Sehr geehrte Frau Schwarzer…

…Sie nennen sich immer noch unverzagt Journalistin, Publizistin, Chefredakteurin. Diesen offenen Brief bekommen Sie von mir in dieser Funktion — und nicht etwa in der als oberste Frauenrechtlerin der Republik. Seit Monaten begleiten Sie als Journalistin den Prozess um Jörg Kachelmann und haben sich dafür das feministische Leitmedium „Bild“ausgesucht. Das ist soweit Ihr gutes Recht, auch wenn ich den Widerspruch zwischen „Ich habe jetzt mehr Gefühl in den Nippeln“ (Daniela Katzenberger in der „Bild“) und Ihrem hehren Anspruch, für die Frauen des Landes im Allgemeinen und die Opfer von Jörg Kachelmann im Speziellen zu kämpfen, immer noch nicht aufgelöst sehe. Sei´s drum.

Eines vorweg: Ich habe keine Ahnung, ob Jörg Kachelmann eine Frau vergewaltigt habe. Wenn es so war, wird er bestraft werden. Nur: Sie, Frau Schwarzer, haben leider auch keine Ahnung, ob Kachelmann schuldig im Sinne der Anklage ist. Trotzdem suggerieren Sie in allen Ihren „Kommentaren“ in der „Bild“ einen üblen Eindruck von Kachelmann, auf eine Art, die ich offen gestanden widerlich finde. Widerlich deswegen, weil es die selbe Art von vorverurteilendem Kampagnenjournalismus ist, die Sie doch gerne kritisieren.

Es ist schlichtweg unseriös, wenn Sie Kachelmanns Heirat mit der (rhetorischen) Frage begleiten, ob es sich dabei nicht um ein weiteres „Schmierentheater“ handle, dass der unstete Kachelmann, der nie zum Biedermann werde (muss er das überhaupt?) seit einem Jahr abliefere.  Es ist umso lächerlicher, als dass die Dame, die Ihr neues Leib- und Magenblatt auf der Titelseite als die „neue Frau Kachelmann“ angekündigt haben, gar nicht Frau Kachelmann, sondern eine Schauspielerin aus Berlin ist. Aber egal, erstmal feste druff.

In allem, was Sie so „kommentieren“, fehlt jegliche journalistische Substanz. Sie versuchen es stattdessen mit billiger Gefühlspolemik. Wenn Kachelmann den Anwalt wechselt, starten sie ein triumphheulendes „Ich werde das Gefühl nicht los, dass Kachelmann mit seiner Verurteilung rechnet“ (weil er den Anwalt wechselt? Mehr haben Sie für diese Vermutung nicht in der Hand?).  Wenn das mögliche Opfer Kachelmanns vernommen wird, schreiben Sie mitleidensheischend, wie Sie all das nur aushalte. Ach, und was heißt schon vernommen: Wenn Zeuginnen von Kachelmanns Anwalt befragt werden, werden sie natürlich nicht einfach nur befragt. Stattdessen heißt es: Kachelmanns Anwalt „knöpft“ sich die einzelnen Damen vor. Und mittendrin sitzt Kachelmann, das schmierige Sexmonster. Und spielt mit seinem iPad, mitten in der Verhandlung. Was das implizieren soll, kann man sich leicht denken: Während die leidenden Opfer vorgeknöpft werden, sitzt Kachelmann dreist spielend im Gericht. Woher Sie so genau wissen, dass er mit dem iPad spielt, erfährt man zwar nicht so genau, aber vielleicht wissen Sie es ja auch gar nicht. Klingt nur besser als wenn man schreiben würde: Kachelmann liest Unterlagen auf dem iPad (was ja auch eine Möglichkeit wäre).

Was Sie betreiben, Frau Schwarzer, hat nichts mit Journalismus zu tun. Nicht mal dann, wenn man Ihnen diese Kampagne, die Sie betreiben, als Kommentar oder Meinungsäußerung durchgehen ließe. Sie haben es auf Kachelmann abgesehen, Sie wollen ihn zur Strecke bringen. Sie betreiben eine unerträgliche Vorverurteilung, die der Presserat jedem Provinz-Gerichtsreporter um die Ohren hauen würde. Eine Vorverurteilung, die Sie, beträfe sie das mutmaßliche Opfer, vermutlich sofort wutschnaubend in die nächste Kerner- oder Will- oder Illner-Sendung laufen ließe.

Ich hatte mal so etwas ähnliches wie Respekt vor Ihnen. Inzwischen gehören Sie zu den albernsten Figuren in den deutschen Medien, eine Art weiblicher Franz Josef Wagner. Immer drauf, immer raus mit dem eigenen Weltbild.

Journalistin jedenfalls, finde ich, sollten Sie sich besser nicht mehr nennen.

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73 Kommentare

  1. Die Männer rotten sich zusammen, wie immer. Auch dieser Text ist parteiisch, nur umgekehrt. Sehr wohl ist die Selbstdarstellung von Herrn Kachelmann plus Anwalt ein Schmierentheater. Wenn einer es nötig hat, sich x Frauen als Schoßhündchen zu halten, dann passt das vielleicht in die Denke jungsteinzeitlicher Alphamännchen mit minderem Ego und großer Klappe. Aber verspotten darf man es doch? Frau Schwarzer betreibt ja kein Juristen-Blog mit Genehmigung des Generalbundesanwalts, sondern begleitet den Prozess explizit aus der Sicht einer Feministin. Ist das neuerdings verboten? Lesen Sie doch eine andere Bewertung, wenn Ihnen diese nicht passt.

    By the way: Vorverurteilungen haben ohnehin Hochkonjunktur in diesem Land. Siehe zu Guttenberg.

  2. Wo ist denn Guttenberg vorverurteilt worden? Und wenn Guttenberg von Männern vorverurteilt würde, wäre das im Übrigens kein bisschen besser. Kurz gesagt: Das hat nichts mit sich zusammenrottenden Männern zu tun, sondern mit einer Art journalistischem Anstand. Gilt für Männer wie Frauen gleichermaßen.

  3. Weil journalistischer Anstand ja das Markenzeichen der Bildzeitung ist?

    zu Guttenberg ist vorverurteilt worden, weil zunächst ja, vor einer denkbaren gerichtlichen Prüfung bzw. der Prüfung der Universität die Unschuldsvermutung greifen muss. So wie sie selbst für Mörder gilt in diesem Lande. Oder finden Sie, dass irgendwelche Blogs irgendwelcher User neuerdings das Urteil von Juristen ersetzen sollten? Sarrazin hat sich übrigens erfolgreich gegen unflätige Beleidigungen zur Wehr gesetzt (gerichtlich), was zu Guttenberg natürlich nicht zu würde. Dass man ihn ungerügt als Betrüger und Hochstapler bezeichnen kann, im deutschen Bundestag (wie im generellen,typisch deutschen Wolfsmeute-Rausch), ist ein ganz mieses Stück deutscher parlementarischer Geschichte.
    @ Alice: Fast jede Frau hat schon einmal mit Übergriffen irgendwelcher Idioten zu tun gehabt. Das begreift Ihr Männer bloß nicht. Leider. Frau Schwarzer macht Texte für BILD und nicht für die Encyclopedia Britannica. Interessant ist jedenfalls, dass Männer immer schnell „Stop, Ungerechtigkeit“ schreien, wenn mal einer ihrer Geschlechtsgenossen mit harten Worten angegriffen wird, ob dies nun zu Recht oder zu Unrecht passiert. Das gilt ja ebenso für den charming boy Assange.

