Grimme-Reflexe

Wenn es um Medien und Ökonomie geht, herrschen in Deutschland immer noch eigenartige öffentliche Reflexe vor. Zur Ablehnung der Pro7-Übernahme durch Springer von KEK und vermutlich auch Kartellamt, lässt das Grimme-Institut wissen, hierbei handle es sich möglicherweise um ein „Eigentor“. Man öffne schließlich damit ausländischen Investoren und ihren „publizitätsfremden Überlegungen“ (sprich: Rendite) Tür und Tor.

Das ist ja mal eine wirklich interessante Geisteshaltung: Lieber also eine enorme Konzentration auf einen deutschen Medienkonzern, als einen ausländischen Konzern? Alle ausländischen Investoren sind demnach renditefixiert, während Springer die Rendite ziemlich wurscht ist und man dort aus Spaß an der Freud´ Fernsehen macht? Rendite ist schlecht? Manchmal frage ich mich echt, wie die ticken, da oben in ihrem trostlosen Marl. Zum Notieren, liebe Freunde: Privatfernsehen ist ne Rendite-Veranstaltung. Da soll Geld verdient werden. Für alles andere gibt´s eure vielbejubelten öffentlich-rechtlichen Sender.

Und falls ihr es noch nicht bemerkt habt: Der ausländische Investor mit ehrgeizigen Renditezahlen ist längst da – schon mal den Namen Saban gehört?

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