Zeitschriften

Wenn Spiegel, Stern und Focus schon nicht viel miteinander gemein haben, dann doch wenigstens dies: Das Trio verliert konstant an Auflage und an Anzeigenseiten; ein Trend, der kaum aufzuhalten ist. Verglichen mit dem Boomjahr 2000 haben sich die Aufkommen der Anzeigenseiten teilweise halbiert, man kann sich vorstellen, welche Löcher das reißt. Und dabei kann man nicht einmal den sonst meistens angebrachten Tipp geben, sich um ein vernünftiges Onlineangebot zu kümmern. Alle drei haben mehr oder minder ansehnliche Onlineauftritte; alle drei fahren mit dem zusätzlichen Fernsehformat eine trimediale Strategie.

Trotzdem setzen alle drei inzwischen vermehrt auf Online. Die inhaltliche Aufrüstung fällt ins Auge; die personelle zudem. Bei allen dreien sind inzwischen etablierte ehemalige Journalisten aus dem Heft am Steuer, dazu kommt, dass sich die personellen Neuzugänge auch dadurch auszeichnen, dass es sich zumeist um ausweislich gute Journalisten handelt. Das war (und ist) nicht selbstverständlich; es gab und gibt immer noch Häuser, in denen sich jemand, der in die Abteilung Online versetzt wurde, fragen lassen musste, was um Himmels willen er denn angestellt habe. Inzwischen – die drei Magazine belegen es – dreht sich der Trend. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es in ein paar Jahren ganz normal sein wird, wenn die Medienhäuser ihre Besten an die Spitze der Multimedia-Redaktionen setzen.

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1 Kommentar

  1. Es würde doch schon reichen, wenn es nicht mehr einer Degradierung gleichkäme. Es müssen doch nicht unbedingt die Allerbesten sein; die Gleichguten tätens doch auch..
    Ich hol meine Informationen aus dem Netz. Mit der Printausgabe mach ich den Ofen an. Zumindest im Winter.

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