  4. Ich kann bei Guttenberg auch keine Vorverurteilung erkennen. Da wurden einwandfrei belegbare Verfehlungen publiziert, und wen anderes hötte man beschuldigen sollen, als den, der als Autor auf der Dissertation stand. Vorverurteilung wäre es nur gewesen, wenn nicht er, sondern jemand anderes die Verfehlungen begangen hätte, aber da wäre er ja in eine noch viel stürmerische See gekommen.

    Und was Frau Schwarzer betrifft… Mir ist Herr Kachelmann relativ wurscht. Hat er, dann soll er brummen, bis er schwarz wird; hat er nicht, soll man ihn seiner Wege ziehen lassen. Aber Frau Schwarzer lehnt sich seit sie als – ja als was denn, Reporterin, Kommentatorin…? – Augenzeugin den Prozess verfolgt, immer wieder weit aus dem Fenster gelehnt.

    Selbst als Kommentatorin, einer Rolle, die ihr ja eine gewisse Subjektivität gestatten würde, sind Behauptungen wie das oben zitierte, aktuelle „spielt mit dem iPad“ unsäglich. Steht Frau Schwarzer hinter Kachelmann um zu beurteilen, was dieser mit dem iPad, das ja durchaus ein Arbeitsgerät sein kann, tut. Und so parteiisch und vorverurteilend Frau Schwarzer schreibt, würde sie Kachelmann auch ankreiden, wenn er den Zeuginnenaussagen aufmerksam folgen würde. Dann würde er halt durch aufdringliches Starren die Zeuginnen aus der Fassung bringen wollen, oder so ähnlich.

  5. 1) Assange ist ein Unsympath sonders gleichen.

    2) Als Guttenberg im BT als „Betrüger“ bezeichnet wurde, hatte er die Vorwürfe bereits eingeräumt. Insofern greift die Forderung nach der „Unschuldvermutung“ hier auch nicht mehr.

    3) Soll die Tatsache, dass „fast jede Frau“ schon mal negative Erfahrungen gemacht haben a) die Regeln des Journalismus und b) die Regeln des Rechtsstaats aushebeln dürfen? Ob und was Kachelmann getan hat, wird das Gericht entscheiden und nicht Frau Schwarzer. Die hat das ja schon vor Wochen entschieden. Ich war bei den Taten genausowenig dabei wie Frau Schwarzer und doch habe ich von der Art des Schreibstils das Gefühl, sie hätte zugesehen, wüsste genau, was abgelaufen ist.

  6. @Veronika Csizi:
    Wenn eine es nötig hat, sich als Feministin dem Seite-3-Blatt Bildzeitung anzudienen, dann passt das vielleicht in die Denke jungsteinzeitlicher Alphaweibchen mit zu großem Ego und großer Klappe. Aber verspotten darf man es doch? Herr Jakubetz betreibt ja kein Prüfstellen-Blog mit Genehmigung des Presserats, sondern begleitet die Prozessbegleitung von Frau Schwarzer in der Bildzeitung explizit aus der Sicht einer Journalisten. Ist das neuerdings verboten? Lesen Sie doch eine andere Bewertung, wenn Ihnen diese nicht passt.

  7. Frau Csizi, sie sollten Ihren Kommentar löschen. Der ist peinlich!

    Kachelmann hatte es nicht nötig sich 6 Frauen als „Schoßhündchen“ zu „halten“. Die Frauen hatten einen Gönner und Kavalier wie Kachelmann nötig. Denn der einfachste Weg zu Wohlstand ist die Heirat.

    Über Guttenberg und Ihre Meinung sag ich nun nichts, denn das ist mir in Ihrem speziellen Fall einfach zu dumm.

    Wollen wir hoffen, dass die Richter die Wahrheit finden und ein Urteil oder Freispruch sprechen.

  8. Kachelmann als armen Mann darzustellen, das schaffst auch nur Du. Dank und Respekt an Frau Schwarzer.
    Jede Frau, die mit einem Soziopathen jemals etwas zu tun hatte oder zu tun hat,ist Frau Schwarzer für jede Zeile dankbar.

    Aber wahrscheinlich fehlt dir der Mut, meinen Kommentar zu veröffentlichen !

  9. @Veronika Csiz: Sorry, aber Ihr Kommentar ist nicht wirklich dienlich. Zumal Sie vergessen: Diese ganzen „Schosshündchen“ waren FREIWILLIG bei Kachelmann. Frau Schwarzer ist eine Möchtegern-Feministin, die unter dem Deckmantel des „Kampfes für die Frau“ Populismus par Excellence betreibt. Nicht mehr und nicht weniger.

  10. Ich habe seit 35 Jahren mit der Post von Fans eines Musikers zu tun. Die schreiben ähnlich verschwurbeltes oder verliebtes Zeugs abseits jeder Logik über ihren Helden …wie Frau Csizi hier über „Who the F*ck is Alice“ (übrigens ein immer noch lesenswertes Aufklärungsbuch von Kai Sokolowsky, über Frau Schwarzer: alle ihre peinlichen Taten -es gibt wenig anderes – sind verzeichnet).

  11. Kachelmann als Person polarisiert offenbar so, dass das Thema des Blog-Beitrags untergeht: Wenn Journalisten den Anspruch erheben „berichten“ zu wollen, dann heißt das im Zusammenhang mit Gerichtsprozessen, dass keine Wertungen enthalten sein sollen, die bei der Leserin den Eindruck einer Vorverurteilung erzeugen sollen – selbst in Kommentaren ist das problematisch (im Gegensatz zur Kommentierung von Gerichtsurteilen). Und genau deswegen stimme ich zu, dass Alice Schwarzer hier nicht Journalistin ist, sondern Werkzeug billiger Vorverurteilungskampagnen zur Steigerung der Bild-Auflage.

  12. Öhm, nur um das nochmal klarzustellen: Mir sind die moralischen Aspekte bei Kachelmann eher wurscht. Mich interessieren in dem Fall weder seine Beweggründe noch die seiner Frauen. Ich halte es nur für ein Unding, wie sich Frau S. unter Missachtung wirklich jeglicher journalistischer Prinzipien zur Richterin und zur lebenden Moralkeule aufschwingt.

  13. Ach das ist des Herrn K. Verbrechen, er hatte ein Privatleben, dass nicht in die Normen neobiedermeierliche Moralvorstellungen gehört. Hat der Mann doch einfach entschieden, mehrere Frauen nett, sexy und umgangswert zu finden, statt sich von einer monopolisieren zu lassen. Und dann soll er ja noch – Frau S. hat das ja geschrieben, das muss also in allen Facetten stimmen – Sex mit raueren Komponente gehabt haben! Mit Handschellen gar! Die Frauen haben das natürlich nicht aus Spaß gemacht, sondern wurden gezwungen. Fesselspiele und Vergewaltigung sind ohnehin dasselbe, ja, jeder penetrierende Sex ist ja, ich beziehe mich auch hier auf nebulöse Äußerungen der Frau S., Vergewaltigung und Patriarchat der üblen Sorte.

