Ein Buch – das Update (54): The final cut

Universalcode

Zugegeben, es gibt deutlich unangenehmere Orte zum Arbeiten als ein Café in München an einem Samstagmorgen bei strahlendem Sonnenschein und nur ein paar Meter weg vom Stachus. Es gibt schlimmeres als Latte und frisches Wasser und Macbooks im Freien. Aber das eigentlich Erfreuliche ist, dass ich zumindest von Produktionsseite her quasi eine Art Abschlussbericht schreiben kann. Zusammen mit Jochen Markett sitze ich jetzt gerade hier und mache die letzten Arbeiten am „Universalcode“. Jochen verkürzt sämtliche Links im Buch. Und ich beginne mit einem Glossar, das gleichzeitig eine Art Minilexikon der wichtigsten Begriffe werden soll. Die verkürzten Links finden sich im Buch dann nach dem prinzip „ucde.de/beispiel“.

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Ebenfalls zugegeben: Das ist jetzt nicht gerade die Arbeit, die man eine Herausforderung nennen würde. Aber eine, die eben sein muss, soll das Buch rund werden. Und gleichzeitig ist das sehr bezeichnend dafür, warum wir, entgegen aller guten Vorsätze, unserem Zeitplan ein wenig hinterherhinken. Es ist wirklich unfassbar, wie viel Zeit für vermeintlichen Kleinkram draufgeht. Dinge, von denen man zwar ahnt, dass sie passieren werden. Aber die dann doch überraschend viel Zeit fressen. Beispielsweise das letzte Drüberlesen. Jeder Autor hat seinen Text natürlich gelesen, Tom Leonhardt hat sie lektoriert, ich habe sie gelesen, Marion Schwehr hat sie gelesen — und jetzt gerade im Moment sitzt Jochen an den Texten, will die Links einbauen und findet wieder: Fehler. Keine dramatischen mehr, klar. Aber eben: Fehler. Gelernt habe ich heute zumindest, dass es wohl eine Illusion ist zu glauben, man bringt 500 fehlerfreie Seiten auf den Markt. Bevor Sie uns also zerlegen, wenn Sie einen Fehler finden, sehen Sie es uns bitte nach. Und glauben Sie mir, ich ärgere mich jetzt schon im Voraus über jeden Fehler, den wir im gedruckten Buch sicher noch finden werden.

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Die Terminplanung ist jetzt wirklich konkret: Am 18. Juli geben wir die dann endgültige Fassung von „Universalcode“ bei Euryclia ab. Danach wird gesetzt, ein letzter Korrekturlauf der fertigen Fahnen, dann Druck. Im August sind wir dann soweit, dass wir ausliefern. Hoffe ich zumindest.

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Geändert habe ich auch noch etwas. Und zwar den Aufbau bzw. das Inhaltsverzeichnis. Marion Schwehr hatte mich aus Sicht einer Nicht-Journalistin (was dem Blick sehr gut tat) darauf gebracht. Der bisherige Aufbau war nicht immer und an allen Stellen nachvollziehbar. Deswegen sind wir nochmal drüber gegangen, das Ergebnis sieht jetzt aus wie folgt:

 

Einführung
Vorwort der Herausgeber – Was dieses Buch leisten soll (Christian Jakubetz, Ulrike Langer, Prof. Ralf Hohlfeld)
Autorität kommt von Autor und Qualität kommt von Qual (Heribert Prantl)
Crossmediales Arbeiten als Quintessenz des modernen Journalismus – die Grundlagen (Christian Jakubetz)

I. Handwerk: Wie Geschichten mit zeitgemäßen Werkzeugen erzählt werden
Wie man erfolgreich eine Seite macht: „Blattmachen“ im Netz (Stefan Plöchinger)
Hören auf allen Kanälen: Radio (Daniel Fiene/Dennis Horn)
Bewegt und bewegend: Video-Grundlagen (Dr. Gerhard Rettenegger)
Eine neue Dimension des Bewegtbilds: Web-Videos (Markus Hündgen)
Erzählen mit allen Mitteln: Multimediale Reportagen (Simon Kremer/Marc Röhlig)
Das Studio in der Hosentasche: Mobile Reporting (Marcus Bösch)
Mehr als googeln: Online-Recherche (Markus Lindemann)
Ins richtige Bild gerückt: Fotografie (Heike Rost)
Fotografie 2.0 – von den (Alt-)Meistern lernen (Dirk Kirchberg)

II. Genre: Welche Formen von Journalismus neu entstehen
Von Straßenfesten und Kreisklassenkicks: Hyperlokaler Journalismus (Christan Jakubetz)
Aus Zahlen werden Informationen: Datenjournalismus (Lorenz Matzat/Ulrike Langer)

III. Rollenspiel: Wie sich Rolle, Haltung und Berufsbild des Journalisten verändern
Macht Content, kein Layout – über den Wandel des Lokaljournalismus (Christian Lindner)
Journalisten müssen lernen zu telefonieren – das Internet als Dialogmedium (Dirk von Gehlen)
Vermarktungsstrategien – Social Media für die Reputation (Ulrike Langer/Björn Sievers)
Selbst ist der Journalist: Unternehmerjournalismus (Ulrike Langer)

IV. Lehrmeister: Wie journalistische Ausbildung im Zeitalter der Medienkonvergenz aussieht
Die wichtigsten Schulen und Akademien (Jochen Markett)
Deutsche Journalistenschule?Henri-Nannen-Schule?Axel-Springer-Akademie?Burda-Journalistenschule?RTL-Journalistenschule?Journalistenakademie (Konrad-Adenauer-Stiftung)?Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchs?Electronic Media School?Holtzbrinck-Journalistenschule?Kölner Journalistenschule?Journalistenschule Ruhr?Evangelische Journalistenschule?Kuratorium für Journalistenausbildung?MAZ – die Schweizer Journalistenschule

Schluss und Ausblick
Nichts um seiner selbst willen (Richard Gutjahr)

Glossar
Über die Autoren
Danksagung

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Und schließlich – das Cover: Den mehrheitlich von Ihnen geforderten dritten Entwurf haben wir jetzt in Auftrag gegeben, ich hoffe, dass ich ihn nächste Woche vorstellen kann.

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