Ein Buch – das Update (49): Ein Inhalt und das Hosentaschenstudio

Was ich ja wirklich nicht für möglich gehalten hätte ist, wie viel Arbeit dieser ganze — vermeintliche — Kleinkram macht. Da meint man immer, man hat so ein paar Texte zu schreiben und dann redigiert mach sich gegenseitig, sucht sich ein nettes Cover und bringt dann ein nettes Buch auf den Markt. Viel weiter kann man nicht daneben liegen als mit diesem Gedanken. Über die Frage beispielsweise, wo welcher Text steht und wie das dann alles zusammenpasst, kann man sich eine ganze Menge Kopfzerbrechen bereiten. Von dem her war ich sehr froh, mit Prof. Ralf Hohlfeld noch jemanden in unserem kleinen Herausgebergremium (Ha! Das klingt ja beinahe nach FAZ!) zu haben, der in solchen Sachen sehr viel bewanderter ist als ich. Nach ein paar kleinen Unterhaltungen sind wir jetzt mal zu folgendem Ergebnis in Sachen Inhaltsverzeichnis gekommen — und: last call! Wer noch schwerwiegende Einwände hat, sollte sich sehr, sehr zügig melden…

Kleiner Hinweis: Die Anmerkungen hinter den jeweiligen Themen stammen von Ralf Hohlfeld und erscheinen natürlich nicht im Buch. Ich habe sie dringelassen, damit auch die Gründe, warum welches Kapitel wo steht, einigermaßen nachvollziehbar und transparent sind.

 

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Universalcode

 

0. Vorwort: Heribert Prantl

 

I. Überblick zu multimedialem und crossmedialem Arbeiten:

 

1.  Crossmediales Arbeiten (Christian Jakubetz)

2.  „Blattmachen“ im Netz (Stefan Plöchinger)

3.  Multimediale Reportagen (+ Best Case soukmagazine.de): (Simon Kremer/Marc Röhlig)

4.  Mobile Reporting (Marcus Bösch)

5.  Unternehmerjournalismus (Ulrike Langer)

6. Datenjournalismus (Lorenz Matzat/Ulrike Langer)

 

(Begründung: Alle Artikel geben je einen Überblick über Querschnittqualifikationen und einen grundlegend neuen Ansatz als Antworten auf die neuen Herausforderungen des webbasierten Journalismus; sie besitzen quasi ein höheres Abstraktionsniveau und sind von allgemeingültigerem Charakter – einem Universalcode steht dieser Anspruch gut zu Gesicht)

 

II. Tools: Zeitgemäße Werkzeuge für die (klassischen) Darstellungsformen

 

6.  Video-Grundlagen (Gerhard Rettenegger)

7.  Web-Videos (Markus Hündgen)

8.  Radio (Daniel Fiene/Dennis Horn)

9.  Fotografie (Dirk Kirchberg/Heike Rost)

10. Online-Recherche (Markus Lindemann)

 

(Begründung: Alle Artikel beschäftigen sich mit je einer Mediengattung, die im Zeitalter der Digitalisierung neue Chancen und Optionen bietet und in multimedialen Produktionsprozessen und crossmedialen Publikationsplattformen andere, innovative Spezifika ausbildet. Der „How to do“-Charakter dieser Texte ist (gattungs-)spezifischer und so entsteht eine Trichterform vom Allgemeinen zum Speziellen, die zwingend ist.)

 

III. Tugenden und Strategien in einer vernetzten Öffentlichkeit

 

10. Social Media – für die Organisation (Ulrike Langer/Björn Sievers)

11. Social Media – für Journalisten (Ulrike Langer/Björn Sievers)

12 Hyperlokaler Journalismus (Christan Jakubetz)

13. Das Internet als Dialogmedium (Dirk von Gehlen)

14. Zeitungen und Journalisten im Wandel (Christian Lindner)

 

(Begründung: Alle Artikel handeln von kommunikativen Kompetenzen und dialogischen bzw. diskursiven Strategien, die es in der Netzöffentlichkeit braucht, um Aufmerksamkeit zu erzeugen bzw. den User/Dialogpartner angemessen anzusprechen. Es geht um die Tugend des sich Vernetzen (gut, der Lindner-Artikel eher weniger). Das sind Querschnittkompetenzen, die jeder Kommunikator im Internet braucht, um sich in Netzwerken, Teilöffentlichkeiten und digitalen Räumen Gehör zu verschaffen.

IV. Journalistische Ausbildung im Zeitalter der Medienkonvergenz

 

15. Die wichtigsten Schulen und Akademien (Jochen Markett)

 

(Sollte für sich sprechen)

 

 

~  Schluss und Anfang (Richard Gutjahr)

 

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Eine kleine Anmerkung von mir noch zum Thema Schulen und Akademien: Wir (besser gesagt: Jochen Markett) haben alle Journalistenschulen und Akademien in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt, die vollwertige Ausbildungen anbieten. Nicht  möglich und auch nicht sinnvoll war es, jeden Seminar- und Fortbildungsanbieter auch noch hinzuzuziehen. Nicht, weil wir deren Arbeit nicht schätzen würden, sondern weil uns ein solch umfangreicher Überblick nicht möglich wäre. Insgesamt haben wir 13 Schulen/Akademien und ihre Leiter befragt, u.a. auch danach, welches Equipment sie einsetzen, wie hoch der Praxisanteil ist und auf welche Dozenten sie zurückgreifen (diese Frage haben aber nicht alle beantwortet). Wir haben das bewusst in Interviewform gemacht und wir haben uns auch aller Wertungen enthalten. Wir wollten ganz bewusst keine Empfehlungen aussprechen, sondern den Überblick so gestalten, dass sich jeder Leser letztendlich sein eigenes Bild machen kann. Dies auch deswegen — ausdrücklicher Hinweis — weil viele unserer Autoren (mich eingenommen) an den diversen Schulen/Akademien als Dozenten tätig sind und wir nicht den Eindruck erwecken wollten, dass wir aufgrund dieser Tätigeiten irgendjemanden schlechter oder besser bewerten. Und natürlich ist das echte Leben manchmal schneller als jedes Buch: Die Antworten für die Deutsche Journalistenschule in München hat ihr Leiter Uli Brenner gegeben, der allerdings in seinem wohlverdienten Ruhestand sein wird, wenn „Universalcode“ erscheint. Sein Nachfolger Jörg Sadrozinski stand zum Zeitpunkt unserer Umfrage noch nicht fest.

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Und dann haben wir schließlich noch (ebenfalls ohne Wertung) das letzte Video unserer kleinen Autorensammlung. Marcus Bösch hat das Kapitel „Mobile Reporting“ geschrieben und erklärt im Video, warum man heute ziemlich mühelos ein ganzes Studio in der Hosentasche mitnehmen kann — und warum man solche Möglichkeiten noch viel häufiger nutzen sollte.

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