    Hat Herr K. eine Frau vergewaltigt? Wir wissen es nicht. Der Prozess dauert u.a. deswegen so lange, weil Staatsanwaltschaft und Richter entschieden haben, Vergewaltigung by proxy gelten zu lassen, d.h. es wird bisher wohl vorwiegend die frage untersucht, ob Herr K. manchmal nicht der nette, liebe, spaßige Kerl aus der Röhre ist. Nur spielt das für die Tat gar keine Rolle. Es spielt auch keine Rolle, ob Herr K. mal dem Mädchen von nebenan das Schäufelchen weg genommen hat.

    Die Gerichtsreporterin A.S. der BILD ist bereits gescheitert, als sie erwischt worden war, überhaupt nicht bei der Verhandlung gewesen zu sein, aus der sie vorgeblich berichtet hatte. Großkotzig ankündigen, dass man vor Ort sein werde, um genau zu beobachten und ein Gleichgewicht zur Berichterstattung der Männerbünde zu sein [impliziert: die Männer wissen ja nichts], und dann aus dem Urlaub fern von Mannheim zu „berichten“ … Nun ja, da soll sich doch jeder selbst sein Bild machen.

    Was diesen Käse mit der immer wieder um sich geworfenen Unschuldsvermutung angeht – es handelt sich dabei um einen recht klar definierten technischen Begriff aus der Juristerei. Per Presskodex und Selbstverpflichtung gilt für die Journaille etwas, das darauf aufbaut – was wiederum mit dem objektiven [nicht neutral, wie oft gesagt wird, und erst recht nicht ausgeglichen] Standpunkt von Presse etc. zu tun hat.

    Bei komplexen Fällen, in denen das Begehen der Tat alles andere als klar ist, sollte es selbstverständlich sein, jemanden nicht einfach als Täter hinzustellen. Die Unschuldsvermutung bezieht sich auf die Beweisbarkeit und auf möglicherweise mitigierende Umstände – jemand ist selbst dann nicht unbedingt ein Mörder, wenn er jemanden getötet hat. Trotzdem dürfte, wenn es dann eindeutig ist, dass er/sie jemanden getötet hat, dieses selbstverständlich gesagt und geschrieben werden.

    Im Falle Guttenberg wurden Fakten veröffentlicht, die dann zu Einschätzungen führten, die wiederum von weitern Fakten, sowie seinen eigenen Aussagen bestätigt wurden. Inwieweit das, was er getan hat, justiziabel ist, wäre auch noch zu prüfen [da er keine EV abgeben musste, und er den Titel ja tatsächlich verliehen bekam, ein fälschliches Tragen also kaum in frage kommt, sehe ich kein strafrechtliches Vergehen; kann mich da aber irren]. Die Unschuldsvermutung hat in seinem Fall bisher allerdings nichts zu suchen. Anders als bei Herrn K.

  14. Also, eine tendenziöse Berichterstattung hätte die BILD auch alleine hingekriegt, dafür braucht es nicht Frau Schwarzer, siehe Türk. Ihre Schmierereien unter der Rubrik „Kampf für Geschlechtergerechtigkeit“ zu fassen ist schlicht abstrus. Dass sie so ernst genommen wird auch. Schwarzer ist so wenig Feministin wie Barth Komiker oder Guttenberg Doktor.

  15. @Veronika Csizi:
    „Die Männer rotten sich zusammen…“ (*lol*) – Und ich als Frau stelle mich dazu.
    Ich kann nicht beurteilen ob Kachelmann schuldigt ist oder nicht – aber unter der Bezeichnung „Journalistin“ monatelang einseitig Mutmaßungen aufzustellen ist peinlich. Leider hat Fr. Schwarzer dadurch auch bei mir viel an Respekt verloren.

  16. Komisch: bei Guttenberg gab es schon ziemlich von Anfang an handfeste Beweise (und nicht zu knapp) für seine Betrügereien. Trotzdem gibt es immer noch Menschen, die von Vorverurteilung sprechen.

    Umgekehrt bei Kachelmann ist die Beweislage zum Teil eher dürftig, zum Teil widersprüchlich und zum Teil erweisen sich manche Sachen als Lügen bzw. unhaltbare Behauptungen (von Seiten der An-/Kläger). Aber da sprechen die selben Leute, die bei Guttenberg eine Vorverurteilung bejammern schon ein abschließendes Urteil über den Angeklagten.

    Ich bin schon manchmal erstaunt, was einem so für Leute umgeben. Vielleicht sollte so mancher mal etwas mehr als die übliche Springer- und Schmierenpresse lesen. Und weniger RTL und Co. kucken.

    Ansonsten: den offenen Brief finde ich sehr gut geschrieben.

  17. Die Behauptung, dass sich „die Männer“ zusammenrotten ist ja auch nur ein Schlag in die andere Richtung, oder etwa nicht? Das kann ich argumentativ leider nicht gelten lassen.
    Ob jetzt Herr Kachelmann schuldig ist oder nicht – entscheiden kann das schlussendlich nur der zuständige Richter, und ob er mehr als nur eine Frau hatte, ja und? Er hat sie, so scheint es bisher, zu nichts gezwungen. Monogamie ist bei uns lediglich auf die Ehepartnerinnen bezogen, nicht auf die Lebensgefährtinnen, wenn die sich das gefallen lassen, who cares? Ich versteh den Trubel darum nicht, warum lassen wir, und vorallem Frau Schwarzer, nicht einfach das Gericht entscheiden, seinen Ruf ist er jetzt schon los, da hat die Staatsanwaltschaft mit ihrem Zugriff ganze Arbeit geleistet.

  18. Ich kann nur zustimmen.
    Vorallem die Einleitung ist gut und richtig und wichtig.
    Hier geht es um die „Journalistin“ Schwarzer nicht um die „Feministin“. Wer sich Journalismus (bei der BILD, ha!) auf die Fahnen schreibt, sollte sich auch so verhalten, nicht nur beim eigenen Verlag/Produkt/Redaktion.

    Ich stimme an der Stelle nicht zu, dass der Artikel auch nicht als Kommenter durchgehen würde, klar das würde er, Subjektivität gehört beim Kommentar dazu, auch zu emotionalisieren ist ja subjektiv nichts verwerfliches. Aber wer objektiv aus einem Gerichtssaal berichtet, der sollte seine persönlichen, lebenslangen Prinzipien vielleicht aus den Texten heraushalten.

    Aber was wäre die BILD wenn sie nicht emotionalisierte?

    Schade, immernoch schade, dass sich Frau Schwarzer fürso etwas hergibt.

    Andererseits, abwarten, in 3-4 Jahren, wenn nicht eher, kommt bestimmt eine weitere Biografie aus genau dieser Zeit jetzt in der drinsteht, wie sexistisch die BILD Redaktion Frau Schwarzer behandelt hat und dass die Artikel alle im Nahhinein von Herrn Diekmann persönlich umgeschrieben wurden ohne dass Frau Schwarzer davon wusste und dass Sie ja nie damit gerechnet hätte.
    Und diese Biografie wird dann als „Enthüllung“ im Spiegel mit Vorabdrucken, Sonderseiten und BILD-Schelte abgedruckt; Bestseller in der Veröffentlichungswoche, Vergleiche mit Wallraff und Schwarzer ist wieder die Erlöserin.

