Fußball-Podcast

Die Nachricht als solche ist unspektakulär: Die WAZ bietet ab demnächst einen eigenen Bundesliga-Podcast an. Das klingt einleuchtend in einem Zeitalter, in dem fast jeder den Regionalzeitungen eine mindestens bimediale Strategie vorschlägt. Gleichzeitig zeigt die Podcast-Ankündigung der WAZ aber auch, welchen Risiken die regionalen Blätter selbst dann ausgesetzt sind, wenn sie eine Größenordnung wie die der WAZ erreicht haben. Denn nur mit dem Podcasten ist es natürlich noch nicht getan, schließlich sollen sich ja auch mal Leute finden, die sich das anhören. Und dazu bedarf es nicht nur einer neuen Kompetenz in Sachen Audiobeiträge, sondern man misst sich auf einmal auch mit ganz anderen Größen im Markt. Die heimelige Welt der Beinahe-Monopolisten (was de facto die meisten Regionalzeitungen sind) geht unweigerlich zu Ende, wenn man auf einmal sich wirklicher Konkurrenz stellen muss.

Grundsätzlich gibt es an dieser Idee der WAZ aber nichts zu mäkeln – wenn man das Publikum der Zukunft erreichen will, muss man eben irgendwann raus aus dem leicht angemieften Lokalzeitungs-Biotop. Bin gespannt, wann die nächsten Blätter folgen werden.

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