Man muss sich Christian Wulff als einen sehr einsamen Menschen vorstellen. Als einen, der seine letzten Tage im Schloss zubringt, der Unterstützung aus der Politik entzogen und vermutlich auch ohne Rückhalt in der Bevölkerung. Sturmreif geschossen von Journalisten, die ganz im Auftrag des Volkes jeden Tag aufs Neue Ungeheuerliches ans Tageslicht brachten. Deswegen wird es jetzt, richtig, zunehmend einsam:

Und der Vollständigkeit halber lesen wir dann noch das hier — um sicherzugehen, wie einsam der Bundespräsident inzwischen ist:

Die Mehrheit der Deutschen findet, dass die Medien den Bundespräsidenten ungerecht behandeln. In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage beklagen 53 Prozent der Befragten einen „unfairen“ Umgang mit Christian Wulff. Nur 42 Prozent halten die Berichterstattung in der Affäre Wulff für „fair“.

Die Medien-Schelte fällt je nach Altersgruppe sehr unterschiedlich aus. So finden sogar 63 Prozent der Jüngeren (bis 29 J.) den journalistischen Umgang mit Christian Wulff „unfair“ – bei den Älteren (50+ J.) sind es nur 49 Prozent.

Angesichts der immer weiter schwelenden Affäre um den Bundespräsidenten plädieren die meisten Deutschen nun für einen Neuanfang – und zwar mit Christian Wulff. So sagen 64 Prozent der Befragten, Wulff habe eine „zweite Chance“ verdient. Nur 33 Prozent wollen ihm diese „zweite Chance“ verwehren.

 

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