    Ein großer PR Gag wäre das.

    In diesem Sinne.

  19. Ich als Feministin finde Alice Schwarzer unerträglich, aus genau den Gründen, die in diesem Blogeintrag stehen. Und Alice Schwarzer zu verteidigen, indem man ausgerechnet Sarrazin und Guttenberg aufführt, lässt ja auch tief blicken.
    Und das Buch von Sokolowsky steht auch auf meiner Liste der noch dringend zu lesenden Bücher.
    Die Schwarzer-Biographie von Basha Mika ist aber auch schon ganz interessant…

  20. Dito! Ich bin ja auch weiblich und auch für die Gleichberechtigung – aber das heißt eben gleiches Recht für alle!
    Kann ja auch sein, dass Herr K. sich unmoralischerweise mehrere Freundinnen gehalten hat, aber es ist eben nicht strafbar.
    Außerdem muss ich mich schon auch fragen, warumm all die Frauen das mitgemacht oder einfach nicht gemerkt haben. Da muss ein vernunftbegabter Mensch doch so nem Typ den Laufpass geben, egal wie berühmt der is.

    Auch ich hoffe darauf, dass die Wahrheit ans Licht kommt und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden!

  21. Seh ich genauso. Der Gipfel der ganzen Sache war ja, als die Schwarzer meinte, sie würde objektiv und unparteiisch berichten. Guter Witz.

  22. Ich gehe inhaltich mit dem Artikel absolut konform. Man darf und sollte Alice Schwarzer für das was sie hier leistet kritisieren. Als Ikone des Feminismus ist sie für mich schon seit langem unglaubwürdig geworden; die Positionen die sie vertritt sind meiner Wahrnehmung nach schlicht erz-konservativ.

    Allerdings wurde und wird Alice Schwarzer für ihre Bild-Kampagne schon oft kritisiert und ich frage mich, ob man ihr nicht zuviel Aufmerksamkeit schenkt. Die Frau hat seit Jahrzehnten keinen relevanten Beitrag mehr zur gesellschaftlichen Diskussion geleistet und ich kenne keine feministische Frau (oder Mann), die sie oder der Emma noch besondere Bedeutung beimessen würden. Sie spricht damit höchstens noch für eine (verquere) Minderheit. Und an Maßstäben der Bild gemessen, ist sie eine absolut durschnittliche „Journalistin“. Ich würde mir daher wünschen, wenn man sie schlicht nicht mehr als besonders wichtig wahrnehmen würde. Populisten leben von der Aufmerksamkeit und der Provokation.

  23. Luegenbold Gutenberg ist nicht vorverurteilt worden.
    Zum thema nur eins:DIe AUssage „Wenn es so war, wird er bestraft werden.“ halte ich fuer naiv.
    WIe kann man denn so ahnungslos sein und glauben,dass die sogenannten Richter schon richtig urteilen werden…

  24. Liebe Veronika,

    „Frau Schwarzer betreibt ja kein Juristen-Blog mit Genehmigung des Generalbundesanwalts, sondern begleitet den Prozess explizit aus der Sicht einer Feministin. Ist das neuerdings verboten? Lesen Sie doch eine andere Bewertung, wenn Ihnen diese nicht passt.“

    Es ist genausowenig verboten wie die Meinung, die hier in diesem Beitrag geäußert wird. Mit seinem Argument könnte man dir also nahe legen, diesen Beitrag einfach zu ignorieren. Lies doch eine andere Meinung zu Schwarzer, wenn dir diese hier nicht passt.

    Nein. Im Ernst. Ich finde deine Logik falsch, weil sie die Diskussion erstickt.

    „Sarrazin hat sich übrigens erfolgreich gegen unflätige Beleidigungen zur Wehr gesetzt (gerichtlich), was zu Guttenberg natürlich nicht zu würde. Dass man ihn ungerügt als Betrüger und Hochstapler bezeichnen kann, im deutschen Bundestag (wie im generellen,typisch deutschen Wolfsmeute-Rausch), ist ein ganz mieses Stück deutscher parlementarischer Geschichte.“

    Wenn im Parlament Worte wie „Hochstapler“ fallen ist das mies? Früher wurde noch ordentlich beschimpft im Deutschen Bundestag. Da hätte keiner rumgeheult, weil das Wort Hochstapler gefallen ist.

    Ansonsten kann ich zu Schwarzers Ergüssen wenig sagen, weil ich mir das nicht antu. Nur eines finde ich merkwürdig: Warum stellt sich Schwarzer so spießig an, wenn es um die Heirat von Kachelmann geht? Warum gibt ihr diese dritte Ehe zu denken? Dieses spießige Gedankengut hätte ich von Schwarzer nicht erwartet.

  25. Bild sucks, ganz klar! Für mich war es eine riesige Enttäuschung, dass Fr. Schwarzer sich da verdingt hat.

    Dennoch ein paar nachdenkliche Worte:

    Vorverurteilungen sind nicht in Ordnung – aber das gilt für beide Seiten! Noch wissen wir nicht, ob K. unschuldig ist oder ob seine Ex gar die Wahrheit gesagt hat. Dennoch wird die Frau im überwiegenden Teil der Medien bereits als rachsüchtige Ex-Freundin beschrieben, die den armen Mann in den Knast bringen möchte. Ob das so ist, wissen wir nicht, aber das scheint unwichtig zu sein. Schlimmer scheint eine einzige Publizistin, die sich auf die andere Seite schlägt. Das ist unverhältnismäßig.

    Doch was sind die Folgen?
    Die „Ex-kritischen Texte“ haben zur Folge, dass jede Frau, die eine solche Tat tatsächlich erlebt hat, sich zehnmal fragt, ob sie diese zur Anzeige bringt, wenn sie Gefahr läuft, dass ihr nicht nur nicht geglaubt, sondern sie auch total demontiert wird und am Ende nicht nur mit dieser Tat zu leben hat, sondern ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit verloren hat, während der Täter strahlend als freier Mann das Gericht verlässt und schon fast eine Legitimation für solche Taten erhalten hat.

    Die Kachelmann-kritischen Texte haben zur Folge, dass Kachelmann demontiert wird. Niemand anderes.

    Liebe Grüße
    Anna

  26. @ Csizi

    Immer immer wieder frage ich mich, wie das zusammgehen soll:

    Einerseits sind Frauen so stark, so gebildet, so klug, dass sie die Hälfte aller Vorstandsposten besetzen solle – dass sie Soldatin werden können, dass sie Staaten regieren.

    Aber andererseits – wenn mehrere Frauen gleichzeitig mit einem Mann zusammen waren – dann hat sich der Mann diese Frauen „gehalten“
    Ja, da fragt man sich – wie hat er das denn geschafft? Hat er sie angekettet? Ihnen eine Waffe vor die Stirn gehalten?

    Hätte sich eine Frau mehrere Liebhaber „gehalten“, hätten sie vermutlich eher geschrieben: Was für dumme Kerle, die das mit sich machen lassen.

    (ganz davon abgesehen, dass dies alles nichts, aber auch gar nichts mit dem Vorwurf einer Vergewaltigung zu tun hat)

    Ihre Argumentationsweise ist genauso inkosequent und so unfassbar unerträglich, wie die von Frau Schwarzer.
    Denn sie basiert auf einem einfachen Grundkonzept: IMMER wenn eine Frau in dieser Gesellschaft ein Problem hat, ist es die Schuld des Mannes.

