbeit und damit dann zur Qual.

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Auch meine Präsenz auf den Plattformen, von denen es neuerdings immer heißt, dass ohne sie überhaupt nichts mehr gehe, hat sich in den letzten 17 Tagen erheblich reduziert. Kaum Twitter, de facto kein Facebook. Die banale Erkenntnis: Es lebt sich auch ohne Twitter und Facebook ganz gut. Zugegeben, das ist jetzt eine rein private und sehr subjektive Sichtweise und als Berater für Irgendwas würde ich Ihnen jetzt natürlich dringend empfehlen, dieses Thema weiter zu verfolgen. Privat fand ich es angenehm, mal ein paar Tage keine Tweetfeeds von hunderten Leuten zu lesen und keine Mafia-Einladungen auf Facebook zu erhalten.

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Zwischendrin gab´s überaus Erfreuliches. Ich habe mich in den vergangenen Jahren mit den Nominierungen zum Grimme-Online-Award ja öfter mal schwer getan. Dieses Jahr sind zwei Projekte dabei, zu denen ich (Achtung, Hinweis!!) zugegeben eine persönliche Beziehung habe, dennoch aber gerne einräume, dass ich mich über die Nominierung sehr freue. Das eine ist das „Soukmagazine“, das von Marc Röhlig herausgegeben und u.a. von Simon Kremer redaktionell betreut wird. Mit beiden war ich vergangenes Jahr in Berlin auf einem Multimedia-Seminar zur Leichtatlethik-WM — und natürlich hat es mich gefreut, dass ich das eine oder andere aus dem Seminar auch im „Soukmagazine“ wiederfand. Das Magazin hat eine wirklich sehr eigene und herausragende Qualität, ist bereits mit dem Axel-Springer-Preis 2010 ausgezeichnet worden und eine der Nominierungen für den GOA, denen ich zu keiner Sekunde widersprechen würde.

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Thematisch völlig anders, dennoch aus meiner Sicht sehr erfreulich: Michael Wagner ist für „Fußball Passau“ ebenfalls unter den Nominierten. Über den Hintergrund dieser langen und erstaunlichen Geschichte gibt es hier einiges zu lesen; dass man den Mut, die neuen publizistischen Wege und letztendlich auch die gelungene Umsetzung mit einem Preis belohnen will/kann, ist einfach nur richtig.

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Und selbst, wenn weder Röhlig/Kremer noch Wagner den Grimmepreis bekommen sollten — alleine für die Nominierung: Gratulation von dieser Stelle aus! Wenn es nicht so altväterlich klingen würde, würde ich sagen: bin stolz auf euch. Und fällt Ihnen was auf?  Die Generation der unter 25jährigen und nicht in irgendwelche Redaktions- und Konzernstrukturen eingebundenen macht uns gerade vor, wie sowas geht.

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In den nächsten Tagen werden hier dann auch noch mal ein paar Zeilen zur Causa „Bistum Regensburg“ stehen. Dafür reicht die Zeit jetzt gerade nicht. Und der Platz auch nicht. Komplexes Thema mit ein paar neuen Entwcklungen, mit denen ich mich dann  am Wochenende auseinandersetze.

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(Oh. Ich stelle gerade fest, dass dieses Bloggen nach 17 Tagen Spaß gemacht hat. Ich hoffe, Sie verzeihen mir nochmal.)

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