Anti-Portale

Wenn man das Web – so wie der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe – darauf reduziert, dass sich dort Menschen ausziehen, entblößen, entblöden, dann darf man sich nicht wundern, dass die Distanz zwischen den klassischen Medien und all den Anti-Portalen, die quasi von ihren Nutzern programmiert werden, nicht kleiner wird. Ich bin kein Web 2.0-Epigone, aber so einfach darf und kann man sich das nicht machen.

Mir ist nicht ganz klar, wie viel Einfalt hinter den momentanen rfeichlich schlichten Umarmungsversuchen steckt. Der Imagetransfer funktioniert nicht – und die Leute, die sich von klassischen Medien und Marken verabschiedet haben, machen das nach meinem Empfinden ganz bewusst. Denen geht es nicht darum, ein Blog von einer bekannten Institution zu bekommen, denen geht es nicht darum, dass die Kanzlerin jetzt podcastet und WAZ-Bloggern ganz spontane (latürnich…) Interviews vor wackelnden Kameras gibt. Authenzität ist nicht käuflich und auch nicht transferierbar, eine Binse, die noch nicht in jedes Geschäftsführer-Hirn passt.

Ein Rentner in Jeans – ist immer noch ein Rentner.

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