  27. @Miriam: Die echte „Veronika Csizi“ (Journalistin) schreibt eigentlich für den Tagesspiegel. Ich nehme an, dass hier der Versuch unternommen werden soll, Frau Csizi zu diskreditieren. DIE Csizi ist es jedenfalls nicht.

  28. Werte Frau Csizi,

    Sie waren einen Tag zu früh mit Ihrem Kommentar-Aprilscherz. Oder Sie weilen gerade in einer hoffentlich sonnigen, anderen Zeitzone?

    Ich gönnte es Ihnen
    eine Anonyme

  29. @Schmatzol: Falls das so wäre, würde der Fake zumindest eine echte Mailadresse verwenden. Was nicht zwingend was bedeuten muss, schon klar. Aber zumindest aus der angegebenen Mailadresse geht zumindest kein offebsichtlicher Fake hervor.

  30. Gegen den Verdacht des Fakes hilft eigentlich nur Veronika Csizi eine entsprechende Email zu schreiben. Wäre erfreulich, wenn es ein Fake wäre.

  31. Das reicht mir aber nicht. Schon gar nicht im Jahr 2011. Es ist im Internet erkenntnistheoretisch grundsätzlich immer zunächst von einem Fake auszugehen. Alles andere ist purer Zufall.

    Die wichtigere Frage ist, ist das für die Diskussion >hier< wichtig? Und da würde ich sagen: eigentlich nicht. Was trotzdem auffällt: Die Diskussion dreht sich nur um Frau Csizi-Postings. Das ist mir zu einseitig und riecht nach Trolling for Runaways.

  32. Frau Kachelmann war spätestens dann als Journalistin gestorben als sie von Verhandlungstagen berichtet hat an denen sie gar nicht anwesend war.

  33. Großer Gott jetzt schreib ich schon Frau Kachelmann. Ich meinte natürlich Frau Schwarzer.

  34. @Anna Die „Ex-kritischen Texte“ sollten eher zur Folge haben das „Vergewaltigungsopfer“ nicht ihren Fall für teures Geld als Hochglanz Fotostory verkaufen. Außerdem sollte das „Opfer“ nicht zu Daddy laufen der nen Richter kennt um sich zu rächen weil es erfahren hat das sie nicht die einzige ist die mit jemanden Fake-Vergewaltigungssex mit Messer an der Kehle hat.
    Und wie Frau Schwarzer zu „ausgefallenen“ Spielarten des Sex steht hat sie in der Vergangenheit peinlich genug bewiesen.

  35. Wie Claudia stelle ich mich als Frau zu den „sich zusammenrottenden“ Männern.
    Das heißt: genaugenommen stelle ich mich auf die Seite des Rechts. Denn eine so unsägliche Vorverurteilung wie die von A.S. hat nichts mehr mit „Journalismus“ oder auch nur „Feminismus“, am wenigsten mit „Gleichberechtigung“ zu tun.
    Die Unschuldsvermutung gilt für mich unabhängig vom Geschlecht. Wer als Frau noch nicht gelernt hat, über Geschlechterschranken hinwegzusehen, hat aus der Vergangenheit nichts gelernt.
    Die Verurteilung des sexuellen Geschmacks Herrn Ks. in Bezug auf die Anzahl seiner Freundinnen ist heutzutage nur noch peinlich und sagt mehr über die Verurteilerin als über den Verurteilten.

  36. Sehr guter Text, ich würde sehr gerne von Frau Schwarzer da eine ehrliche Antwort lesen. Die werden wir aber nie kriegen. Ich fand sie mal sehr respektabel, fand ihre Arbeit wichtig und würde mich als Feministin bezeichnen. Aber sie ist jetzt raus aus dem Spiel. Sie ist nur noch eine Witzfigur und hat alles verraten, was sie mal vertreten hat. Keine Frau will dass die Ungleichheit umgedreht wird, das Geschlecht soll einfach keinen Unterschied mehr machen. Und eine Vorverurteilung von Herrn Kachelmann ist genauso widerlich wie eine Vorverurteilung die das Opfer benachteiligt.

  37. Von diesem Prozess geht ein fatales Signal für die Opfer aus», sagt Schwarzer.
    ——————————————————

    Womit Frau Schwarzer dann auch recht hat,sie allein inszeniert sich bei diesem Prozess,unter dem Deckmäntelchen für die Opfer.Wer ist in diesem Prozess das Opfer und wer ist der/ die Täter/in?

    Alice Schwarzer instrumentalisiert wirkliche Opfer für Ihren Rachefeldzug gegen H.Kachelmann.
    Warum war A.S.nicht bei dem Missbrauchsprozess in Koblenz,wo ist Sie bei all den anderen Missbrauchsprozessen,sitzt Sie da im Gerichtssaal oder berichtet live in der „BILD“ für die Opfer?

    Bei so einem Promi-Prozess springt eine Frau Schwarzer gerne mit auf den fahrenden Zug,allerdings wird er bei Frau Schwarzer nicht das Ziel erreichen.

    Einfach nur traurig das Ganze!

  38. Wenn Guttenberg Anstand gehabt hätte dann hätte er den Betrug sofort zugegeben!
    Er beharrt immer noch darauf das er diese Arbeit selbst geschrieben hat, unter schwersten Bedingungen.

    Würde die Alice Schwarzer Anstand besitzen würde sie in Rente gehen! Scheint ja so als ob sie in Frau Veronika Csizi eine begnadete Nachfolgerin gefunden hat!

    Deali
    http://dealiinfo.oyla.de

  39. Ich finde den Text auch sehr gut. Und man kann von Jörg Kachelmann halten, was man will. Und jede Privatperson kann ihn auch gerne vorverurteilen oder ihm diverse Krankheiten an diverse Körperteile wünschen. Das zeugt dann einfach nur von schlechtem Stil (solange die Vorwürfe nicht geklärt sind). Eine Frau, die sich selbst als Journalistin sieht und vorgibt für GLEICHbeRECHTigung zu kämpfen, sollte aber doch prüfen, bevor sie losverdächtigt.

    Frau Schwarzer hat das Thema Journalismus glaube ich hinter sich gelassen. Ihr geht es darum zu polarisieren. Zu polarisieren, um sich selbst und ihre Ziele im öffentlichen Bewusstsein zu halten (und ihre Ziele mögen durchaus ehrenhaft sein). Und das macht sie auf eine stillose und widerliche Art in Form einer Hexenjagd.

    Sie steht damit nicht besser da als Joachim H. Bürger, den sie vor Jahren wegen seiner anti-feministischen Sicht verurteilte. Dabei hat auch er nur polarisiert um seine Bücher zu verkaufen (und auch seine Art zu polarisieren war daneben). Er ist übrigens Marketingspezialist und muss dementsprechend keine so hohe Messlatte anlegen 😉

  40. Wir brauchen noch viel mehr mutige Schwarzers in den Medien, die sich vom männlichen Unterdrückergeschlecht nichts mehr sagen lassen und die selbstbewusst auf Frauenrechte pochen! Guter Journalismus ist, was frau als solchen empfindet und nicht etwa männliches Tatsachengeschwurbel.
    http://www.frauen-quote.de

  41. Alice Schwarzer ist der offensichtlich personifizierte Megafrust am Ende eines ehemals kämpferischen – und auch bedeutenden – Lebens.
    Sie kämpft inzwischen mit wirklich ALLEN Mitteln um das letzte Fitzelchen Medienpräsenz aus schierer Verzweiflung darüber, letztendlich doch darin zu versinken, vor dem sie echten Horror hat: ihre eigene und inzwischen allseits attestierte vollkommene Bedeutungslosigkeit.

