ende 2005

ehrlich gesagt hatte ich in den letzten tagen überlegt, mir hier auf meinem virtuellen schmierzettel ein paar notizen über das medienjahr 2005 zu machen: was war, was geht, was kommt, was bleibt? kann das meiste aber noch nicht mit endgültigkeit einordnen. denke mal, dass es eines der besseren medienjahre war, insbesondere dann, wenn man die seifenplatzjahre 2001-2003 als maßstab heranzieht. ökonomisch herrscht wieder deutlich mehr vernunft. was soweit schon ok ist, aber nur mit vernunft und so ganz ohne fantasie wird´s nicht gehen. wir machen medien. keine papiertaschentücher.

was war: die selbsterkorenen visionäre sind jedenfalls weitgehend weg, dafür sind jetzt die verwalter da. leider auch solche, die medien erst mal nach ihrer umsatzrendite beurteilen wollen. 21 prozent soll bspw. der berliner verlag im kommenden jahr machen. ich bin gespannt, wie oft da die kettensäge kreisen wird.

was kommt: das jahr, in dem das duell print gegen online verstärkt in den mittelpunkt rücken wird, sowohl publizistisch als auch ökonomisch. nein, ihr werdet jetzt nicht von mir lesen, dass das „spannend“ wird. erstens gehört „spannend“ zur sorte der begriffe, die unbedingt mit benutzungsverbot belegt gehören. und zweitens: was soll an einem duell „spannend“ sein, dessen ausgang schon fest steht?

was bleibt: für mich persönlich der eindruck, dass wir uns in diesem jahr endgültig von der alten medienwelt verabschiedet haben. nicht nur, aber natürlich auch wegen der bundesliga-rechte und der der damit verbundenen verschiebungen im tv-markt. nicht nur, aber auch wegen der riesigen krake google, deren bedeutung und relevanz sich möglicherweise inzwischen sogar bis ins letzte osthessische regionalblatt rumgesprochen hat. nicht nur, aber natürlich auch wegen citizen media, wegen podcasts, wegen blogs.

wem zu danken ist: alex. ohne ihn gäbs diese seite nicht und vieles auch andere auch nicht. und natürlich all denen, die mitgelesen haben.

ansonsten: guten rutsch und all das zeug. vorwarnung, hier wirds bis 9.1. wenig bis gar keine aktivitäten geben.

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2 Kommentare

  1. ja. für den auch. obwohl mich der immer so geärgert hat, als ich ihm noch gegenübersaß. und daneben saß bing TAFKAM (the artist formerly known as mutti). grobe zeiten, gut, dass die bald vorbei sind.

    also, dankeschön natürlich auch an dr. bob. was wär ich ohne euch ;-)?

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