    Alice Schwarzer ist der traurige Rest einer einstigen Frauenrechts-Ikone. Ihre Einladung in das RTL-Dschungelcamp – die allerletzte Instanz vor dem Müllplatz der Geschichte – hat sie bereits im Briefkasten liegen.
    Schade und traurig eigentlich – aber letztendlich auch egal…

  42. Dem Text – vor allem dem vorletzten Absatz – kann ich uneingeschränkt zustimmen.
    Es mag sein, dass man Kachelmann kritisieren kann. Sein Umgang mit Frauen ist moralisch in vielerlei Hinsicht sicherlich ziemlich fragwürdig; es ist auch legitim, sich damit im Rahmen der aktuellen Berichterstattung und unter Berücksichtigung des Prozesses auseinanderzusetzen.

    Nur muss man eben scharf zwischen seinen moralischen Verfehlungen und möglicherweise strafrechtlich relevanten Handlungen trennen. Zweitere sind keineswegs klar nachgewiesen und etwas, wo man sich – aller Spekulationen zum Trotz, die natürlich angestellt werden können – zurückhalten sollte.
    Nur weil jemand möglicherweise tatsächlich ein Arschloch ist, weil er sich unmoralisch verhält (was weitestgehend ohnehin eine Frage der persönlichen Wertung ist und sich einer objektiven Wertung entzieht) ist er deswegen noch lange kein Verbrecher.

  43. Eine angebliche Feministin schreibt in der sexistischsten Tageszeitung Deutschlands. Wie man sieht, kann man sich auf viele Arten prostituieren. Was alle Arten gemeinsam haben: Es geht immer um Geld. Und wenn man es ganz schwarz sehen will: Auch ein bisschen darum, doch endlich wieder mal in der Öffentlichkeit zu stehen. Das hat Frau Schwarzer dann doch wieder mit solchen pösen 😉 Machos wie Dieter Bohlen gemeinsam.

  44. Ich glaube (hoffe) Liliths Kommentar war ironisch gemeint 😉 Alles andere wäre dämliches Geschwurbel gewesen…

  45. @Lilith: Okay, dann sollte man dich statt Troll einfach TrollIN nennen… kein Problem!
    „Dummheit“ ist ja glücklicherweise nicht ans Geschlecht gebunden…

  46. Bin hier per Zufall gelandet. Man hat das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen, wenn es um das perfide Passspiel Schwarzer – Bild geht.

    Mir ist einigermaßen einerlei, welche Motive Frau Schwarzer dazu bewogen haben mögen, sich auf dermaßen demagogische und widerliche Art auf die Seite desjenigen Blattes zu schlagen, das im Zweifel nicht nur auf die Rechte und die Achtung der Frau sch@#?t, sondern auf jedermanns.

    Sie verrät nicht nur ihre eigenen Ziele und Ansprüche, sondern insturmentalisiert diese sogar noch, um sich selbst gegen Kritik zu immunisieren. So gesehen ist sie sogar schlimmer als F.J.Wagner, der zwar jeden Tag etwas anderes (gern auch Gegenteiliges)poltert, sich aber wenigstens nicht hinter dem Vorhang der Rechtschaffenheit verbirgt.

    Widerlich.

  47. Ich finde, man darf das ganze nicht an ein oder Zwei Beispielen aufziehen.

    Natürlich sage ich als Mann, das Kachelmann nicht ins Gefängnis gehört, so oder so. Wenn er es nicht war, ja eh nicht, und wenn er es war finde ich man sollte ihm stattdessen die Eier abschneiden, denn vergewaltigung ist das schlimmste was man einem Menschen antun kann und kann meiner Meinung nach mit Haft nicht gesühnt werden.

    Was man aber nicht vergessen darf ist, das Frau Schwarzer mit ihrem Kommentar in der Bild ja nicht nur die Prozess aus einer ganz bestimmten Sicht beleuchtet, sondern, gewollt oder ungewollt sei dahingestellt, geziehlt Meinungsmache betreibt, und das ist auf keinen Fall hinzunehmen, solange die Schuld nicht erwiesen ist. Menschen, die eines solchen Verbrechens bezichtigt werden obwohl sie unschuldig sind haben in aller Regel danach eh schon Probleme ihre Reputaion wieder herzustellen, trotz Freispruch. Mit einer solchen Berichterstattund macht man es Kachelmann im Falle seiner Unschuld fast schon unmöglich, später wieder ein normales Leben zu führen, ebenso wie den VIELLEICHT ANGEBLICHEN Opfern… und das ist für keine Seite fair.

    Daher mein Tipp…erstmal sachlich berichten und wenn er es wirklich getan hat kann man nach der Urteilsverkündung immernoch genug Steine schmeissen!

  48. Das Katastrophale an Frau Schwarzers Vorverurteilung Kachelmanns wird sichtbar werden, wenn Kachelmann freigesprochen werden muss, ob nun wegen erwiesener Unschuld oder wegen bestehender Zweifel ist nach geltendem Recht egal.
    In dem Fall werden betroffene Frauen die gleiche Lehre daraus ziehen, die sie aus dem Medienhype gegen die Klägerin und die Zeuginnen jetzt schon ziehen:
    Bloß keine Prozesse!
    Das kann sich die ehemalige Feministin Schwarzer eigentlich ausrechnen. Aber offensichtlich findet sie nicht aus der selbst gewählten Sackgasse heraus.

  49. Um es deutlicher zu sagen: FALLS der Mann freigesprochen werden muss. Ich habe keine Ahnung und keine Meinung wie der Prozess auszugehen hat.
    Eine Schande für die meisten Medien ist das ganze so oder so.

  50. Natürlich war der Einwurf von „Lilith“ ironisch gemeint! Alleine das Wort „Tatsachengeschwurbel“ macht das in meinen Augen offensichtlich. Auch der Link ist sehr aufschlussreich…

  51. @rellum: Ich nehme an, dass Du recht. Besser gesagt: Ich hoffe es 🙂 In Zeiten, in denen Frau Schwarzer für Bild kommentiert und für Bild Werbung macht, ist ein bisschen schwierig, Satire und Realität noch auseinanderhalten zu können….

  52. Hallo Herr Jakubetz! Danke für diese Anmerkung. Auch mir ist die Rolle von Frau Schwarzer ein wenig suspekt.

  53. Vom Grundsatz her bin ich absolut der (vorherrschenden) Meinung hier: Natürlich ist so eine Art der (G)Berichterstattung nicht seriös. Ich habe keinen einzigen Kommentar in der Bild gelesen. Allein der Umstand, dass A.S. in der bild kommentiert war für mich eine Art Aprilscherz. Ok, es war keiner 😉
    Selbstverständlich darf man niemanden vorverurteilen! Trotzdem (und vielleicht bin ich da unfair…) habe ich, die alles Mögliche liest außer Yellow Press, das Gefühl, dass das mutmaßliche Opfer in dem ganzen Drumherum untergeht. Ich persönlich denke immer, dass es immer heißt: Man darf Kachelmann nicht vorverurteilen. Das wird ein Gericht klären, von uns war niemand dabei (was ja auch stimmt!!!). Nur… das habe ich noch niemals über das Opfer gelesen. Ich habe nirgendwo gelesen, dass es auch sein könnte, dass sie die Wahrheit sagt.
    Überall heißt es: es gibt ja auch böse Frauen, die einem Mann eine Vergewaltigung unterschieben wollen. Die sich bereichern wollen (allein hier in den Kommentaren sträuben sich mir die Nackenhaare, wie ätzend „böse“ teils Frauen dargestellt werden: die waren ja alle selbst dabei und wollten nur die Knete usw.
    Und Kachelmann? Der kriegt schon wieder Jobs – das kann ich überhaupt nicht verstehen. Wieso wartet man nicht bis zum Ende des Prozesses?

    Ich denke, ich bin einigermaßen emanzipiert, aber nicht das, was viele hier als „Terror-Emanze“ bezeichnen würden; also in meinen Augen sieht es nicht so aus, dass die Männerwelt sich zusammenrottet *gg* um mal einen Vergleich zu einem anderen Kommentar herzustellen.
    Ich finde nur, dass das mutmaßliche Opfer in der ganzen Sache sehr sehr schlecht rüberkommt. Und da ist es mir teilweise schon lieber, wenn der mutmaßliche Täter denn auch mal nicht so positiv als Opferlamm dargestellt wird.
    Also: entweder keine Berichterstattung… über niemanden. Oder wirklich ausgeglichen

  54. das amüsante ist das frau AS es versäumt oder scheut wie der teufel das weihwasser sich mit inhalten auseinanderzusetzen bzw hintergründe zu durch – beleuchten so wie es frau Rita-Eva Neeser auf ihrem blog macht . . . http://ritaevaneeser.wordpress.com/about/

    täte sie das tun . . .dann hätte dies zur folge das sie ihre treibjagd einstellen. aber eine sau durch s dorf zu treiben ist ja eine der lieblingsbeschäftigungen von schreiberlingen.

  55. Schwarzer ist einfach nur peinlich. Wer für Bild arbeitet, steht für mich moralisch auf der gleichen Stufe wie ein Kinderschänder oder Vergewaltiger! Lest das Buch von Kay Sokolowsky. Es ist doch einfach egal, wieviel Freundinnen oder Sexualpartnerinnen der Wetterfuzzi hatte. Die einzige Frage, die zählt, ist: Hat er sie vergewaltigt! Und das wird wohl nicht bewiesen werden können. Also Freispruch, vermutlich aus Mangel an Beweisen! Und dann wird Schwarzer bestimmt wieder schreiben: Trotz Freispruch schuldig!

  56. Es geht doch hier nicht um die Artikel, die Frau Schwarzer schreibt oder wie sie es tut – kämen die von Kai Diekmann oder FJ Wagner würde das keinen hinter dem Ofen vorlocken. Es geht darum, dass sie das unter dem Namen Alice Schwarzer tut! Wenn jemand seit Jahrzehnten mit inquisitorischem Eifer die allein seligmachende Wahrheit der Frauenbewegung für sich beansprucht und dann in der Nackte-Schlampem-auf-Seite-1-BILD so ein Machwerk abliefert, dann geht das eben nicht spurlos an einem vorüber! Wer hochtrabend ist, der fällt tief – so ist das eben.

    Wäre es nicht Frau Schwarzer, würde man ja vermuten, da wollte jemand um jeden Preis in die Medien, vielleicht um ihr neues Buch zu promoten, in dem sie jungen Muslimas die einzig wahre Lebensweise vorzuschreiben versucht und das von sämtlichen seriösen Zeitungen gnadenlos verrissen wurde? Aber das ist sicher nur eine haltlose Behauptung, schließlich ist Frau Schwarzer eine seriöse Journalistin, oder nicht?

    P.S.: Anfang der Achtziger wollten grüne Feministinnen mal die Unschuldsvermutung bei Vergewaltigungen abschaffen – Frau Schwarzer lebt offensichtlich noch ein bißchen zu sehr in dieser Zeit, als die Leute sie noch respektiert haben!

  57. Frau Schwarzer und Herr Kachelmann mögen sich eigentlich, das ist ein kleines Spielchen, was sie da treiben.
    Ich glaube beide amüsiert es köstlich.

  58. Ich bin ja mal gespannt, inwieweit sich das ganze vielleicht tatsächlich noch als Verschwörung von Hubert Burda zusammen mit Kachelmanns Firmenpartner, unter Hilfestellung des Springer-Verlags, herausstellt. Wenn man sich mal überlegt, was für Vorwürfe da mittlerweile schon erhoben wurden: Hubert Burda soll Kachelmann aus seiner Talkshow gemobbt haben, sein Verlag bezahlt großzügig die Zeugen der Anklage, Kachelmanns Firmenpartner soll der Anklage weitere Zeuginnen geliefert haben. Als Motiv stünde im Raum, dass „Frau Burda“ eine Affäre mit Kachelmann gehabt haben soll und der Firmenpartner Kachelmanns Anteile haben will…
    Alles in allem: Klingt völlig irreal, wie ein verrückter Justizkriminalroman, aber langsam glaube ich, an manchem könnte was dran sein…

  59. @Anna: Die „schlechte“ Darstellung des mutmaßlichen Opfers könnte möglicherweise daran liegen, dass die Frau nachweislich gelogen hat. Und daran, dass in diesem Prozess einiges merkwürdig abläuft. Von der langen Inhaftierung Kachelmanns – die schon lange vor der Freilassung nicht mehr zu rechtfertigen war – über das Verhalten des Richters bis hin zu den Zeugen- und Sachverständigenaussagen, die zum einen in einer merkwürdigen Reihenfolge stattfanden und die zum anderen Kachelmann auch nicht wirklich belasten („Nichts genaues weiß man nicht.“ vs. „Die Zeit war so schrecklich. Aber Herr Richter: Die Geschichte können sie auch ausführlich in der Yellow Press nachlesen, denen ich das alles für teuer Geld verkauft habe.“).

    Was die Jobs für Kachelmann angeht: Wieso sollte man damit bis zum Ende des Prozesses warten? Über ein Jahr nicht zu arbeiten ist eine lange Zeit. Damit macht man einen Menschen erst recht kaputt, ganz unabhängig davon, ob er schuldig oder unschuldig ist. Aus PR-Sicht möglicherweise verständlich – wer möchte schon mit einem potentiellen Vergewaltiger in Verbindung gebracht werden? Aus menschlicher Sicht falsch: Die Schuld ist nicht nachgewiesen, es bestehen starke Zweifel.

    Dass vielfach kritisch über das mutmaßliche Opfer berichtet wird, hat es sich (auch) selber zuzuschreiben. Das liegt nicht daran, dass die Medien vollkommen ohne Grund mit Kachelmann sympathisieren würden.

  60. Oh, je, „Herr“ cj.: Frau Schwarzer kommentiert, was sie für ein „Schmierentheater“ hält und sie empfindet die Art, wie RA Schwenn Zeugen befragt, als: Er „knöpft“ sich jemand vor! Wieso darf sie das im Kommentar nicht sagen? Ich habe ein paar seiner Auftritte vor Ort erlebt – da wäre mir ein ähnlicher Ausdruck auch in meinen Bricht geflossen. Und wo ist der Unterschied zu Ihrer Feststellung, dass Frau Schwarzer „zu den albernsten Figuren in den deutschen Medien“ gehöre? Mag Ihnen deren Weltbild auch nicht gefallen (mir auch nicht!), abe Sie sollten es vermeiden, sich selbst zu einer Art „Weltjournalist“ hochjubeln zu wolchen – solch Pfeifen im Walde macht schnell lächerlich. Vieleicht hätten Sie es doch bei einer Replik oder ganz schlicht bei einem Hinweis auf dea SPIEGELs BILD-Darstellung belassen sollen?

  61. @S. Michael Westerholz: Wer sagt, dass sie es nicht sagen darf? Wenn man keinerlei journalistische Ansprüche hat, kann man solche Aussagen und solche Artikel wie Frau Schwarzer durchaus bringen.
    Für jemanden, der sich Journalist, Publizist, und Chefredakteur nennt, sind die Artikel aber erstaunlich undifferenziert und unfundiert – selbst wenn Schwarzer sie als Kommentar zum Prozess verstehen mag.

    Da Frau Schwarzer den obigen „offenen Brief“ grade in ihrer Funktion als Journalistin, Publizistin und Chefredakteurin bekommen hat, hat er eine gewisse Berechtigung; Alice Schwarzer hat nämlich (genau so wenig wie der Rest der Republik) keine Ahnung, ob Kachelmann schuldig ist, suggeriert aber, dass sie es wüsste und schlägt kräftig drauf. Und zwar nicht alleine aufgrund von Kachelmanns moralischen Verfehlungen, sondern Schwarzer mischt nach Belieben die moralische Komponente mit der rechtlichen und schließt – vollkommen unseriös – von der einen auf die andere.
    Christian Jakubetz hat hier nicht gegen Schwarzers Weltbild gewettert, sondern gegen unseriösen Kampagnenjournalismus, der versucht, sich selber einen legitimen Anstrich zu geben, indem er sich nicht als unseriösen Kampagnenjournalismus sieht.

  62. Selten so etwas Dümmliches gelesen wie das Geschwurbel von Frau Csizi ganz oben. Von vorne bis hinten.

    Soso. „Die Männer rotten sich zusammen“. Weil dieser Prozess ja auch ungefähr so etwas ist wie das Beklatschen eines Fußballvereins. Man findet Kachelmann gut oder drückt dem Opfer die Daumen. Scheiß‘ auf Wahrheitsfindung, scheiß‘ auf die Schuldfrage, was? Es rottet sich überhaupt niemand zusammen. Es sei denn, man möchte es so bezeichnen, wenn eine große Menge von Menschen (beiderlei Geschlechts!) ihr großes Unwohlsein mit einer auf purer Antipathie und Klischeedenken basierenden Vorverurteilung artikuliert.

    Die Darstellung Ihnen unbekannter Frauen als „Schoßhündchen“ ist in meinen Augen eine extrem Frauenfeindliche Handlung. Sie kennen diese Frauen nicht, qualifizieren sie aber einfach mal ab. Toll!

    Und tun damit in diesem Punkt ebenso das exakt Gleiche wie Frau Schwarzer wie in Sachen Schuldfrage. Die scheint sie gar nicht zu interessieren. Er hatte offenbar mehrere der von Ihnen als solche diffamierten „Schoßhündchen“ gleichzeitig, also verdient er den Knast. Basta. Vielleicht nicht juristisch, aber natürlich mindestens moralisc, und das setzen Sie der Bequemlichkeit halber einfach mal gleich. Wie Frau Schwarzer das in ihrem fanatischen und längst verblendeten Kreuzzug auch tut. Beeindruckend!

    Aber auch armselig.

  63. Ich glaub ja das der Diekmann die Schwarzer mit irgendeinem angeschimmelten Privatporno erpresst.

    Kann mir nicht vorstellen, das nur des Geldes wegen, jemand, der mal als Intellektuell und dermaßen wichtig für die „Frauensache“ galt, für das asozialste tote Holzprodukt ever schreibt.

  64. Als Mann muss man Alice Schwarzer nicht mögen. Aber als Journalist kann man die „Kollegin“ Alice Schwarzer durchaus verachten für ihre schlechte Arbeit – vor allem, wenn man dabei bedenkt, dass sie für diese schlechte Arbeit, für die sie eigentlich vor den Presserat gezerrt gehört, auch noch ein richtig fettes Honorar bekommt, von dem die meisten freien Journalisten im Land nur träumen können.

    Ich mochte Alice Schwarzer noch nie. Das ist aber auch kein Problem, schließlich bin ich aufgrund meines Geschlechts für sie ja ein Feindbild. Aber verachtet habe ich sie erst ab dem Tag, an dem sie das erste mal für die „Bild“-Zeitung geworben hat – wohl gemerkt für das Blatt, in dem auch Werbe-Anzeigen für Prostituierte erscheinen. Diese Frau ist eine Schande für die Frauenbewegung – was sehr misslich für die Frauenbewegung in Deutschland ist, denn sie hat ja kaum Ikonen. Ärgern würde ich mich, wenn ich zum Beispiel Gisela Friedrichs wäre (Gerichtsreporterin des „Spiegel“). Die reißt sich für ihren Job vermutlich deutlich mehr den Allerwertesten auf – und bekommt vermutlich deutlich weniger Geld dafür.

    Was Kachelmann angeht: Für den ist es komplett irrelevant, was Schwarzer schreibt oder nicht. Seine berufliche Karriere auf dem bisherigen Level ist beendet – einen Vergewaltigungsprozess mit diesem Ausmaß an medialer Aufmerksamkeit übersteht niemand ohne beruflichen Schaden. Ich vermute mal, dass er über kurz oder lang nach Kanada auswandert und nie wieder zurückkehrt. Ich glaube übrigens nicht, dass Kachelmann in den Knast geht – es wird einfach nicht zweifelsfrei zu beweisen sein, was vorgefallen ist, und dann wird eine Verurteilung eben sehr, sehr schwierig. So ist das nun mal in unserem Rechtssystem, und das ist auch gut so.

  65. Ungläubig habe ich damals die Nachricht aufgenommen, dass Frau Schwarzer in der Bild (!) den Kachelmann-Prozess journalistisch begleiten will. Dazu kommt die Vorgeschichte, die Frau Schwarzer erst zu diesem Schritt bewogen hat: Ihre Kritik an Gisela Friedrichsen war ja eben, dass diese nicht unparteiisch berichte, sondern für Kachelmann und ganz allgemein für die Täter.
    Vor Frau Schwarzers Engagement bzgl. des Kachelmann-Prozesses fand ich immer, dass sie sich sehr analytisch und klar ausdrückt. Jetzt bin ich geschockt darüber, wie sehr ihre Vorverurteilung in ihrer Sprache durchscheint. Einfach furchtbar!
    Von ihrem ursprünglichen Anliegen der unparteiischen Berichterstattung hat sie sich Lichtjahre entfernt.

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